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Ein famoser Auftakt zur Hockey-Party

Spektakulärer Start zum traditionellen Turnier in Davos: Kanada bezwingt den KHL-Vertreter Jekaterinburg knapp, der HC Lugano siegt gegen Mannheim.

Spannung im Landwassertal: Team Canada setzt sich denkbar knapp gegen Jekaterinburg durch. (26. Dezember 2015)
Spannung im Landwassertal: Team Canada setzt sich denkbar knapp gegen Jekaterinburg durch. (26. Dezember 2015)
Keystone

Das Team Canada gewann sein erstes Spiel am 89. Spengler Cup. Die Kanadier schlugen Jekaterinburg 2:1. Das entscheidende Tor für das vom früheren SCB-Coach Guy Boucher trainierte Auswahl erzielte der SCB-Topskorer Cory Conacher in der 34. Minute. In der Nachmittagsbegegnung holte der HC Lugano gegen Adler Mannheim einen 0:3-Rückstand auf und setzte sich spektakulär mit 6:3 durch.

Dank einer perfekten Kombination der beiden SCB-Protagonisten Derek Roy und Cory Conacher verschafften sich die Kanadier kurz nach Spielmitte den entscheidenden Vorteil. Roy chippte den Puck massgerecht in die Zone der Russen, Conacher veredelte den brillanten Konter mit einem Backhandschuss in die hohe Ecke.

Spannung bis zum Schluss

Ein gutes Timing hatte der Favorit nicht nur in jener Szene demonstriert. In der letzten Sekunde des ersten Drittels signalisierte der AHL-Verteidiger Trevor Carrick mit seinem Slapshot zum 1:0, dass mit dem zwölffachen Turniersieger nach zuletzt zwei eher unspektakulären Jahren womöglich wieder bis zum letzten Tag zu rechnen sein dürfte.

Die wahre Durchschlagskraft von Jekaterinburg ist (noch) nicht abschätzbar. Die Mannschaft auf dem breiten Mittelfeld der supranationalen Hockey-Liga der Russen stagniert in der KHL seit mehreren Wochen; in den letzten acht Runden resultierten sechs Fehltritte.

Auf die knappe Niederlage gegen die Nordamerikaner reagierte der Spengler-Cup-Debütant gelassen. Andrej Rasin, der intern und extern für seine Wutausbrüche bekannt ist, coachte ohne jegliche Theatralik und Emotionen. Er kennt den Modus – in Davos besitzt jeder Teilnehmer mindestens drei Chancen, die Runde der Top 4 zu erreichen.

Wie geht es weiter mit den Kanadiern?

Im kommenden Jahr endet der Vertrag mit den Selects aus dem Land des Olympiasiegers. Es ist damit zu rechnen, dass der Veranstalter so früh wie möglich auf eine Verlängerung der Tradition pochen wird. In der Zentrale in Calgary haben die Verantwortlichen offenbar ebenfalls eine Fortsetzung der langjährigen Partnerschaft im Sinn. «Sie passen und gehören zum Turnier», sagt OK-Chef Fredi Pargätzi.

Einzig die Rekrutierung einer kompetitiven Equipe verursachte seit geraumer Zeit mehr Aufwand als früher. Der kanadische Einfluss in den NLA-Rinks nahm seit der Schweden-Welle generell ab. Nur noch knapp 60 Prozent der aktuellen Auswahl stehen auf der Lohnliste der Schweizer Eliteklubs.

«Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir uns einigen werden im nächsten Sommer. Unser Turnier geniesst in Kanada einen erstklassigen Ruf», beurteilt der abtretende OK-Präsident Pargätzi die Ausgangslage. Zu den Anhängern der Show im Bündnerland zählt inzwischen auch die NHL-Ikone Wayne Gretzky – er verfolge das Geschehen im TV, so Pargätzi.

Spengler Cup, Gruppe Cattini:Jekaterinburg - Team Canada 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Vinnberborg, Küng/Tscherrig. - Tore: 20. (19:59) Carrick (Sheppard, Lombardi) 0:1. 29. Tortschenjuk (Ausschluss Kivisto!) 1:1. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Jekaterinburg, 2mal 2 Minuten gegen das Team Canada. Jektarinburg: Ustinski; Megalinski, Wassilewski; Timaschow, Turbin; Trjamkin, Kiwisto; Schurawljow, Schtschemerow; Roman, Garejew, Popow; Michnow, Koukal, Golyschejew; Tortschenjuk, Knjasew, Polosow; Welitschkin, Alexejew, Mitjakin. Team Canada: MacIntyre; Picard, Bergeron; Johnson, Aulie; Cundari, Carrick; Vukovic; Giroux, Lombardi, D'Agostini; DiDomenico, Sheppard, Pyatt; Ellison, Roy, Conacher; Paillé, Malhotra, Clark; Emmerton. Bemerkungen: Team Canada ohne Ellerby, Focault (beide überzählig). Schüsse von Ellison gegen den Aussenpfosten (9.) und Pfosten (15.). Timeouts: 46. Team Canada, 59. Jekaterinburg. Jekaterinburg ab 59:11 ohne Goalie.

si/fal

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