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Chancenplus kontra Finalerfahrung

Heute Dienstag (20 Uhr) treffen Langenthal und Rapperswil-Jona im entscheidenden siebten Playoff-Finalspiel aufeinander. Wir nennen Argumente für einen Erfolg des einen oder anderen Teams.

Einer von beiden nimmt heute Dienstag den Pokal im Empfang: Die beiden Captains Stefan Tschannen (Langenthal) ...
Einer von beiden nimmt heute Dienstag den Pokal im Empfang: Die beiden Captains Stefan Tschannen (Langenthal) ...
Marcel Bieri
... und Antonio Rizzello (Rapperswil-Jona).
... und Antonio Rizzello (Rapperswil-Jona).
David Baer
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3:3 Siege, 14:15 Tore. Im einen oder anderen Spiel der NLB-Finalserie zwischen Langenthal und Rapperswil-Jona war ein Team dem anderen überlegen. Im Verlauf der Serie glich sich aber alles aus. Als das Team von Trainer Jason O’Leary mit 0:2-Siegen zurücklag, genoss Langenthal nicht mehr viel Kredit.

Und als der SCL plötzlich mit 3:2 vorne lag, wurde das Momentum den Oberaargauern zugesprochen. Die Lakers verhinderten jedoch mit dem 3:1-Erfolg am Sonntag eine Langenthaler Meisterfeier in deren Stadion.

Das spricht für Langenthal

Das Chancenplus:Bisher hat der SC Langenthal mehr Aktivität vor dem gegnerischen Tor entfaltet. 214:186 lautet die Schussbilanz. Ein Chancenplus kann heute entscheidend sein.

Die Kondition:Die Oberaargauer scheinen konditionell leicht besser zu sein. «Wir verdienen den Titel», sagt Captain Stefan Tschannen. «Wir haben so hart gearbeitet wie kein anderes Team.» Im Schlussdrittel im sechsten Spiel schien Langenthal die besseren Beine zu haben, obwohl die Partie 1:3 verloren ging. Der SCL spielte jeweils mit vier Linien durch und sparte so gegenüber den Lakers Kraft.

Die Effizienz: Langenthal hat bereits bewiesen, dass es eine Überlegenheit auch zu einem positiven Ergebnis nützen kann. In Spiel 3 und 4 war der SCL das Team mit der geringeren Anzahl Schüsse, gewann aber das Spiel. Im fünften Duell dann lief alles optimal. Schussbilanz 38:23, Endstand 2:0. «So wie am Freitag müssen wir es machen», sagte Tschannen am Sonntag. «Wir können es besser als heute.»

Der Heimvorteil: Erinnerungen werden wach an den ersten NLB-Titel, den die Mannschaft gewinnen konnte. 2012 trat Langenthal zum sechsten Spiel daheim an. Immer wieder wurde die Equipe durch die Trommeln und den euphorischen Anhang nach vorne gepeitscht und gewann gegen Lausanne. Auch heute ist dies ein Vorteil. Tschannen: «Das ist unser Daheim, unsere Festung. Wir werden hart kämpfen.»

Das spricht für die Lakers

Die Effizienz:Das Effizienzargument kann auch zugunsten der Rapperswiler genannt werden. Bei zwei ihrer drei Siege verbuchte Langenthal mehr Schüsse. «Wer weniger Fehler begeht und kaltblütiger ist, gewinnt heute», sagt Captain Antonio Rizzello.

Die Erfahrung:Bei Langenthal stehen sechs Feldspieler im Kader, die 2012 zum Meisterteam gehörten. Die Lakers haben in der letzten Saison gegen Ajoie um den NLB-Titel gespielt, haben also mehr Spieler mit Finalerfahrung in ihren Reihen. Für Rizzello ist dies jedoch bedingt ein Vorteil für sein Team. «Die Tagesform entscheidet, wer hungriger vor dem Tor ist», sagt er.

Die lockende NLA:Zunächst geht es für die Lakers um den NLB-Titel. «Der Titel ist das primäre Ziel. Der Kopf ist ganz klar bei der Serie», sagt Rizzello. Freilich ist das Ziel der Rapperswiler, in dieser oder in der nächsten Saison in die NLA aufzusteigen. Die Spieler können sich mit einem Sieg gegen Langenthal den Sprung in die ­Ligaqualifikation bescheren, in welcher sie sich einen Arbeitsplatz in der höchsten Spielklasse erarbeiten können.

Das Momentum:Das gute alte Momentum. In dieser Finalserie wechselte es die Seiten bereits zweimal. Nach drei SCL-Siegen in Serie schaute es am Sonntag wieder beim SCRJ vorbei. Zu wem es sich schlägt und ihm zum Meistertitel verhilft, wird heute Dienstag in der Finalissima in Langenthal zu sehen sein.

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