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Der SCB wieder im Aufwind

Der Meister hat die Baisse überwunden. Nach dem 2:1-Heimsieg gegen Lugano gewannen die Berner auch im Tessin: Der 4:3-Erfolg gegen Ambri-Piotta stand allerdings erst nach der Verlängerung fest.

Eric Blum schoss den SCB mit seinem Overtime-Treffer zum Sieg.
Eric Blum schoss den SCB mit seinem Overtime-Treffer zum Sieg.
Keystone
Restlos zu überzeugen vermochte der SCB am Samstagabend im allerdings Tessin nicht.
Restlos zu überzeugen vermochte der SCB am Samstagabend im allerdings Tessin nicht.
Keystone
Am Ende ging aber dann doch der SC Bern als Sieger vom Eis.
Am Ende ging aber dann doch der SC Bern als Sieger vom Eis.
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«Das war ein gutes Spiel. Es gibt nichts zu kritisieren.» Kari Jalonen mochte nach dem 4:3 des SC Bern in Ambri nicht nörgeln. Auch dass sein Team dreimal eine Führung preisgegeben hatte, störte den finnischen Trainer nicht: «Das kann im Eishockey passieren.»

Der Coach hatte den Finnen Mika Pyörälä in der vierten Linie als Center zwischen Alain Berger und Gian-Andrea Randegger agieren lassen. «Diese Linie hat mir gut gefallen», lobte Jalonen. Dank dieser Massnahme waren die Linien ausgeglichener besetzt. Dadurch konnte der Energiehaushalt besser verteilt werden. Schliesslich hatten der Trip Anfang Woche nach Schweden und der Abnützungskampf gegen Lugano Kraft gekostet.

Bodenmanns Effort

Nach dem Ausscheiden aus der Champions Hockey League am Dienstag gegen Växjö hat der SCB am Freitag und Samstag zum ­Siegen zurückgefunden. «Das war wichtig, vor allem mental», hielt Simon Bodenmann fest. Der Stürmer hatte in der Leventina den Führungstreffer erzielt – sein 13. Saisontor war zugleich sein 100. Treffer in der höchsten Liga.

Das Jubiläumstor basierte auf einer Willensleistung. Zuerst wurde Bodenmann bei seinem Einsatz in der 11. Minute von einem Stock an der Lippe getroffen. Der Zürcher sank kurz zu ­Boden, raffte sich trotz der stark blutenden Wunde auf, stürmte entschlossen nach vorne und verwertete den Pass von Tristan Scherwey. Dass er dabei von Ambris Goalie Benjamin Conz noch unsanft gebremst wurde, passte ins Bild. «Vielleicht habe ich die Verletzung als Weckruf gebraucht», scherzte Bodenmann nach der Partie, betonte aber unverzüglich: «Es ist überhaupt nicht schlimm. Ich hatte Glück, die Zähne wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Wunde konnte mit zwei Stichen genäht werden.»

Bodenmann war auch am Siegestor nach 16 Sekunden in der Verlängerung massgeblich beteiligt. Der Stürmer lancierte Gaëtan Haas mustergültig, dieser passte zur Mitte, wo Eric Blum vollendete. «Eine Woche vorher war uns schon gegen Lausanne in der Verlängerung das entscheidende Tor gelungen. Nun erhielten wir vom Trainer erneut das Vertrauen – schön, dass es wieder geklappt hat», sagte Bodenmann. Er und Torschütze Blum wollten den sehenswerten Treffer allerdings nicht überbewerten. «Einstudiert war der Spielzug jedenfalls nicht. Wir haben einfach das Tempo und den Raum optimal ausgenützt», meinte Verteidiger Blum.

Blums Analyse

Dass der Leader letztlich nur mit zwei statt drei Punkten heimkehren musste, störte die Protagonisten nicht. Dreimal waren die Berner in der Valascia in Führung gegangen, dreimal fand Ambri eine Antwort. Zuerst schon 40 Sekunden nach Bodenmanns Führungstreffer durch einen Konter von Matt D’Agostini, später zweimal im Powerplay. «Klar, wenn man dreimal in Führung liegt, sollte auch ein Sieg nach 60 Minuten möglich sein», gestand Blum. «Aber Ambri zeigte wirklich eine gute Partie.»

Fünf von sechs Punkten aus den beiden ­Begegnungen gegen die Tessiner Vertreter bezeichnete der Interimscaptain deshalb als «gut». Für ihn war vor allem wichtig, dass alle im SCB-Team «die kleinen Sachen wieder richtig machten – ausser beim ersten Gegentreffer».

Die Resultatkrise mit vier knappen Niederlagen in Folge zu Beginn des Monats erachtet Blum jedenfalls als überwunden: «Wir mussten uns daran erinnern, wie viel Aufwand man leisten muss, um in dieser Liga erfolgreich zu sein. Der komfortable Vorsprung an der Tabellen­spitze hatte uns etwas bequem werden lassen. Aber jetzt haben alle wieder begriffen, worum es geht, deshalb stimmen automatisch auch die Resultate wieder.»

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