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Der EHC Biel demütigt den SC Bern

Pleiten, Pech, Pannen und Disziplinlosigkeiten haben den gestrigen Auftritt des SC Bern beim EHC Biel geprägt. Der Aussenseiter, angetrieben von Bordeleau, demütigte die Mannschaft von Larry Huras mit einem 8:4-Erfolg.

Verkehrte Welt in Biel: Der krasse Aussenseiter aus dem Seeland setzte sich gegen den grossen Favoriten aus Bern deutlich durch.
Verkehrte Welt in Biel: Der krasse Aussenseiter aus dem Seeland setzte sich gegen den grossen Favoriten aus Bern deutlich durch.
Keystone

Die Umgebung kann Wunder wirken. Vor zehn Tagen hatte der EHC Biel in der PostFinance-Arena wie das viel zitierte Kaninchen vor der Schlange gewirkt. Der SC Bern konnte damals beinahe nach Belieben schalten und walten – das 5:0 war die logische Folge. Gestern Abend gingen die Seeländer im einheimischen Eisstadion mit viel mehr Feuer ans Werk. Die Gastgeber agierten vom ersten Bully an mit grosser Intensität.

Den Stadtbernern, deren Absenzenliste durch den erkrankten Andreas Hänni verlängert wurde, scheint die Luft in der 1972 gebauten Arena hingegen nicht zu bekommen. Schon im vergangenen Winter hatten sie gegen den Kantonsrivalen zweimal 1:6 verloren, und auch gestern zeigten sie eine desolate Leistung. Hatte die Equipe von Larry Huras in den ersten fünf Partien noch durch aussergewöhnliche Disziplin geglänzt, verliess sie gestern den Weg der Tugend. In der 9.Minute ermöglichte David Jobin mit seinem bereits zweiten haarsträubenden Fehlpass in der eigenen Zone den Bielern das Führungstor durch Kevin Lötscher.

Fehlpässe und Strafen

Jobin war freilich längst nicht der Einzige, der sich Aussetzer leistete. Beat Gerber wurde wegen Spielverzögerung auf die Strafbank beordert, weil er den Puck ohne Not über die Bande spediert hatte. In Überzahl fing Sébastien Bordeleau einen missglückten Befreiungsschlag ab, bediente Thomas Nüssli, der für Rico Fata auflegte – 2:0.

Doch der Pleiten, Pech, Pannen und Disziplinlosigkeiten nicht genug: Die Gäste kassierten eine weitere Strafe wegen Spielverzögerung und eine wegen eines inkorrekten Spielerwechsels. Zudem war der erste SCB-Treffer inkorrekt, weil die Besucher kurzfristig einen Mann zu viel auf dem Eis hatten. Doch das war letztlich nur eine Randnotiz. Kurz vor der zweiten Pause verschuldete Travis Roche das vierte Gegentor, indem er in Überzahl lässig Nüssli umkurven wollte, die Scheibe verlor und dem Bieler einen Konter ermöglichte. Dann liess sich auch noch der oft allein gelassene Marco Bührer von seinen Teamkollegen anstecken. Beim 5:2 für Biel stand der Goalie Pate.

Bordeleau gut aufgelegt

Weil die beherzt kämpfenden Seeländer nur über beschränkte Klasse verfügen und alles andere als stabil sind, wäre trotz dieser Fehler die Wende möglich gewesen. Doch nachdem Lubos Bartecko und Etienne Froidevaux den SCB auf 4:5 herangebracht hatten, brachten sich die Besucher mit Strafen um die Chance, die Aufholjagd zu vollenden. Der überragende Bordeleau traf gegen seine ehemaligen Mitspieler in Überzahl zum 6:4. Kurz darauf war der Franko-Kanadier der Ursprung des 7:4: Bully Bordeleau, Goal Richard Jackman – innert vier Sekunden hatte der EHCB eine Strafe Simon Gamaches ausgenutzt. Das 4:8 müsste für die Betroffenen als Warnschuss wirken. Beim SCB dürfte alles daran gesetzt werden, den Weg der Tugend wieder einzuschlagen.

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