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Bestmarke ist noch möglich

Holt der SC Langenthal aus den verbleibenden drei Qualifikationsspielen mindestens 7 Zähler, hat er den Punkterekord des EHC Biel übertroffen. Heute treffen die Oberaargauer auf Visp.

Langenthals Verteidiger Claudio Cadonau jubelt: In der noch laufenden Qualifikation hatte er oft Grund dazu.
Langenthals Verteidiger Claudio Cadonau jubelt: In der noch laufenden Qualifikation hatte er oft Grund dazu.
Marcel Bieri

Auch wenn die Qualifikation gewonnen ist, bleibt die Konzentration beim SC Langenthal hoch. Die Oberaargauer können noch einen Punkterekord in der NLB-Qualifikation aufstellen. Bereits jetzt weist der SCL mit 105 Zählern den zweithöchsten Wert auf. Biel kam in der Saison 2007/2008 mit 111 Punkten auf 6 Punkte mehr (Schnitt: 2,26). Der SC Langenthal hat jedoch derzeit den höheren Schnitt (2,33). Ajoie erreichte einst ebenfalls 105 Punkte, aber nach 50 Matches (Schnitt: 2,1). Mit mindestens 7 Zählern aus den Partien gegen Visp (h), Olten (a) und die Ticino Rockets (h) setzt sich der SCL an die Spitze.

Noch nicht geniessen

Über den Qualifikationssieg freut man sich in Langenthal zwar, das Hauptthema ist er aber nicht. «Wir haben das Thema bis letzten Freitag etwas beiseitegeschoben», sagt Geschäftsführer Gian Kämpf. Abgezeichnet hatte er sich schon länger. Jetzt, wo er feststeht, wird er aber nicht gefeiert. Jetzt gelte der Fokus in erster Linie den drei noch ausstehenden Spielen und den Playoffs.

Es ist der dritte grosse Erfolg des SC Langenthal, seit der Verein 2002 in die Nationalliga B zurückgekehrt ist: 2007 holte man bereits einmal den Qualifikationssieg, 2012 den NLB-Meistertitel und nun 2017 wieder den Qualifikationssieg. «Dieser Erfolg zeigt, dass wir ein Spitzenklub sind», sagt Kämpf. «Es freut uns, doch wir sind mitten in der Saison.»

Ziel wird nicht verändert

Muss das Ziel nun höhergesteckt werden? Bis jetzt wollte man die Halbfinals erreichen. «Nein, wir wollen jetzt vorerst die Viertelfinals überstehen», sagt Kämpf. Doch zunächst wollten er und sein Team die unmittelbar bevorstehenden Partien seriös bestreiten. Visp am heutigen Abend sei ein guter Prüfstein. Kämpf spricht von einem «Lehrblätz» aus der letzten Saison. Damals verletzte sich Captain Stefan Tschannen kurz vor den Playoffs. Und im Viertelfinal schied das Team trotz zweitem Rang in der Qualifikation nach sechs Spielen gegen Martigny aus.

«In den Playoffs gibt es für niemanden einen einfachen Gegner. Die Favoritenrolle ist bei uns, doch letzte Saison war der ZSC Erster und der SCB Achter», erinnert Gian Kämpf und Trainer Jason O’Leary macht deutlich: «Jedes Team, das die Playoffs erreicht, kann sie gewinnen. Das haben wir letzte Saison bei Ajoie gesehen. Das ist Anschauungsunterricht, der zeigt, dass kein Gegner unterschätzt werden darf.» Deshalb werde für die drei Spiele in dieser Woche nichts geändert. «Wir spielen so wie vorher, wir wollen gewinnen und ein paar Dinge für die Playoffs verfeinern», sagt Kämpf. Zu weit nach vorne schauen bringe ohnehin nichts.

Ergebnisse in Top 5 eng

Die Oberaargauer sind zudem der unmittelbaren Konkurrenz an der Spitze nicht derart überlegen, wie es die Tabelle derzeit aussehen lässt. Langenthal leistete sich gegen die schwächeren Teams der Liga kaum Ausrutscher. Gegen die Topequipen ist die Bilanz hingegen gut, aber nicht überragend. 1:3-Siege gegen den HC La Chaux-de-Fonds (Rang 2), 4:0 gegen die Rapperswil-Jona Lakers (Rang 3), 2:2 gegen Martigny (Rang 4) und 3:2 gegen den EHC Olten (Rang 5). Das entspricht 10:7 Siegen gegen die anderen Teams der Top 5.

Ein Selbstläufer würden die Halbfinals sicher nicht. «Auch gegen Thurgau wird es kein Selbstläufer», sagt Kämpf. Die Ostschweizer sind der wahrscheinliche Gegner im Viertelfinal. «Doch unser Fokus liegt jetzt erst mal auf den Aufgaben, die anstehen», sagt der Geschäftsführer des SC Langenthal.

Nationalliga B

Es sind alle Qualifikationssieger seit der Einführung der 3-Punkte-Regel aufgeführt. Vorher wurden nur 2 Punkte pro Spiel vergeben, und weniger Spieltage standen auf dem Programm, sodass vor der Saison 2006/2007 keine so hohen Werte erreicht wurden.

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