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Berner Premiere im dritten Anlauf?

Verliert der SCB auch das dritte Champions-League-Spiel (gegen HV71 Jönköping), kommt er als Halbfinalist nicht mehr in Frage. Teamleader Christian Dubé ist wieder einsatzbereit. Er sagt, das Spiel sei auch eine Frage der Ehre.

Zum Fasnachtsauftakt war gestern in der PostFinance-Arena närrisches Treiben angesagt: Im Rahmen einer Trainingslektion versuchte SCB-Trainer John Van Boxmeer, Journalisten in die Geheimnisse des Eishockeys einzuweihen. Heute wird es gleichenorts ernsthafter zu- und hergehen. Nach zwei Niederlagen trifft der SCB in seinem dritten Spiel in der Champions Hockey League auf HV71 Jönköping. «Dieser Auftritt ist auch eine Frage der Ehre», sagt Christian Dubé. Der Kanadier mit Schweizer Lizenz kehrt nach fast dreiwöchiger Pause und überstandener Gehirnerschütterung in die Mannschaft zurück. Klotens Stürmer Frédéric Rothen hatte den SCB-Spieler am 24.Oktober gegen den Kopf gecheckt und wurde mit einer Spielsperre belegt. Dubé sagt, das Foul hätte noch viel schlimmere Folgen haben können. «Es war ein Vorfall, wie man ihn nicht sehen will, wie er aber leider gelegentlich vorkommt.» Für ihn sei die Sache erledigt, zumal Rothen kein schmutziger Spieler sei und sich telefonisch entschuldigt habe.

Dubé erwartet, dass der SCB heute mehr Profil zeigt als beim Hinspiel in Schweden, als HV71 von A bis Z überlegen war und 6:2 siegte. «Dieses Spiel war furchtbar für uns. Wir standen im ersten Drittel neben den Schuhen und vermochten nicht zu reagieren. Nun liegt es an uns, zu zeigen, dass wir besser sind. Wir wollen die Champions League auf keinen Fall ohne Sieg abschliessen.» Trotz null Punkten aus zwei Begegnungen bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer: Theoretisch ist denkbar, dass der SCB noch zweimal siegt und nach Abschluss der Gruppenphase Bern, Espoo und Jönköping je sechs Punkte aufweisen. In diesem Fall würde sich das Team mit dem besten Torverhältnis die Teilnahme an den Halbfinals sichern.

Rund 5000 Zuschauer?

Auch Trainer Van Boxmeer erwartet «ein engeres Spiel als in Schweden». Es sei wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft, diesmal eine bessere Leistung zu zeigen. Obwohl im Vorverkauf weniger als 5000 Tickets verkauft wurden, geht es für den SCB um mehr als drei Punkte. Nach der überzeugenden Qualifikation für die Champions League in Nürnberg gelang es den Bernern bei den Aufeinandertreffen mit den New York Rangers (1:8 im Testspiel), Jönköping (2:6) und Espoo Blues (2:3) nicht mehr, auf internationaler Ebene den hohen Ansprüchen zu genügen.

Van Boxmeers Einsicht

Die Niederlagen warfen im SCB-Umfeld ziemlich hohe Wellen. Da wirkte auch nicht beruhigend, dass die Berner in der heimischen Liga die Rangliste anführen. Auch Van Boxmeer sieht Raum zur Steigerung. «Wir sind Erster, aber längst noch nicht dort, wo wir hinwollen.» Der Trainer hat Verständnis für die kritischen Töne und räumt ein, bei der Vorbereitung des Rangers-Spiels einen Fehler begangen zu haben. «Es war falsch, die Partie als willkommene Abwechslung und Erfahrung für alle Spieler zu betrachten. Heute würde ich nicht mehr so coachen, sondern das Resultat in den Vordergrund stellen.»

Premiere für Gelinas

Beim SCB fehlen die verletzten Patrik Bärtschi und Alex Chatelain. Zu seiner Premiere kommt Martin Gelinas. Der 38-jährige Kanadier, gestählt aus 1420 NHL-Einsätzen, hinterliess im Training einen guten Eindruck und brachte gesunde Härte in den Betrieb. «Er hat zwar seit April nicht mehr gespielt. Dennoch erwarte ich von ihm NHL-Intensität. Ich wäre jedenfalls sehr überrascht, wenn Gelinas mit seiner immensen Erfahrung das Team nicht besser machen würde», sagt Van Boxmeer.

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