Der SC Langenthal will gegen die Lions reagieren

Der SC Langenthal ist nicht wie gewünscht in die Saison gestartet. Verbesserungen werden schon heute Samstag gegen die GCK Lions (17.30 Uhr, Schoren) angestrebt.

Langenthals Marc Kämpf (links)?fordert von seinem Team mehr Tempo.

Langenthals Marc Kämpf (links)?fordert von seinem Team mehr Tempo.

(Bild: Marcel Bieri)

Nach vier Spielen hat der SC Langenthal sechs Punkte auf dem Konto. Damit haben die Oberaargauer jeden zweiten Punkt gewonnen, aber auch jeden zweiten Punkt verloren. Während Teams wie Olten zwölf Punkte auf dem Konto haben (aus fünf Spielen) und auf Rang eins stehen, hält sich der SC Langenthal aktuell auf dem achten Rang auf.

Kein Grund zur Sorge, findet Marc Kämpf, auch wenn gegen Olten mehr möglich gewesen wäre. «Wir haben im letzten Drittel geführt. Wenn wir da führen, dann müssen wir auch gewinnen», erklärt der SCL-Stürmer. Die zweite Niederlage gegen La Chaux-de-Fonds sei hingegen auf eine andere Art ärgerlich. «La Chaux-de-Fonds war besser», gesteht der Langenthaler zu. Weniger die verlorenen Punkte als vielmehr der Auftritt an sich stört deshalb.

«Das kann mal passieren. Aber wir waren zu wenig schnell, spielten zu wenig hart und haben zu viele Fehler gemacht.» Die Niederlage habe man in den letzten Tagen gut verdaut, zugleich seien die Fehler analysiert und diskutiert worden. Mit einem positiven Nebeneffekt: «Wer das Freitagstraining gesehen hat, weiss, dass wir sehr motiviert sind.»

Reaktion zeigen

Das sollen heute Abend die GCK Lions zu spüren bekommen. Kämpf forderte aber weniger ein deutliches Resultat, sondern viel mehr eine gute Leistung. «Wir müssen ihnen unser Spiel von Anfang an aufdrücken», erklärt er. Damit es kein so oft gesehenes Geknorze gegen die Junglöwen gebe, wäre ein frühes Tor ein Vorteil. Gelingt dies nicht, so kann ein 60-minütiges kräfteraubendes und mühsames Hin und Her entstehen.

«Sie sind jung, schnell und spielen druckvoll. Das wird nicht einfach», weiss der Stürmer. «Wir wollen eine Reaktion zeigen», kündigt er an. Reagieren will Kämpf vor allem in puncto Schnelligkeit. «Wir waren in La Chaux-de-Fonds zu wenig schnell, haben zu wenig hart gespielt und unsere Entscheidungen zu spät getroffen.» Den Gegner habe man nicht mit Härte gebremst, und unter Druck seien zu viele Fehler erfolgt, weil die Scheibe zu spät gespielt worden sei. Kämpfs Fazit: «Das ging zu langsam.»

Tempo erhöhen

Für das heutige Spiel heisst es deshalb: «Das Tempo erhöhen». Auch der SC Langenthal wolle schnell spielen. Und zu den Topteams zu gehören, sei das klare Ziel, sagt der 25-Jährige. Deshalb wurden im Training in den letzten Tagen Verbesserungen angestrebt. «Motivation und Wille sind vorhanden. Das war erkennbar.»

Alles andere wäre nach der Niederlage in La Chaux-de-Fonds laut Kämpf zwar auch seltsam, aber dennoch sei das Zeichen positiv zu bewerten. «Die Spiele eins bis drei in dieser Saison waren eigentlich alle gut, auch wenn gegen Olten das Resultat nicht passte. Jetzt müssen wir konstanter werden.»

Mit diesem Ziel vor Augen geht der SCL in das heutige Heimspiel. Für die angestrebte Reaktion oder eine Wiedergutmachung braucht es aber nicht nur Konstanz und einen «guten» Auftritt, sondern auch einen möglichst deutlichen Sieg. Der würde die Stimmung aufheitern – ganz im Gegensatz zu erknorzten Punktgewinnen.

Berner Zeitung

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