Das Bruderduell

Zweimal trifft der SC Langenthal in den letzten neun Runden auf die EVZ Academy.

SCL-Stürmer Fabio Kläy (links) und sein Bruder Reto.

SCL-Stürmer Fabio Kläy (links) und sein Bruder Reto.

(Bild: Daniel Gerber)

Mit sechs Siegen aus sieben Spielen steht der SC Langenthal in der Tabelle an der Schwelle zu den Positionen, die Heimrecht im Playoff-Viertelfinal gewähren. In den neun letzten Runden warten auf die Mannschaft von Trainer Jeff Campbell gleich sechs Gegner, die hinter dem eigenen Team klassiert sind – darunter gleich zweimal die EVZ Academy. 22,2 Prozent der noch möglichen Punkte warten also in den beiden Begegnungen mit dem Farmteam des EVZ auf einen ­Abnehmer.

Kläy versus Kläy

In diesen beiden Begegnungen wird es auch zum Bruderduell zwischen Fabio und Reto Kläy kommen, welche beide die Seiten gewechselt haben: Der heutige EVZ-Academy-Sportchef Reto Kläy (41) trug 227 NLB-Spiele für den SC Langenthal aus, er verpflichtete den heutigen Trainer Jeff Campbell sowie Brent Kelly in einer Überraschungsaktion vom EHC Olten und führte den SCL zum ersten Meistertitel in der zweithöchsten Spielklasse. Ehe er zum EV Zug als Sportchef zog und 2019 mit dem Cup-Triumph den ersten Titel nach über 20 Jahren in die Zentralschweiz holte.

Sein Bruder Fabio Kläy (25) wechselte nach drei Jahren in einer Junioren-Liga in Nordamerika für drei Jahre zur EVZ Academy, wo er zuletzt als Captain amtete. Auf diese Saison hin stiess er zum SC Langenthal, mit welchem er bereits 2017 nach dem Saisonende der Academy auf Leihbasis mitwirkte und damals prompt den zweiten von mittlerweile drei Swiss-League-Titeln holte.

«Es ist immer schwer»

«Sie wollen in die Playoffs kommen», weiss SCL-Stürmer Fabio Kläy aus eigener Erfahrung. «Aber wir wollen unbedingt gewinnen und uns das Heimrecht sichern, gerade nach der Niederlage bei ihnen.» Mit dem eigenen Publikum im Rücken spiele es sich besser.

«Gegen die Academy ist es aber immer schwer. Bei ihnen ist nicht eine riesige Stimmung, daher müssen wir die Energie immer selbst etwas aufbauen. Aber um das Heimrecht zu gewinnen, müssen wir sie zweimal besiegen.»

Gegen Langenthal sei die Academy jeweils heiss, weiss er noch aus eigener Erfahrung: «Langenthal ist der amtierende Meister. Man will sich mit diesen Clubs messen, manche wollen sich auch zeigen, um einmal selbst da zu spielen.» Er studiere zwar nicht daran ­herum, dass sein Bruder auch Sportchef der EVZ-Academy sei, «aber wenn man den Bruder besiegen kann, ist das doch immer schön?», lacht er.

Gespräch mit dem Bruder

Normalerweise hoffe er, dass Langenthal punktet, sagt Reto Kläy. Ausser heute Abend: «Unsere Playoff-Chance ist nur noch klein. Wichtig ist, dass wir die Zähler für die Platzierungsrunde holen, das ist das Wichtigste. Es kommt nicht auf den Gegner an, es wäre falsch, sich zu stark darauf einzustellen.»

Gerade am vergangenen Sonntag habe er mit seinem Bruder gesprochen, «aber es ging nicht um Hockey.» Speziell sei die Affiche aber dennoch, «wenn der eine und andere, zu dem man einen besonderen Bezug hat, in einer anderen Rolle ist. Es ist immer schön, nach Langenthal zurückzukehren.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...