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YB will gegen den FCZ nächsten Steigerungslauf starten

Der Vizemeister empfängt den Meister – der souveräne Leader YB will gegen Zürich seine ausgezeichnete Position weiter verbessern. Trainer Vladimir Petkovic spricht von einem «Schlüsselspiel».

Jubel zum Saisonstart: Nach der bisher besten Super-League-Partie lassen sich die YB-Spieler und Trainer Vladimir Petkovic nach dem 3:2-Sieg in Zürich am 14. Juli feiern.
Jubel zum Saisonstart: Nach der bisher besten Super-League-Partie lassen sich die YB-Spieler und Trainer Vladimir Petkovic nach dem 3:2-Sieg in Zürich am 14. Juli feiern.
Keystone

Vielleicht ist es neben all den Schiedsrichterdebatten rund um die Young Boys zuletzt ein bisschen in Vergessenheit geraten, deshalb sei noch einmal daran erinnert: Respektable 22 Punkte hat YB im ersten Viertel der Saison geholt, und rechnet man das auf eine ganze Spielzeit hoch, kommt man auf den bisher in der Super League unerreichten Wert von 88 Zähler. Nur sehr wagemutige Zocker würden auf eine solche Punkteausbeute der Young Boys setzen, natürlich, doch einen stabilen Wegweiser, in welche Richtung es für sie in dieser Saison gehen soll, haben die Berner mit ihren ersten und schwungvollen und erfolgreichen Auftritten gesetzt. «Wir wollen Meister werden», sagt YB-Trainer Vladimir Petkovic auch vor dem Heimspiel gegen Zürich, das er in seiner rustikal-direkten Art als «Schlüsselspiel» bezeichnet – und anfügt: «vor allem für Zürich».

Rasantes Hinspiel in Zürich

Trotz der 0:3-Niederlage in der Meisterschaft zuletzt bei Xamax thront YB ja immer noch erhaben an der Tabellenspitze, sechs Punkte vor Luzern und sieben vor dem heutigen Gegner. «Verliert der FCZ gegen uns, liegt er wieder zehn Punkte hinter uns», rechnet Petkovic. Und folgert: «Das wäre schon eine sehr grosse Hypothek.» Der Trainer sieht im Meister aus Zürich den härtesten Konkurrenten im Titelkampf. «Der FCZ hat eine starke Mannschaft mit vielen herausragenden Einzelspielern, gerade in der Offensive.» Aber, mahnt Petkovic, man dürfe auch Basel und andere Teams nicht unterschätzen. «Mit einem weiteren Erfolg gegen Zürich können wir ein Zeichen setzen und, wie Anfang Saison, Selbstvertrauen holen.»

Am 14.Juli siegte YB zum Saisonstart beim FCZ 3:2, es war eine rasante Achterbahnfahrt (0:2, 2:2, 2:3) der Gefühle für alle Beteiligten. Und nach spektakulärer, intensiver und hektischer Begegnung blieb unter Beobachtern das frühe, aber bislang nicht widerlegte Fazit, möglicherweise bereits die beste Partie der Saison gesehen zu haben. Auch heute, auf Berner Kunstrasen, ist von den zahlreichen Künstlern auf beiden Seiten im Stade de Suisse beste Unterhaltung zu erwarten. «Das ist ein Team, das sich nie versteckt und auch auswärts stets die Offensive sucht», sagt Petkovic über den FCZ – und beschreibt damit gleichzeitig auch exakt seine eigene Philosophie.

Auf Ausrutscher reagieren

Nicht nur sportlich ist das Gipfeltreffen der zwei besten Schweizer Mannschaften der letzten Monate von erheblicher Brisanz – Vladimir Petkovic betont auch die «mentale Bedeutung» der heutigen Partie. «Wir müssen gegen Zürich beweisen, dass der schwache Auftritt von uns vor der Pause in Neuenburg nur ein einmaliger Ausrutscher war», sagt der YB-Trainer. «Am Mittwoch wollen wir wieder von Beginn an konzentriert und aggressiv agieren.»

Es kann schnell gehen im Fussball, in Bern weiss man das vermutlich noch ein wenig besser als anderswo, und mal wieder haben die Young Boys ja mit ihrem fantastischen Saisonstart eine zarte Euphorie lanciert, die jetzt auf dem harten Prüfstand steht. «Es war klar, dass irgendwann ein Rückschlag kommen wird», sagt Torhüter Marco Wölfli. «Jetzt haben wir gegen Xamax verloren und müssen gegen Zürich eine Reaktion zeigen.»

63 Punkte in 27 Partien

Gestern Abend waren rund 20'000 Tickets für das heutige Duell verkauft worden, vor stolzer Kulisse also wollen die Young Boys den nächsten Steigerungslauf starten. Im Jahr 2009 haben die Berner in 27 Partien imposante 63 Punkte gesammelt (im Schnitt 2,33) und damit das zweitbeste Team Zürich um 11 und den Dritten Basel um 17 Zähler distanziert. Allein: Titel holten zuletzt wieder einmal die anderen. «Es geht für uns gegen Zürich auch darum, einen Big Point zu holen», sagt Vladimir Petkovic. In dieser Disziplin besteht bei YB ja Steigerungsbedarf.

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