Zwei Jahrzehnte für den FC Spiez

Marc Gerber vom FC Spiez spielt seit 19 Jahren in der ersten Mannschaft. «Er ist für die Jungen ein grosses Vorbild», sagt Coach Peter Kobel.

Der Dauerbrenner: Mit seiner Erfahrung ist Marc Gerber für den FC Spiez Gold wert.

Der Dauerbrenner: Mit seiner Erfahrung ist Marc Gerber für den FC Spiez Gold wert. Bild: Markus Grunder

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Als er 1998 den Schritt in die erste Mannschaft schafft, rechnet Marc Gerber kaum damit, dass er auch fast 20 Jahres später für den FC Spiez auf dem Platz stehen wird. Doch siehe da, am vergangenen Samstag bestritt der 35-jährige Gerber in der regionalen 2. Liga ein Derby für den FC Spiez gegen den FC Interlaken.

Als Gerber mit fünf Jahren von seinen Eltern in die Fussballschule gefahren wird, hat er eigentlich gar keine Lust kicken zu gehen. Nach dem ersten Training wird ihm aber klar, dass der Fussball ihn wohl noch lange begleiten wird. «Dass es dann gleich mehrere Jahrzehnte werden, damit hätte ich nicht gerechnet», sagt Gerber und lacht.

Der gebürtige Spiezer durchläuft die gesamte Juniorenabteilung des FCS, bis er Ende der neunziger Jahre den Schritt ins Aktivteam macht, 2001 wechselt er dann zu den Young Boys, die ihn in die U-20-Equipe holen. «Der Schritt zu YB war toll und hat mir viele wichtige Erfahrungen beschert.» Unter anderen spielte Gerber mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Marco Wölfli zusammen.

«Eine tolle Erfahrung»

Der Spiezer verletzte sich jedoch nach einem halben Jahr und fiel danach im zweiten aus. Doch Gerber sieht vor allem die positiven Seiten dieser schwierigen Zeit. «Ich durfte die Aufbauphase mit Thomas Reinmann (ehemals FC Thun) und dem ehemaligen Nationalspieler Johan Vonlanthen bestreiten.

Das war eine tolle Erfahrung», betont Gerber. Trotz eines neuen Angebots von YB entschied er sich in der Folge zu Spiez zurückzukehren. «Wenn ich ehrlich bin, hat mir damals auch der Biss gefehlt, um weiter zu machen», sagt Gerber und ergänzt: «Fussball ist nicht alles, ich führte ja damals schon ein Leben neben dem Platz», erklärt Gerber.

Viele Freundschaften

Gerber bereut den Schritt zurück zu Spiez keinesfalls. Nach seiner Zeit bei YB gab es auch andere Vereine, die den Oberländer gerne verpflichtet hätten. Darunter beispielsweise der FC Münsingen. Gerber blieb seinen Farben jedoch treu und wechselte nicht. «Dies wäre vielleicht etwas, was ich anders machen würde», erklärt Gerber rückblickend, dennoch möchte er keine Minute im Trikot der Spiezer missen.

«Für mich zählen nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern vor allem auch Freundschaften, die sich während meiner Karriere entwickelt haben.» Gerade diese Freundschaften seien aus- schlaggebend dafür gewesen, dass Gerber nicht schon vor 10 Jahren mit dem Fussball abschloss. «Ich wurde immer wieder von meinen Mannschaftskollegen ermutigt und aufgefordert weiter zu machen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum ich heute immer noch auf dem Platz stehe.»

Einer der Höhepunkte in Gerbers Zeit beim FC Spiez, war das Cup-Spiel zu Hause gegen YB im Jahre 2010. Doch auch Aufstiege wie zum Beispiel in die 2. Liga interregional gehören zu Gerbers Erfolgserlebnissen.

In all den Jahren, in denen Gerber nun bei Spiez spielt, habe es viele Hochs und Tiefs gegeben, er und der Verein seien sich jedoch immer treu geblieben. «Seit ich hier Fussball spiele, werden Eigenschaften wie Disziplin und Bodenständigkeit beim FCS ganz grossgeschrieben.»

Die Zukunft ist offen

Gerber möchte noch nicht ans Schmieden seiner Zukunftspläne denken. Die neue Spielzeit ist noch jung und sich schon Gedanken über den kommenden Sommer und seine sportliche Zukunft zu machen, sei für ihn noch zu früh.

In Spiez ist man froh, dass sich Gerber entschieden hat, zumindest in dieser Saison weiterzumachen. «Er ist für uns und speziell für die Jungen sehr wichtig und ein grosses Vorbild», betont Coach Kobel. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 12.09.2017, 12:28 Uhr

Spiez - Interlaken

Es war ein Auf und Ab im Derby der 2. Liga regional zwischen Spiez und Interlaken, in welchem Spiez den besseren Start erwischte und schon früh in Führung ging. Der FC Interlaken wusste sich zu wehren, glich aus und ging durch zwei Standards sogar zweimal in Führung.

In der 68. Minute holten die Spiezer einen erneuten Rückstand auf, und die Inter­lakner mussten am Ende sogar noch etwas Glück beanspruchen, als dem FC Spiez in einer heiklen Situation ein Elfmeter verwehrt blieb. So endete das spannende Oberländerderby mit einem 3:3-Unentschieden, was so in Ordnung ging. sei

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