«Das ist sicher ungenügend»

SCB-Captain Simon Moser beklagt nach dem 0:3 gegen Zug die Ineffizienz im Powerplay.

SCB-Captain Simon Moser. (Archivbild)

SCB-Captain Simon Moser. (Archivbild)

(Bild: Raphael Moser)

0:3 im Spitzenkampf gegen Zug. Weshalb reichte es nicht zum Sieg?
Die Partie war ausgeglichen, aber wir schossen keine Tore. Vor allem im Powerplay nutzten wir unsere Möglichkeiten nicht aus. Die Zuger hingegen schossen das erste Tor in Überzahl, sie waren insgesamt etwas effizienter. Das war entscheidend.

Die Scheibe schien im Powerplay gut zu laufen, hochkarätige Chancen resultierten aber sehr wenige. Weshalb?
Um diese Frage abschliessend zu beantworten, müsste ich mir das zuerst im Detail ansehen. Was ich aber schon sagen kann: Wir waren etwas zu statisch, zu viele unserer Schüsse gingen daneben oder wurden geblockt, daher konnten wir zu wenige Rebounds erzwingen. Am Ende wurde es etwas besser, aber: Kein Tor bei so vielen Powerplay-Möglichkeiten, das ist sicher ungenügend.

Der SCB gewinnt meistens dank starken Leistungen in der Defensive, Tore schiesst er aber für ein Spitzenteam nur wenige. Woran liegt das?
Es ist merkwürdig: Es gelingt meistens nur einer Sturmlinie, Akzente zu setzen. Eine Zeit lang war das unsere Linie gewesen, zuletzt jene von Gaëtan Haas, bei der gegen Zug Tristan Scherwey früh ausfiel. Es darf nicht sein, dass immer nur eine Linie heiss ist. Wir müssen es hinkriegen, dass alle vier Linien gefährlich sind.

Zumindest zwei Drittel lang war die Intensität sehr hoch. War der Match gegen Zug ein Vorgeschmack auf die Playoffs?
Ja, es war wirklich ein gutes Spiel und daher ein Vorgeschmack auf die Playoffs: Es wurde hart gekämpft, die Checks wurden fertiggemacht, es war hitzig. Leider waren die Zuger kaltblütiger als wir.

Vorentscheidend war der erste Treffer. Sie hatten in dieser Szene keinen Stock.
Jener von Beat Gerber brach, deshalb gab ich ihm meinen.

Beim 1:0 kam einiges an Pech zusammen, Dario Simion lenkte den Puck mit dem Fuss ins Netz.
Das stimmt, aber du musst eben auch solche Tore machen. Die Zuger gingen vors Tor und sorgten für Ablenker – das hat bei uns im Powerplay gefehlt.

Vor der Saison hatte man den EV Zug nicht als Leader erwartet. Was zeichnet die Mannschaft aus?
Die Zuger spielen sehr solid, sie machen wenig Fehler, die Verteidiger sind im Umgang mit der Scheibe ruhig und lancieren die Stürmer gut. Und vorne setzen die kleinen, wendigen Angreifer die gegnerischen Verteidiger unter Druck. Zudem ist das Powerplay gut. (ädu)

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt