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Die letzten Fragezeichen

Der SC Langenthal hat die Grundlage für das Team der kommenden Saison gelegt. Die bald beginnenden Playoffs dienen als letztes Schaufenster für jene Spieler, die noch keinen Vertrag besitzen. Dazu gehört auch ein Eigengewächs.

Hat gute Chancen auf einen Verbleib: Stürmer Michael Trüssel.
Hat gute Chancen auf einen Verbleib: Stürmer Michael Trüssel.
Leroy Ryser

Zwei Wochen vor den Playoffs können sich die Spieler des SC Langenthal auf ihre Leistung auf dem Eis konzentrieren. Die Vertragsgespräche sind für den Moment auf Eis gelegt, weil jene Akteure, die es zwingend zu halten galt, neue Arbeitspapiere unterschrieben haben. Die anderen haben nun eine letzte Möglichkeit, sich zu beweisen. Im Schaufenster der am 17. Februar beginnenden Playoffs kämpfen sie um die letzte Chance, beim aktuellen NLB-Leader bleiben zu können.

Um diese wahrzunehmen, braucht es von einzelnen Akteuren eine deutliche Leistungssteigerung. Gerade Tom Gerber und Josh Primeau zeigten zuletzt wenig, womit eine Vertragsverlängerung begründet werden könnte. Gerber (23) gelang es nie, an seine besten Leistungen aus NLB-Zeiten mit den SCL Tigers anzuknüpfen, als er in einer Saison immerhin 17 Punkte sammelte.

Und Primeau (26) fällt weiterhin zwar mit Wille und Einsatz, aber vor allem auch mit technischen Mängeln auf. Schwer haben dürfte es zudem auch Helder Duarte (19), der in seiner letzten Saison als Elitejunior von meh­reren Verletzungen heimgesucht wurde und sich deshalb kaum zeigen konnte.

Gute Entwicklung

In einer besseren Position ist der 20-Jährige Michael Trüssel. Das liegt nicht nur daran, dass der Huttwiler als Eigengewächs aus der näheren Umgebung bezeichnet werden kann, sondern vielmehr an seiner tadellosen Einstellung und seiner teamdienlichen Art, die unter anderem auch Sportchef Noël Guyaz unlängst lobte.

Trüssel erhielt vor einem Jahr die Chance, zu beweisen, dass er entwicklungs- und in der NLB konkurrenzfähig ist. Das stellte der junge Flügelspieler unter Beweis. In Biasca beispielsweise stürmte er neben Marc Kämpf und Dario Kummer zu seiner besten Saisonleistung, als er mit seinem beherzten Einsatz zwei Tore vorbereitete.

Für Trüssel dürften die Chancen deshalb zu Recht gut stehen, auch nächste Saison beim SC Langenthal zu spielen. Nachdem er in dieser Saison Fortschritte machte, dürfte er einem Stammplatz in der Nationalliga B näher kommen.

Pivron und Montandon

Guyaz wollte zum aktuellen Zeitpunkt nur bedingt Stellung zu einzelnen Personalien nehmen. «Wir reden zurzeit mit keinem Spieler über Verträge. Wir wollen, dass sich alle auf den Start der Playoffs konzentrieren können», sagt der SCL-Sportchef. Neben Trüssel und Duarte haben von den jungen Spielern auch die Verteidiger Philip Ahlström (21) und Bernd Wolf (19) noch keine neuen Verträge. Beide gelten aber als Perspektivspieler, die sich durchaus Chancen auf eine Weiterbeschäftigung machen dürfen.

Dasselbe gilt auch für den während der Saison von Martigny verpflichteten Stürmer Pierrick Pivron (26), der schon mehrfach betonte, dass er gerne beim SC Langenthal bleiben würde, weil er die Professionalität und die Teamchemie schätze. Arnaud Montandon (25) hat von allen Akteuren, deren Zukunft noch nicht geregelt ist, vielleicht sogar die besten Karten für eine Vertragsverlängerung. Fraglich ist derweil auch noch, was mit Ersatzkeeper Yannik Wildhaber (24) passieren wird. Gleiches gilt für den ­routinierten Verteidiger Marco Schüpbach (38), der in der aktuellen Spielzeit wegen einer Verletzung noch kein Spiel für den SCL bestritten hat.

Gerade für jene Spieler gilt es in den Playoffs doppelt ernst. Sie können selbst dazu beitragen, dass die letzten Fragezeichen im Kader der nächsten Saison bald in ihrem Sinne von der Bildfläche verschwinden.

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