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YB-Torhüter Marco Wölfli: «Ich bin stolz, dabei zu sein»

Am Mittwoch trifft Marco Wölfli mit der Schweiz im WM-Testspiel in St.Gallen auf Uruguay. Der Torhüter spricht über YB und den Titelkampf, Alex Frei und Gilles Yapi – und über seine Nationalteam-Rolle sowie einen Transfer ins Ausland.

Im Nationalteam die Nummer 2: Marco Wölfli überzeugte im WM-Qualifikationsspiel gegen Israel (0:0).
Im Nationalteam die Nummer 2: Marco Wölfli überzeugte im WM-Qualifikationsspiel gegen Israel (0:0).
Keystone

Marco Wölfli, Sie dürften nach dem 2:1-Sieg gegen Zürich in bester Stimmung ins Schweizer Nationalteam eingerückt sein. Marco Wölfli: Ja, natürlich, das war ein grosser Sieg für uns. Wir haben nie aufgegeben und auch mit einem Spieler weniger nie den Glauben verloren. Das war eine fantastische Leistung, die beiden Tore kurz vor Schluss waren der Lohn. Aber wir haben noch nichts erreicht.

Die Ausgangslage im Titelrennen ist aber verlockend, zumal bei Basel mit Alex Frei der wichtigste Spieler fehlt. Wie sehen Sie das? Wir sind Leader, und wenn man nach 22 Spielen an der Spitze steht, will man auch am Ende oben sein. Ich habe mich überhaupt nicht gefreut, als ich von der Verletzung Freis hörte. Natürlich ist er für Basel sehr wertvoll. Aber eine Verletzung gönnt man keinem Spieler. Und der FCB hat ja immer noch viele gute Fussballer und ist ein starkes Team. Aber vor allem waren wir auch Erster, als sich Frei verletzte. Wir müssen auf uns schauen und unsere Aufgaben erledigen.

Bei YB sind Sie Captain und Führungsspieler. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Nationalteam, wo Sie hinter dem derzeit verletzten Diego Benaglio die Nummer 2 sind? Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3, das spielt keine grosse Rolle. Ich hoffe, dass ich bei der WM in Südafrika dabei sein darf. Und ich bin dankbar, wenn ich dem Nationalteam helfen kann, so wie beim 0:0 zum Schluss in der WM-Qualifikation gegen Israel. Ich bin stolz, dabei zu sein.

Wie eng ist denn der Kontakt mit Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld? Er gratuliert ab und zu per SMS, wenn die Leistungen gut waren, aber es ist nicht so, dass wir jeden Tag telefonieren.

Sie sind der einzige YB-Spieler in der Auswahl. Hat es Sie erstaunt, dass François Affolter und Alberto Regazzoni nicht aufgeboten wurden, obwohl in Abwehr und Sturm viele Akteure fehlen? Es ist nicht an mir, das Aufgebot für die Nationalmannschaft zu diskutieren. Affolter ist noch sehr jung, er wird ja erst 19 Jahre alt. Ihm gehört die Zukunft, er spielt bereits erstaunlich abgeklärt. Und Regazzoni ist in einer überragenden Verfassung. Er ist auch mental weiter als früher. Ich bin sicher, dass er ein Thema für die WM sein wird, wenn er weiterhin derart starke Leistungen zeigen wird wie zuletzt.

Wie sieht eigentlich Ihre Zukunftsplanung aus? Im Idealfall kommt erst der Titel mit YB, dann die WM-Teilnahme und im Sommer der Wechsel ins Ausland. Sie wissen, dass ich in dieser Beziehung ein eher langweiliger Interviewpartner bin (lacht). Jetzt kommt das Länderspiel am Mittwoch, dann spielen wir am Sonntag in Neuenburg gegen Xamax, das wird ein schwieriges Spiel. Es bringt nichts, zu weit in die Zukunft zu blicken. Und ich bin keiner, der einfach ins Ausland wechselt, damit er einmal im Ausland gewesen ist.

Falls YB Meister wird, lockt die Champions League. Könnte das ein Grund sein, zu bleiben? Auch daran denke ich nicht. Ich bin sicher, dass wir in dieser Saison so erfolgreich sind, weil wir eben nicht zu viel träumen. Es ist auch meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass keiner abhebt.

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