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Der HC Ajoie schreibt weiter an seinem Märchen

Der EHC Biel verliert im Cup-Halbfinal gegen den zweitklassigen HC Ajoie. Der NLB-Leader bezwingt damit bereits das dritte NLA-Team im laufenden Wettbewerb.

mob
In Pruntrut herrscht grenzenlose Freude.
In Pruntrut herrscht grenzenlose Freude.
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Der Cup hat keine Tradition, entsprechend fehlt es ihm an Stellenwert – sagen die einen. Ein Erfolg in diesem Wettbewerb hat wenig Gewicht – behaupten die anderen. Eines eint die Kritiker des Pokalwettbewerbs: Sie stammen nicht aus dem Kanton Jura, und schon gar nicht aus Pruntrut. Denn an diesem Sonntagabend liegt sich in der Patinoire Voyeboeuf so ziemlich alles in den Armen, das Schwarz und Gelb trägt.

Eben hat der HC Ajoie seinem Märchen ein weiteres Kapitel hinzugefügt. 4:3 bezwingt das Team aus der Swiss League den oberklassigen EHC Biel. Es handelt sich in der laufenden Cup-Kampagne um den dritten Sieg über eine Spitzenmannschaft aus der National League: Vor Biel bezwangen die Ajoulots bereits Lausanne und die ZSC Lions.

Kein Final in Pruntrut

Ajoie gegen Biel, das war in den Nullerjahren eine grosse Rivalität in der NLB. Weshalb sich Jurassier wie Seeländer freuten, als sie einander für den Cup-Halbfinal zugelost wurden.

Und die Zuschauer kommen von Beginn weg voll auf ihre Kosten, wegen Renovationsarbeiten an der Halle sind es nur 2500. Biel legt durch Toni Rajala und Luca Cunti vor, Ajoie gleicht noch im ersten Drittel durch Jonathan Hazen und Mathias Joggi aus. Natürlich Hazen – der Kanadier bildet mit Philip-Michaël Devos ein kongeniales Duo.

Mit zusammengezählt 117 Punkten führen die beiden die Skorerliste in der Swiss League mit grossem Vorsprung an. Und sie sind auch im Cup-Halbfinal das Herz des HCA. Ein Klassenunterschied jedenfalls ist nicht erkennbar. Zwar geht Biel durch Mike Künzle nochmals in Führung, aber Hazen gleicht wieder aus.

Und mit dem 4:3 (50.) löst Nicolas Thibaudeau in der Ajoie ein kleineres Erdbeben aus. Einziger Makel dabei: Unmittelbar vor dem Tor wurde Biels Samuel Kreis gefoult, die Schiedsrichter entschieden auf Schwalbe – es ist ein Fehlentscheid. Das soll die Leistung der Jurassier nicht schmälern, zumal sie den Vorsprung mit leidenschaftlichem Einsatz über die Zeit bringen.

Somit trifft Ajoie am 2. Februar im Final auf Davos, das Rapperswil-Jona 4:1 bezwang. Nur kann es von seinem Heimrecht nicht Gebrauch machen. Weil die Patinoire Voyeboeuf die Standards nicht erfüllt, sucht der Verband nun zusammen mit dem Club nach einem alternativen Standort.

Beim EHC Biel ist derweil Wunden lecken angesagt. Nach der Niederlage gegen Frölunda im Viertelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League – die Bieler waren bis 151 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit für den Halbfinal qualifiziert – verlieren sie auch die zweite «Alles-oder-nichts-Partie» innert einer Woche.

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