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Dank ihm kann der SCB-Sportchef ruhig schlafen

Mit Philip Wüthrich wacht eine SCB-Ausleihe im Tor des Swiss-League-Finalisten SC Langenthal. Im Oberaargau spielt Wüthrich derzeit stark, so dass die Zukunft beim SCB ihm gehören dürfte.

Philip Wüthrich ist im Playoff-Final kaum zu bezwingen. Foto: Leroy Ryser
Philip Wüthrich ist im Playoff-Final kaum zu bezwingen. Foto: Leroy Ryser

Er ist ein Versprechen für die Zukunft des SC Bern: Gegen Langenthals Goalie Philip Wüthrich gehen dem HC La Chaux-de-Fonds die Ideen aus: Seit 137:15 Minuten – also seit fast sieben Dritteln – ist der Torhüter mittlerweile im Playoff-Final ungeschlagen.

Auf den zweiten Shutout in Serie angesprochen, bilanziert der 21-Jährige umgehend, dass seine Vorderleute stark auftreten und ihm die Arbeit leichtmachen. «Sie blocken Schüsse und machen es dem Gegner schwer.»

Die beiden Zu-null-Siege seien schön, «aber man kann auch fehlerfrei spielen und dennoch drei Gegentore kassieren». Ein Torhüter, der in einer Finalserie nach drei Spielen allerdings mit 98,17 Prozent Fangquote operiert, hat im Verlauf der Duelle einiges richtig gemacht.

Steigerungslauf

Der junge Berner ist von der Nummer 2 beim SC Langenthal zur Nummer 1 der Liga geworden. Er lernte schnell: Satte 16 Gegentore hatte Wüthrich noch im September in den Tests gegen Rapperswil (0:8), die SCL Tigers (fünf Tore beim 0:6 bis zum Goaliewechsel nach 40 Minuten) und den EHC Visp (6:3) in seinem Gehäuse willkommen geheissen.

Deshalb war in Langenthal klar: Marco Mathis, SCL-Meistergoalie von 2017, darf sich keinesfalls verletzen, ansonsten wäre die Saison im Viertelfinal schneller vorbei, als der EHC Kloten in der Lage wäre, drei gleichberechtigte Coachs auf die Trainerbank zu stellen.

Doch schon früh verletzte sich Mathis. Wüthrich, der früher oder später mit ein paar Einsätzen rechnete, parierte von Beginn an stark. Sportchef Marc Eichmann (SCL-Meistergoalie von 2012) brauchte sich nicht nach einem Mathis-Ersatz umzusehen, sondern sich bloss bei SCB-Sportchef Alex Chatelain (SCL-Meisterstürmer 2012) eine Wüthrich-Fixausleihe für nächste Saison zu sichern – dies ist möglich, da die Torhüterpositionen Nummer 1 und 2 bei den Stadtbernern in der kommenden Saison durch Pascal Caminada und Niklas Schlegel besetzt sind. Die Zukunft beim SCB dürfte Wüthrich gehören.

Beim SCB im Training

Statt ein paar gelegentlichen Qualifikationsspielen hat Wüth­rich nun knapp 75 Prozent der Meisterschaftsspiele bestritten. Wie in der laufenden Saison dürfte Wüthrich auch 2019/2020 verschiedentlich mit seinem Stammclub, dem SC Bern, trainieren. Mittelfristig ist die National League sein Ziel, die nordamerikanische NHL der Traum.

Der Fokus des KV-Absolventen liegt aber auf dem vierten Finalspiel von morgen Mittwoch. Der SCL führt in der Best-of-7-Serie mit 3:0 Siegen und kann morgen vor eigenem Anhang Swiss-League-Meister werden. Nervös sei er nicht, der Druck liege bei La Chaux-de-Fonds. Doch der Pokal soll morgen gewonnen werden: «Das ist das Ziel. Wir geben nicht freiwillig einen Sieg her.»

Er macht den Unterschied

Dass der SCL in einer derart komfortablen Situation ist, hat er vor allem Wüthrich zu verdanken. Denn über die drei Spiele gesehen hat La Chaux-de-Fonds mehr auf das Tor geschossen – 109:87 Schüsse. Doch die Tor­ausbeute nach 181:28 Minuten lautet 8:2 für Langenthal.

«Das Vertrauen zu den Mitspielern ist gross. Wenn einer einen Fehler macht, bügeln die anderen diesen wieder aus», nennt Wüthrich den Schlüssel zum Erfolg. Noch ein Sieg fehlt zum Titelgewinn. «Dieser war schon vor der Saison das Ziel. Unser Wille ist unglaublich.»

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