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«Wer Angst hat, ist fehl am Platz»

Bayern München kann seine Saison nur noch mit dem Sieg in der Champions League zu einem guten Abschluss bringen. Gegen Real Madrid setzen die Deutschen auf Mut und Offensive.

Angriff statt Verteidigung: Philipp Lahm fordert einen mutigen Auftritt von seinen Bayern.
Angriff statt Verteidigung: Philipp Lahm fordert einen mutigen Auftritt von seinen Bayern.
Keystone

«Der Druck könnte nicht grösser sein», sagt Bayerns Trainer Jupp Heynckes vor dem Halbfinal-Hinspiel in der europäischen Königsklasse gegen Real Madrid. Das letzte kleine Fünkchen Hoffnung auf die Meisterschaft ist spätestens am Wochenende erloschen, jetzt muss der Traum vom Heim-Endspiel am Leben erhalten werden. Jeder einzelne Spieler müsse vom Glauben an den Sieg besessen sein, sonst reiche es nicht, sagt Bastian Schweinsteiger.

Real Madrid ist seit 20 Spielen ungeschlagen. Der neunfache Meistercup- und Champions-League-Sieger befindet sich auf gutem Weg zum Meistertitel. Die Spanier überzeugen seit Saisonstart vor allem dank ihrer überragenden Offensive. Cristiano Ronaldo schoss in 48 Partien 53 Tore. Die Stürmer Karim Benzema und Gonzalo Higuain, die nur selten zusammen in der Startformation stehen, erzielten weitere 54 Treffer. Heynckes spricht deshalb von einer Angriffsmaschine, die heute in der Allianz-Arena gastiert.

«Wer Angst hat, ist fehl am Platz», sagt Captain Philipp Lahm. Mario Gomez, mit elf Treffern zweitbester Torschütze im laufenden Wettbewerb, nennt den Traum «realisierbar». Wie genau, darüber hat sich Heynckes intensiv Gedanken gemacht. «Ich habe einen Plan, um Real zu stoppen», versicherte er. Sein exzentrischer Kollege José Mourinho verfüge zwar über ein Kader, den man luxuriös nennen dürfe, er habe bei den Madrilenen aber auch Schwachstellen ausgemacht. Die Abwehr gilt auf den Aussenpositionen ebenso als verwundbar wie im Zentrum. Heynckes möchte selbstbewusst nach vorne spielen.

Im «Clasico de Europa», wie die Sportzeitung «Marca» die 19. Begegnung zwischen den Bayern und Real nannte, sieht Franz Beckenbauer einen leichten Vorteil bei den Deutschen. «Real Madrid ist eine fast normale Spitzenmannschaft. Die spielen Fussball wie jeder andere auch. Kompakt, aber nicht mit dieser Leichtigkeit von Barcelona», hat er erkannt. Eben die Leichtigkeit ging auch den Bayern zuletzt ab.

Als Angstgegner von Real Madrid kann man Bayern München durchaus bezeichnen. Bereits viermal traf Real im Halbfinal der Königsklasse auf den FC Bayern – 1976, 1987, 2000, 2001. Dreimal kam für die Spanier das Aus. Der Gewinner des Duells gewann übrigens mit einer Ausnahme (Bayern 1987) den anschliessenden Final. Insgesamt stehen sich die beiden europäischen Giganten heute zum 19. Mal gegenüber. Es gab zehn 10 Siege für Bayern und sechs für Real.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bayern München: Neuer; Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba; Luiz Gustavo, Schweinsteiger; Robben, Kroos, Ribéry; Gomez.

Real Madrid: Casillas; Arbeloa, Pepe, Ramos, Marcelo; Khedira, Xabi Alonso; Di Maria, Özil, Ronaldo; Benzema.

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