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Auch der SC Bern spielt in der Königsklasse

Bern hat sein erstes Saisonziel erreicht und sich im Nürnberger Qualifikationsturnier das Ticket für die Champions League geholt.

Die Berner setzten sich auch gegen Kosice (Slk) durch (5:4) und wurden Gruppensieger.

Doppeltorschütze Ramzi Abid erzielte in der 53. Minute im Powerplay den Siegtreffer. Das gute Überzahlspiel (3 Treffer) gab letztlich den Ausschlag in der engen Partie, welche die Berner nach einem Nachlassen im Mitteldrittel beinahe noch aus der Hand gaben. Innerhalb von 31 Sekunden hatten die Berner bei Spielmitte einen 2:0-Führung aus der Hand gegeben. «In dieser Phase haben wir die Kontrolle etwas verloren», meinte Siegschütze Abid. «Aber wir traten in beiden Spielen als echtes Team auf. So setzten wir uns letztlich verdient durch.»

Jönköping und Espoo Blues als Gegner

Nach dem zweiten Berner Sieg - im Startspiel hatte sich der SCB gegen den Gastgeber 4:1 durchgesetzt - war bereits vor dem abschliessenden Spiel zwischen Nürnberg und Kosice klar, dass die Berner dieses Turnier für sich entscheiden werden. In den Gruppenspielen der neu ins Leben gerufenen «Königsklasse» trifft der SCB ab Anfang Oktober auf den schwedischen Meister HV71 Jönköping und den finnischen Playoff-Finalisten Espoo Blues.

Der Berner Mannschaft fiel nach der Partie ein Stein vom Herzen: «Wir wollten diesen Turniersieg und die Qualifikation unbedingt. Nun haben wir es geschafft und darüber sind wir sehr glücklich», fasste Abid zusammen. Bern hatte sich die Teilnahme am neuen europäischen Format bereits vor dem Beginn der Saison 2007/2008 zum Ziel gesetzt. Die Grundlage legten sie dann mit dem letztjährigen Qualifikationssieg, der gleichbedeutend mit der Teilnahme am Turnier in Nürnberg war.

Eine Woche vor dem ersten (Auswärts-)Spiel am Mittwoch, 8. Oktober in Schweden wartet auf die Berner jedoch noch ein weiterer Höhepunkt. In der heimischen PostFinance-Arena trifft der in der Meisterschaft noch ungeschlagene SCB am 30. September im Rahmen des Victoria Cup als erste Schweizer Equipe auf ein NHL-Team (New York Rangers).

Turbulente zwei Minuten

Gegen Kosice begann das Team von John van Boxmeer kontrolliert und schien die Partie nach den zwei Powerplaytoren durch den erneut starken Temporär-Ausländer Lee Goren (Ka/spielt ab dieser Woche für rund einen Monat in Zug) sowie durch Teamleader Christian Dubé locker im Griff zu haben. Doch der Eindruck täuschte, obwohl Kosice im ersten Drittel nur eine Torchance (16.) besass. Die aufsässigen Slowaken kehrten im zweiten Abschnitt zurück und glichen innerhalb von 31 Sekunden aus (28.). Und die neuerliche Führung der Berner durch Patrik Bärtschi eine Minute später hielt nur 20 Sekunden.

Die zwei turbulenten Minuten mit vier Treffern liessen den slowakischen Leader wieder an sich glauben. Nach dem 4:3 durch Ramzi Abid (36.) gelang Kosice in der 45. Minute erneut der Ausgleich. Der Treffer durch Doppeltorschütze Juraj Faith war umstritten (Schlittschuhtor?) und wurde erst nach Konsultation des Videos gegeben. Schliesslich setzte sich die Klasse der favorisierten und individuell klar besser besetzten Berner doch durch.

Zustupf in die Kasse

Die Qualifikation für die Champions League bringt dem SC Bern nicht nur (mindestens) vier weitere Spiele gegen europäische Spitzenklubs, sondern auch einen grossen finanziellen Zustupf. 300 000 Euro Antrittsgage erhält jeder Teilnehmer, 50 000 Euro zusätzlich pro Sieg. Der Sieger kassiert eine Million. Insgesamt ist der Wettbewerb mit zehn Millionen Euro dotiert.

si/fal

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