Zum Hauptinhalt springen

Beim SCL hat alles gepasst

Dem SC Langenthal gelingt ein durch und durch solider Auftritt in Olten. Beim fünften Derby haben die Gäste die Partie im Griff, dominieren und diktieren. Beim 5:2-Sieg hat alles funktioniert.

Die Langenthaler feiern: Stürmer Dario Kummer und Torschütze Claudio Cadonau bejubeln das 3:1.
Die Langenthaler feiern: Stürmer Dario Kummer und Torschütze Claudio Cadonau bejubeln das 3:1.
Leroy Ryser

Der EHC Olten befindet sich mitten im Jammertal. Die Gegner des SC Langenthal konnten gestern Abend im Derby nicht nur nicht überzeugen, sie enttäuschten sogar. Während Langenthal die Partie eindeutig im Griff hatte, das Spiel diktierte und dominierte, schien es, als würden die Oltner die Niederlage fast reaktionslos über sich ergehen lassen. Kein Aufbäumen, keine Emotionen und keine Reaktionen.

Einzig in der 30. Minute blitzte so etwas wie ein Wille zur Rückkehr ins Spiel auf, als Philipp Wüst mit einem Tunnel-Schuss gegen Marco Mathis das 1:2 erzielte und ein Gerangel rund um Philipp Rytz und Jiri Polansky entstand. Die folgende Überzahl blieb aber – wie mehrere zu Beginn des letzten Abschnittes – ungenutzt.

Damit aber nicht genug: Bei vier gegen vier erzielte Claudio Cadonau (33.) mit einem unverbesserbaren Weitschuss das 3:1 und fügte seinen Gegnern den sprichwörtlichen Genickbruch in diesem Spiel zu. «Der Moment war aus unserer Sicht gut für diesen Treffer. Es hat ihnen den Rhythmus genommen», erklärte Claudio Cadonau nach dem Spiel.

Und auch als Langenthal zu Beginn des dritten Abschnittes mehrfach in Unterzahl agieren musste, blieb Olten blass. Zwei Powerplays blieben ungenutzt, ehe Stefan Tschannen in der 50. Minute Kaltblütigkeit par excellence demonstrierte. Er wurde im Rückraum angespielt und hämmerte gegen den unglücklich agierenden Torhüter Matthias Mischler die Scheibe mitten aufs und somit auch ins Tor.

Wichtiges Kontertor

Gestartet hatte das Derby ungewohnt ruhig und zurückhaltend. Die Langenthaler schienen die Ruhe zu geniessen, konnten sie damit doch mehr Offensivzeit und Chancen verzeichnen. Selbst das 1:0 – ein Ablenker von Mike Völlmin nach einem Weitschuss – veränderte die Partie nur bedingt. Auf die Reaktion des in Rückstand liegenden EHCO warteten die 4700 Zuschauer vergebens.

Reaktion bleibt aus

Das 2:0 war dann ein wichtiger Treffer für den Fortschritt der Langenthaler, die damit die Partie noch deutlicher kontrollieren konnten. Christopher Bagnoud schoss Stefan Tschannen an der offensiven blauen Linie in die Füsse und leitete damit einen Bilderbuch-Konter ein. Tschannen täuschte in der gegenüberliegenden Offensive einen Pass auf sein Gegenüber Brent Kelly an, spielte die Scheibe aber in den Rückraum zu Campbell, der mit einem gut gezielten Schuss via Pfosten den Treffer erzielte.

Im letzten Abschnitt – Philipp Rytz hatte in der Zwischenzeit mit einem weiteren Weitschuss das 4:1 erzielt, Tschannen traf zum 5:1 und Leonelli verkürzte auf 5:2 – versuchte Trainer Maurizio Mansi alles. Schon in der 56. Minute nahm er Keeper Matthias Mischler aus dem Tor und agierte mit sechs Feldspielern. Genutzt hat es dem EHCO nichts, konnten weiterhin kaum Möglichkeiten kreiert werden.

So blieb es beim deutlichen und verdienten 5:2-Sieg der Langenthaler. Während Langenthals Jason O’Leary so sicher im Trainersattel sitzt wie selten zuvor, stellt sich in Olten die Frage, wie viel Geduld die Verantwortlichen nach der fünften Niederlage im achten Spiel mit Trainer Maurizio Mansi noch haben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch