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Debakel für den HC Davos

Der HCD verliert 1:3 gegen Turku und muss sich aus dem Spengler-Cup verabschieden.

An ihm lag es nicht: Auch der sichere Rückhalt Sandro Aeschlimann konnte die 1:3-Niederlage und das Ausscheiden aus dem Spengler-Cup nicht verhindern.
An ihm lag es nicht: Auch der sichere Rückhalt Sandro Aeschlimann konnte die 1:3-Niederlage und das Ausscheiden aus dem Spengler-Cup nicht verhindern.
Melanie Duchene, Keystone
Kurzer Jubel: Frehner brachte die Bündner in der 9. Minute in Führung.
Kurzer Jubel: Frehner brachte die Bündner in der 9. Minute in Führung.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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“Wir haben alles auf eine Karte gesetzt, wollten um den Turniersieg spielen und sind gescheitert. Jetzt müssen wir hinstehen, daraus lernen und uns im nächsten Jahr rehabilitieren”, erklärte HCD-Sportchef Raeto Raffainer, nachdem das vorzeitige Out des Gastgebers am 93. Spengler-Cup amtlich war.

Er und sein Trainer Christian Wohlwend hatten am Samstag für Aufruhr gesorgt, weil sie gegen das Team Canada (1:5) ihre drei Ausländer Magnus Nygren, Mattias Tedenby und Aaron Palushaj sowie die drei Verstärkungsspieler Harri Pesonen, Casey Wellman und Danny Kristo schonten. Um so mit dem bestmöglichen Energielevel in den Viertelfinal gegen Turku steigen zu können. Viele Zuschauer fühlten sich dadurch verschaukelt. Raffainer sagt nun: “Wir haben alles probiert und alles verloren. Jetzt gilt es nicht nach Ausreden zu suchen, sondern den Kopf hinzuhalten. Ich verstehe, wenn viele Leute nicht begeistert sind. Wir haben als Mannschaft und Organisation einen schlechten Spengler-Cup abgeliefert.”

Der HCD hat sich verzockt

Dabei schien es zunächst so, als könnte die HCD-Zockerei aufgehen. Yannick Frehner brachte Davos nach einer feinen Einzelleistung (9.) in Führung. Aber Turku konnte darauf mit dem 1:1 durch Lauri Pajuniemi antworten (16.). Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie und ausgerechnet als die Davoser im Schlussdrittel begannen, aufs Gaspedal zu drücken, liefen sie in einen Konter, den Turkus Joel Janatuinen mit dem 2:1 abschloss (49.). Und als vier Minuten vor Schluss Janatuinen erneut traf, war der Mist für den HCD definitiv geführt. Eine unglückliche Figur gab bei der Niederlage Verteidiger Lorenz Kienzle ab, der sowohl am 1:1 wie auch am 1:2 mitschuldig war.

Aber er war nicht der Einzige, der enttäuschte. Von den sechs ausländischen Spielern, die Tags zuvor geschont wurden, kam übrigens keiner auf Touren. Von Vollgas-Hockey mit frischen Beinen war nichts zu sehen. Der HCD-Poker wurde so richtig zum Rohrkrepierer. Und so werden Raffainer und Wohlwend nun noch einige unangenehme Fragen beantworten müssen. Drei Niederlagen, ein Torverhältnis von 3:12 und dann noch das Rumpfteam-Theater beim Spiel gegen das Team Canada - so stellen sich das OK, das Publikum und auch die Sponsoren das Gastgeberteam definitiv nicht vor.

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

TPS Turku - Davos 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) 6036 Zuschauer. - SR Lemelin/Romasko (USA/RUS), Kaderli/Nikulainen (SUI/FIN).Tore: 9. Frehner (Nygren, Meyer) 0:1. 16. Pajuniemi (Parssinen) 1:1. 49. Janatuinen (Wirtanen, Tirronen!) 2:1. 56. Janatuinen (Karvonen) 3:1.Strafen: 2mal 2 Minuten gegen TPS Turku, 3mal 2 Minuten gegen Davos.TPS Turku: Tirronen; Piskula, Olsson; Viro, Larsson; Salonen, Sund; Windlert, Kuru; Budish, Filppula, Korpikoski; Janatuinen, Wirtanen, Pyythia; Nurmi, Parssinen, Pajuniemi; Suoranta, Karvonen, Holm.Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Rantakari, Stoop; Kienzle; Marc Wieser, Corvi, Pesonen; Kristo, Ambühl, Tedenby; Baumgartner, Wellman, Palushaj; Herzog, Marc Aeschlimann, Frehner; Meyer.Bemerkungen: Davos ohne Hischier, Paschoud, Lindgren, Bader und Dino Wieser (alle verletzt) sowie Kessler, Heinen und Barandun (alle überzählig). - Pfosten: 41. Korpikoski. - Davos ab 57:41 bis 58:21 sowie ab 58:48 ohne Torhüter.

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