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Biel siegt dank mirakulöser Goalie-Leistung

Biel setzte sich im Strichkampf gegen Genf-Servette mit 1:0 durch. Einen grossen Abend zog auch der 41-jährige Langnauer Paul di Pietro gegen seinen Ex-Klub EV Zug ein.

Wichtiger Sieg: Biels Trainer Kevin Schläpfer konnte sich am Ende freuen.
Wichtiger Sieg: Biels Trainer Kevin Schläpfer konnte sich am Ende freuen.
Keystone

Der EHC Biel hat im Strichkampf einen wichtigen Sieg gefeiert. Die achtplatzierten Seeländer setzten sich gegen das zuvor punktgleiche Genève-Servette 1:0 durch.

Vor der Partie schienen die Vorteile auf Seiten der Genfer zu liegen. Während Servette mit vier Siegen in Serie überzeugt hatte, gewannen die Bieler im gleichen Zeitraum einzig am Freitagabend beim Tabellenletzten Rapperswil-Jona Lakers (3:1). Die Gäste dominierten denn auch das erste Drittel - das Schussverhältnis in den ersten 20 Minuten lautete 14:7 zugunsten der Genfer. Doch die Bieler gingen mit einer 1:0-Führung in die erste Pause; Clarence Kparghai traf 39 Sekunden vor der ersten Sirene im Powerplay mit einem nicht unhaltbar scheinenden Schuss. Kurz zuvor hatte der Verteidiger dem enteilten Rico Fata mit einem Hechtsprung mirakulös den Puck weggenommen und damit eine gute Chance für Servette verhindert.

Unbezwingbarer Berra

An diesen mangelte es den Genfern jedoch nicht, doch Reto Berra war bereits zum siebenten Mal in dieser Saison und zum 13. Mal insgesamt in der NLA unbezwingbar. Die spektakulärste seiner 35 Paraden gelang ihm in der 55. Minute, als er am Boden liegend mit dem Stock gegen Petr Vampola rettete. In der 38. Minute war Tony Salmelainen in Unterzahl alleine vor Berra gescheitert. «Wir spielten hinten sehr solid», sagte Kparghai. «Berra hat uns die Chance gegeben, dass ein Tor reicht.»

Servette hat nach dieser Partie wohl Albträume von Berra, brachten sie doch den Puck zum dritten Mal in dieser Spielzeit nicht am Nationalgoalie vorbei. Deshalb erlitten die Genfer die fünfte Niederlage im sechsten Saisonduell gegen Biel und verpassten es, erstmals in dieser Saison auf einem Playoff-Platz zu stehen.

Leidenschaftlicher di Pietro

Der EV Zug beendet das Berner Wochenende mit zwei Niederlagen in der Verlängerung. Dem 4:5 gegen Bern folgt am Samstag ein 3:4 in Langnau. Die Innerschweizer führten bis zur 38. Minute vermeintlich sicher 3:1. Andy Wozniewski glich den Rückstand früh mit einem (nicht unhaltbaren) Scharfschuss aus (9.), kurz vor Ende des Mitteldrittels beendete Björn Christen eine fast 1000-minütige persönliche Durststrecke und schliesslich erhöhte Fabian Schnyder nach einer Hochgeschwindigkeits-Kombination über Josh Holden und Topskorer Damien Brunner.

Ausgerechnet ein ehemaliger Zuger war aber mit dem Verdikt nicht einverstanden: Paul di Pietro zeigte, dass er von seiner Leidenschaft für das Eishockey überhaupt nichts eingebüsst hat. Der 41-Jährige eröffnete das Skore mit einem sehenswerten Hocheckschuss (8.) und setzte auch nachher viele Akzente. Erneut belohnt wurde der unverwüstliche "Päuli" in der 55. Minute, als er aus dem Slot heraus das 3:3 erzielte. In der Verlängerung sicherte Vojtech Polak seinen Farben nach 48 Sekunden den nicht unverdienten Zusatzpunkt.

Siegreiche Berner

Die restlichen Spiele: Der Tabellendritte Fribourg-Gotteron setzt sich bei Ambri-Piotta 2:1 nach Penaltyschiessen durch. Der SC Bern siegte dank seiner «Jungmannschaft» gegen Kloten mit 5:0. Der Vorsprung auf den Tabellennachbarn beträgt nun bei einem Spiel mehr sechs Punkte.

si/mrs

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