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YB-Trainer Petkovic: «Wir wollen einen Pokal»

In vier Tagen bestreitet YB den Starthit im St.-Jakob-Park gegen Basel. Mit einem Sieg kämen die Berner dem ersten Titel seit 24 Jahren einen grossen Schritt näher.

Das Medieninteresse am BSC Young Boys ist in den letzten sportlich erfolgreichen Monaten sprunghaft gestiegen. Gestern, als der Klub im Hinblick auf den bevorstehenden Rückrundenstart informierte, waren gegen 30 Print-, Radio- und Fernsehjournalisten zugegen. Sie lauschten den Ausführungen von Trainer Vladimir Petkovic, der sich selbstbewusst und kämpferisch gab. «Wir wollen einen Pokal», wiederholte er die Zielsetzung, die seitens der Vereinsleitung bereits vor dem Saisonstart deklariert wurde. Nach dem blamablen 1:4 gegen Lausanne-Sport im Cup bleibt nur noch ein Wettbewerb, in dem YB nach einem Titelbecher greifen kann. Das ist die Meisterschaft, wo sich die Berner nach der Hälfte des Programms in einer an und für sich komfortablen Lage befinden: Sie führen die Tabelle mit 7 Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger, den FC Basel, an. Mit einem Sieg im ersten Pflichtspiel 2010 könnten sie den Konkurrenten aus Basel gar um 10 Punkte distanzieren. Das Team sei zwar «noch nicht auf dem Top-Level»nach nicht einmal einem Monat Vorbereitungszeit, doch die Form reiche, um gegen den FCB mithalten zu können, so Petkovic.

Trotz der vorteilhaften Ausgangslage bleibt Basel für den schweizerisch-kroatischen Doppelbürger der Favorit Nummer eins: «wegen der Erfahrung und der Erfolge». Das sind Sätze, die der YB-Trainer primär aus taktischen Überlegungen öffentlich äussert. Er will damit etwas Druck von seiner Mannschaft wegnehmen, die letztes Jahr (Cupfinal) und 2008 (Finalissima gegen den FCB) zweimal ganz kurz vor der Ziellinie noch stolperte.

Petkovic hat im Trainingslager in Spanien viel mit den Spielern geredet. Auf die Frage, was besprochen worden sei, meinte er ausweichend: «über Taktisches und technische Dinge». In den Gesprächen dürfte es auch darum gegangen sein, wie die Spieler mit dem Druck umgehen, der in den nächsten Wochen und Monaten zweifellos noch zunehmen wird. Denn das Umfeld und die Anhängerschaft des BSC YB gibt sich in dieser Saison mit nichts weniger zufrieden als der Meisterschale. Alles andere als ein Titel wäre auch für ihn und seine Spieler «eine Enttäuschung», gibt Petkovic unumwunden zu.

Lingani mit besten Chancen

YB startet mit einem grossen Kader in die zweite Meisterschaftshälfte. 26 Spieler stehen Petkovic und seinem Assistenten Erminio Piserchia zur Verfügung. Von den drei Neuzuzügen Hassan Lingani, Giuseppe Morello und Henri Bienvenu darf sich der Erstgenannte die grössten Hoffnungen auf baldige Einsätze machen. Lingani habe gut gearbeitet und sei gewillt, Neues zu lernen, umschrieb Petkovic die Eindrücke, die er vom jungen Ivorer gewonnen hat. Ob der von Bastia gekommene Verteidiger jedoch schon jetzt so weit ist, um die Stammkräfte Affolter, Dudar und Mardassi zu verdrängen, liess der Übungsleiter offen.

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