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Der ZSC-Chef zeigt sein neues «Zuhause»

11’600 Fans, 300 Parkplätze: Peter Zahner über die neue Zürcher Hockeyarena. Und wie gross ist die Chance, dass sie überhaupt gebaut wird?

Wurde an der Pressekonferenz von Club und Stadt präsentiert: Ein Modell des neuen Stadions. (Video: Lea Koch, Simon Graf)

Der Zürcher Stadtrat will die neue Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions in Zürich-Altstetten grosszügig unterstützen. Gewährt werden sollen ein Baurecht, ein Darlehen von 120 Millionen und ein jährlicher Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken.

Die Stadt Zürich habe ein Interesse daran, dass die ZSC Lions langfristig den sportlichen Erfolg sowohl im Spitzensport als auch in der Nachwuchsausbildung erhalten könnten, betonten vier Stadträte und ZSC-CEO Peter Zahner am Mittwoch vor den Medien (siehe Video oben).

Mit einer eigenen Arena, dem «Theatre of Dreams», könne eine wichtige Voraussetzung dazu geschaffen werden. Deshalb will der Stadtrat die private Initiative der ZSC Lions weiter unterstützen. Erste Pläne wurden bereits 2009 präsentiert. Am Mittwoch ging es vor allem um Finanzielles.

Rund 170 Millionen Franken Investitionskosten

Die Investitionskosten betragen gesamthaft 169 Millionen Franken. Der ZSC bringt 36 Millionen Franken auf, davon sind 30 Millionen Franken für die Erstellung der Arena vorgesehen, 6 Millionen Franken als Betriebsmittel; zu je einem Drittel beteiligen sich Walter Frey, Peter Spuhler und die Swiss Life. Von Bund, Kanton und Dritten sind Investitionsbeiträge in Höhe von 19 Millionen Franken geplant.

Die Stadt Zürich will dem Eishockeyclub ein 28’000 Quadratmeter grosses städtisches Grundstück in Altstetten im Baurecht für die Dauer von 65 Jahren und einen anfänglichen Baurechtszins von 35’000 Franken pro Jahr überlassen. Zusätzlich soll der ZSC Lions Arena Immobilien AG ein Darlehen von 120 Millionen Franken gewährt werden, das innerhalb von 65 Jahren zurückbezahlt werden muss.

Volk hat das letzte Wort

Nach der Inbetriebnahme der Arena voraussichtlich 2022 will der Stadtrat bis längstens 2084 einen jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions Arena Immobilien AG leisten.

Im Gegenzug erhält die Stadt die Möglichkeit, die Trainingshalle in der Arena während maximal zehn Tagen pro Jahr für sportliche oder andere nicht kommerzielle Zwecke zu nutzen. Konzerte seien jedoch explizit nicht vorgesehen, sagte Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements.

Zudem hat der Stadtrat einen Objektkredit von maximal 2,8 Millionen Franken für die Altlastensanierung auf dem Grundstück in Altstetten sowie einen Objektkredit von 1,9 Millionen Franken für allfällige von der Stadt zu tragende Erschliessungsmassnahmen beschlossen. Auf dem Areal «Untere Isleren» müssen 120 Familiengärten weichen.

Über die Beteiligungen der Stadt muss nun zunächst der Gemeinderat entscheiden. Anschliessend hat das Volk das letzte Wort - voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2016.

Das Grundstück liegt in einer Erholungszone, muss also noch umgezont werden, bevor es überbaut werden kann. Ferner braucht es einen privaten Gestaltungsplan für den Stadionbau.

Einige Zeit war unklar, ob die Kulturlandinitiative das Projekt verunmöglicht. Nach Ansicht des Stadtrates handelt es sich jedoch nicht um fruchtfolgefähiges Kulturland. Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen.

«Eigener Käfig» von nationaler Bedeutung

Die zukünftige Eishockey- und Sportarena soll eine Sportstätte von nationaler Bedeutung werden. Neben der Haupthalle mit 11’600 Plätzen sind eine Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen geplant.

Für die Lions sei ein eigener Käfig überlebenswichtig, sagte CEO Zahner. Im Hallenstadion, wo die Lions ihre Heimspiele austragen, komme es zu oft zu teuren Terminkollisionen. Zudem seien die Möglichkeiten für Zusatzeinnahmen dort zu stark eingeschränkt, sagte Zahner weiter.

(SDA)

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