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Das Playoff hat seinen Preis

Zahltag für die Spieler – die Playoff-Prämien könnten bei den SCL Tigers für rote Zahlen sorgen. Es ist ein Luxusproblem.

Philipp Rindlisbacher
Harri Pesonen kann sich auf einen Zustupf freuen.
Harri Pesonen kann sich auf einen Zustupf freuen.
Raphael Moser

Die SCL Tigers und das Playoff – es bleibt tatsächlich nicht beim einmaligen Ausrutscher. Acht Jahre sind vergangen seit Langnaus Premiere im Zirkel der Top 8, und nicht nur Trainer, Sportchef, Geschäftsführer und Stadion sind neu, vor allem die Einstellung ist eine andere. Hatten die Emmentaler 2011 nach der Playoff-Qualifikation quasi eine Dauerparty veranstaltet, mal in grünen Trikots gespielt, sich zu dieser und jener Aktion verleiten lassen und den Fokus aufs Wesentliche verloren, so gilt heute: Grün im Teletext ist gut und recht, erreicht aber ist erst ein Zwischenziel.

Nur im überschaubaren Rahmen werden die Tigers mit Sondermassnahmen versuchen, aus dem Erfolg Profit zu schlagen. Dieser hat seinen Preis: Jeder Spieler erhält eine Prämie, sie beläuft sich auf schätzungsweise fünf Prozent des Jahreslohns. Wenngleich in Langnau vergleichsweise vernünftige Saläre bezahlt werden, dürfte übers ganze Kader hinweg ein (eher tiefer) sechsstelliger Betrag zusammenkommen. Geschäftsführer Peter Müller mag sich nicht zu Zahlen äussern; er meint nur, die Prämien würden die Zusatzeinnahmen von Sponsoren überschreiten.

Prämien nicht budgetiert

Extraausgaben hin oder her, die Playoff-Qualifikation ist für Langnau von hohem Wert. Die Marke SCL Tigers gewinnt an Attraktivität, was sich in Verhandlungen mit Spielern und Partnern vorteilhaft auswirken könnte. Mit der Firma Doetsch Grether hat ein Hauptsponsor sein Engagement auf Ende Saison hin gekündigt.

Auch wenn die Prämien nicht budgetiert worden sind, werden sie den Verein nicht aus der Bahn werfen. Noch im vergangenen Winter hatte es geheissen, Langnau sei wegen der erfolgsabhängigen Verträge gar nicht sonderlich erpicht aufs Playoff, was gemäss Müller «natürlich völliger Unsinn» war. Müller war 2015 zum Verein gestossen, seither wurden stets schwarze Zahlen geschrieben, sogar in der NLB.

Es könnte dieses Jahr anders sein: Auch weil im Kader von Saisonbeginn an fünf Ausländer figurierten, wird die Rechnung wohl nicht ganz aufgehen, sollten die Tigers im Playoff nur zwei Heimspiele austragen dürfen. Pro weiteren Auftritt in der Ilfishalle aber könnte Langnau rund 80'000 Franken verdienen.

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