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Doppelte Premiere beim SCB

Der Finne Mika Pyörälä hat beim ersten Playoff-Einsatz für den SCB überzeugt, Marc Kämpf sein erstes Playoff-Tor auf höchster Stufe erzielt.

Teamplayer par excellence: Mika Pyörälä.
Teamplayer par excellence: Mika Pyörälä.
Raphael Moser
Siegerlächeln und Victory-Zeichen: Thomas Rüfenacht, Eric Blum und Simon Moser (v.l.) freuen sich über die Halbfinalqualifikation.
Siegerlächeln und Victory-Zeichen: Thomas Rüfenacht, Eric Blum und Simon Moser (v.l.) freuen sich über die Halbfinalqualifikation.
Raphael Moser
Somit stehen die Berner bereits nach fünf Spielen in Halbfinal.
Somit stehen die Berner bereits nach fünf Spielen in Halbfinal.
Keystone
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Servette-Coach Craig Woodcroft hatte diverse Ausländerkombinationen ausprobiert, SCB-Trainer Kari Jalonen in den ersten vier Partien der Serie hingegen stets auf das Quartett Arcobello/Ebbett/Noreau/Raymond gesetzt. Mika Pyörälä, in der vergangenen Saison in Finnland als wertvollster Spieler ausgezeichnet, blieb nur der Platz auf der Tribüne.

«Du bist nervöser, als wenn du auf dem Eis stehst», sagte der 36-Jährige, der seine Rolle klaglos akzeptierte. Er habe schon vor der Vertragsunterzeichnung gewusst, dass er nicht jede Partie würde bestreiten können. «In dieser Situation gilt es, eine positive Einstellung zu bewahren und bereit zu sein, wenn sich die Herausforderung stellt.»

Am Dienstagabend bekam er seine Chance. Weil der Kanadier Mason Raymond verletzt ist, sah sich Jalonen für das fünfte Duell zur Umstellung gezwungen. Pyörälä kam allerdings nicht an Raymonds Stelle in der dritten Linie, sondern im zweiten Sturm neben Andrew Ebbett und Simon Bodenmann zum Einsatz. Dafür rückte Marc Kämpf um eine Formation nach hinten.

Dieser Entscheid war für Aussenstehende schwer verständlich, hatte das Trio Bodenmann/Ebbett/Kämpf doch hervorragend harmoniert und für die meisten Tore gesorgt. Doch Jalonen ist nicht umsonst ein Erfolgstrainer von Weltruf; seine Massnahmen zahlten sich einmal mehr aus.

Alles für die Mannschaft

Kämpf erzielte mit grossem Einsatz den wichtigen Ausgleichstreffer; es war sein erstes Playoff-Tor in der höchsten Liga. «Ich schoss und dachte zuerst, Robert Mayer hätte den Puck gehalten. Doch dann sah ich, dass er hinter ihm lag», beschrieb der Flügel die Szene.

Pyörälä seinerseits bereitete mit einem brillanten Querpass das 2:1 Thomas Rüfenachts vor, das die Begegnung aus Berner Perspektive in die richtigen Bahnen lenkte. Der finnische Nationalspieler ist ein Teamplayer, wie er im Buche steht. So hielt er sich nach dem Match nicht lange mit seiner wichtigen Vorlage auf, sondern sagte: «Die gute Chance im ersten Drittel hätte ich nutzen müssen.»

Der Charakter des Nordländers hatte sich auch in der Schlussphase gezeigt, als er nichts aufs leere Tor schoss, sondern die Scheibe aus der eigenen Zone beförderte und Zeit verstreichen liess. «Wir brauchten kein Tor mehr», begründete er.

Pyörälä sagte, die Mannschaft habe mentale Stärke bewiesen, «denn als Qualifikationssieger kannst du in der ersten Playoff-Runde nur verlieren». Und Kämpf hielt fest: «Jetzt freuen wir uns auf den Halbfinal, das wird eine tolle Serie gegen den ZSC.»

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