Zum Hauptinhalt springen

Berner Cupfinal: Wie im «Fünf gegen Zwei»

Der FC Biel hat den Berner Cupfinal am Sonntagabend gegen den FC Wyler locker 6:0 gewonnen. Die Seeländer spielten ihre individuelle Klasse voll aus.

Nach dem Aufstieg in die 2. Liga interregional konnten die Bieler am Sonntag ihren zweiten Erfolg in dieser Saison bejubeln.
Nach dem Aufstieg in die 2. Liga interregional konnten die Bieler am Sonntag ihren zweiten Erfolg in dieser Saison bejubeln.
Markus Grunder
Mit ihren nach Oberdiessbach mitgereisten Fans feierten sie den Cupsieg ausgiebig.
Mit ihren nach Oberdiessbach mitgereisten Fans feierten sie den Cupsieg ausgiebig.
Markus Grunder
Am Ende siegte der FC Biel diskussionslos mit 6:0.
Am Ende siegte der FC Biel diskussionslos mit 6:0.
Markus Grunder
1 / 6

Die Übung «Fünf gegen Zwei» ist in Fussballerkreisen ein Klassiker. Fünf Spieler bilden einen Kreis, passen sich die Kugel direkt und zügig zu, derweil die zwei «Hasen» in der Mitte versuchen den Ball zu erobern.

Die Spieler des 3.-Ligisten FC Wyler, die vor einer Woche nach einem Sieg im Aufstiegsspiel gegen den FC Bosporus in die 2. Liga regional promoviert sind, mussten sich am vergangenen Sonntag im letzten Saisonspiel wohl permanent wie die Hasen gefühlt haben.

Dabei handelte es sich nicht um irgendeine Partie, der Quartierklub hatte seine grandiose Saison mit der Qualifikation für den Final des Berner Cups (5. Liga bis 2. Liga regional) veredelt. Pech nur für die Stadtberner, dass sie im Endspiel in Oberdiessbach gegen das wohl talentierteste 2.-Ligateam der Berner Fussballgeschichte antreten mussten.

400 Challenge-League-Einsätze

Auch der FC Biel ist soeben aufgestiegen, wird nächste Saison die 2. Liga interregional aufmischen. Dabei soll diese Promotion nur ein erster Schritt zurück zu altem Glanz gewesen sein. Die Ambitionen im Seeland sind ein Jahr nach der Zwangsrelegation aus der Challenge League gross – zu Recht, wenn man die Kaderliste betrachtet.

Allein gegen Wyler standen mit Labinot Sheholli, Kastriot Sheholli, Kaua Safari und Ivo Zangger vier Akteure auf dem Platz, die zusammen beinahe 400 Mal in der Challenge League aufgelaufen sind.

Fast alle anderen Bieler Akteure spielten schon in der Promotion League oder in der 1. Liga. Entsprechend spielstark, stilsicher und überlegen traten die Seeländer im Cupfinal auf, sie bildeten auf diesem Niveau eine Übermacht, der Wyler praktisch nichts entgegen zu setzen hatte.

1:0 nach drei Minuten

Das Unheil aus Stadtberner Sicht nahm früh seinen Lauf. Nach drei Minuten zirkelte Kastriot Sheholli einen Freistoss ins linke obere Eck zum 1:0 für Biel. Wyler wehrte sich nach Kräften, fand aber nie auch nur im Ansatz taugliche Mittel, die spielerisch glänzenden Seeländer zu bedrängen.

Dass es zur Pause nur 2:0 für die Bieler stand, grenzte beinahe schon an ein Wunder, derart dominant traten sie auf. Erst in der zweiten Halbzeit, als die Kräfte von Wyler unter der gleissenden Sonne zusätzlich schwanden, netzten die Seeländer in regelmässigen Abständen ein, gewannen am Ende locker 6:0. Biel-Coach Kurt Baumann gefiel vorab die Tatsache, «wie sich das Team nach dem Aufstieg nochmals für dieses Cupfinal aufraffen konnte.»

Direkt für Schweizer Cup qualifiziert

Derweil sprach Captain Labinot Sheholli «von einer tollen Saison, in der wir alle unsere Ziele erreichen konnten» und ergänzte: «Nun wollen wir auch in der nächsten Saison in der 2. Liga interregional ganz vorne mitspielen und um den Aufstieg kämpfen.» Für die Akteure des FC Wyler bleibt der Trost des Aufstiegs in die 2. Liga regional.

Zudem sind die Stadtberner wie Cupsieger Biel direkt für den helvetischen Cup 2017/18 qualifiziert. Trainer Johan Berisha wünscht sich als Gegner in der ersten Runde niemand geringeres als die Young Boys. YB auf dem Sportplatz Wyler: das wäre ein weiteres Highlight im fussballverrückten Nordquartier. Selbst wenn sich die Wyler-Spieler dann wohl wieder die Hasen fühlen müssten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch