Zum Hauptinhalt springen

Der SCB dreht die Partie

Im sechsten Duell mit den Rapperswil-Jona Lakers holt der SC Bern zum sechsten Mal das Punktemaximum. Simon Moser ist beim 3:1 Doppeltorschütze.

Andrew Ebbett scheitert vor Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.
Andrew Ebbett scheitert vor Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.
Adrien Perritaz/Keystone
Besser machts Thomas Rüfenacht – er erzielt den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Besser machts Thomas Rüfenacht – er erzielt den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Adrien Perritaz/Keystone
Leonardo Genoni hingegen wirkt trotz des Sieges nicht richtig zufrieden.
Leonardo Genoni hingegen wirkt trotz des Sieges nicht richtig zufrieden.
Adrien Perritaz/Keystone
1 / 6

Es gibt Dinge, die ändern sich nie. In Bern führt ein Gastspiel der Rapperswil-Jona Lakers zum Beispiel stets für erhebliche Lücken auf den Rängen. Am Image der Lakers als graue Maus der Liga hat auch der Cupsieg 2018, notabene als Team aus der zweithöchsten Spielklasse, nichts geändert. In dieser Saison hatte das erste Duell in der Postfinance-Arena offiziell 15'500, das zweite 15'200 Zuschauer angelockt – und das bei einem Saisondurchschnitt von 16'400 Besuchern.

Für den Match wurden nur 14'997 Tickets verkauft, so wenig wie noch nie, seit Kari Jalonen als Cheftrainer amtet; anwesend waren sogar noch deutlich weniger Leute. Dabei gehören die Lakers zu den Lieblingsgegnern des SC Bern. Ein Sieg der Mutzen ist quasi garantiert. Im laufenden Wettbewerb hatte der SCB alle fünf Direktbegegnungen für sich entschieden. Und in den zwei Saisons vor ihrem Abstieg hatten die St. Galler in zehn Versuchen nur einmal reüssiert. Und das war am 18. März 2014 im Rahmen der Platzierungsrunde, als es nur noch um die goldene Ananas ging.

«Erknorzter Sieg»

Nun, auch diesmal war es kein Vergleich von überragender Bedeutung. Denn es ist längst klar, dass sich Rapperswil-Jona und Davos im Playout gegenüberstehen werden und der EV Zug und der SCB in der Qualifikation Platz 1 unter sich ausmachen. Am Ehrgeiz der Beteiligten ändert das wenig; verlieren macht nie Spass, als Profisportler schon gar nicht. Dass ihm das Spiel genauso wichtig war wie jedes andere, manifestierte SCB-Coach Jalonen mit der Aufstellung: Auch im 22. Heimspiel stand Nummer-1-Goalie Leonardo Genoni zwischen den Pfosten. Und wie immer, wenn alle fünf Ausländer einsatzfähig sind, war Zach Boychuk überzählig.

Die spielerisch limitierten Gäste waren nicht gewillt, den Mutzen die Punkte einfach so zu überlassen, das machten sie schon früh deutlich. In der 12. Minute gingen sie im Powerplay durch Captain Corsin Casutt in Führung, und kurz darauf demonstrierte Timo Helbling mit einigen Nickligkeiten gegen Tristan Scherwey, dass die Lakers den Kampf auch auf psychologischer Ebene angenommen hatten.

Im ersten Abschnitt, der 1:1 endete, bekundete der Favorit denn auch erhebliche Mühe. Nach der Pause besannen sich die Einheimischen auf ihre Stärken und schnürten die Lakers phasenweise in deren Zone ein. Es dauerte über acht Minuten, bis Genoni erstmals eingreifen musste. Der Lohn für die Dominanz war eher bescheiden: Simon Moser gelang nach magistraler Vorarbeit von Topskorer Mark Arcobello das 2:1. Weil auch Genonis Antipode Melvin Nyffeler überzeugte, war Mosers Schuss unter die Latte gleichbedeutend mit dem Siegtreffer. Der SCB-Captain traf 34 Sekunden vor der Schlusssirene noch ins leere Tor und sorgte damit für den 3:1-Endstand.

Yanik Burren sprach von einem «erknorzten Sieg. Die Rapperswiler sind unbequem; sie haben es uns in allen Spielen nicht einfach gemacht.» Der SCB-Verteidiger gab zu, dass gegen den Tabellenletzten der Druck nicht ganz unerheblich war – gerade nach zuletzt zwei Heimniederlagen.

Vorfreude auf die ZSC Lions

Der Baunbären holten also auch im sechsten Vergleich mit den grauen Mäusen drei Zähler, und jedes Mal liessen sie nur einen einzigen Treffer zu. Trotz der erfreulichen Bilanz wird in Bern niemand traurig sein, gibt es in diesem Winter kein Wiedersehen mit den Ostschweizern mehr. Am Sonntag ist der SCB bei den ZSC Lions zu Gast. «Auf diesen Match freuen wir uns. Die Zürcher sind unsere grössten Rivalen, und sie kämpfen immer noch um die Playoff-Teilnahme. Ich denke, im Hallenstadion wird es richtig abgehen», sagte Burren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch