Der Leaderthron lockt

Die SCL Tigers fordern heute Freitag (19.45 Uhr) Zug im Spitzenkampf heraus.

Bleibt ein Tiger: Verteidiger Samuel Erni.

Bleibt ein Tiger: Verteidiger Samuel Erni.

(Bild: Raphael Moser)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Im Emmental ereignet sich in diesen Tagen durchaus Historisches. Heute Freitag empfangen die SCL Tigers den EV Zug, es handelt sich um das Gipfeltreffen in der National League. Und: Siegen die Langnauer, stehen sie auf Platz 1. Die Direktbeteiligten allerdings sind darum bemüht, diesen Fakt möglichst kleinzureden. «Die Tabelle sollte man im Moment nicht anschauen», meint jedenfalls Samuel Erni. «Zwischen dem Leader und Rang zehn liegen nur acht Zähler, das sagt eigentlich alles. Aber: Wir sind auf einem guten Weg.»

38 von 63 möglichen Punkten haben die SCL Tigers in dieser Saison gewonnen. Nie seit Einführung der Dreipunkteregel im Schweizer Eishockey auf die Saison 2006/07 hin war die Ausbeute der Langnauer nach 21 Runden grösser gewesen – und nie waren sie zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft in der Tabelle so weit vorne klassiert. «Wir sind konstanter geworden, und wir haben schon in der Vorbereitung gesehen, dass es funktionieren kann, wenn alle am selben Strick ziehen», sagt Erni.

Der Verteidiger hat am Donnerstag wie von dieser Zeitung angekündigt seinen Vertrag um zwei weitere Saisons verlängert. Seit letztem Jahr spielt der 27-Jährige in Langnau, er hat sich zur wichtigen Stütze in der Defensive entwickelt. «Mir gefällt es sensationell im Team», sagt er. Deshalb habe er seinen Agenten von Anfang an wissen lassen, dass er in Langnau bleiben wolle. Einen wichtigen Faktor bei diesem Entscheid hat ohne Zweifel Tigers-Coach Heinz Ehlers gespielt: «Ich bin seinetwegen nach Langnau gekommen, um mich weiterzuentwickeln, und es passt nach wie vor.»

Am Freitagabend trifft Erni übrigens auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. Nach wie vor pflegt er Kontakt zu den früheren Teamkollegen, und vor Duellen mit ihnen wird beidseits mit Sprüchen nicht gegeizt. Wobei Erni im Moment diesbezüglich das Nachsehen hat – allerdings nicht der SCL Tigers wegen. Mit einigen Zug-Spielern hat er eine Whatsapp-Gruppe gegründet, sie vereint Fans von Bayern München und Dortmund, und Erni zählt sich zum Lager des kriselnden deutschen Rekordmeisters.

Berner Zeitung

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