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Ein «Sechser» im Playoff-Stil

Der SC Bern hat sich am Wochenende mit Siegen gegen Gottéron (3:1) und die ZSC Lions (2:1) sechs Punkte verdient. Herausragend war nicht so sehr spielerischer Glanz, überzeugend dafür defensive Disziplin im Playoff-Stil.

Die SCB-Matchwinner gegen die ZSC Lions:  Etienne Froidevaux lieferte die Zuspiele, Caryl Neuenschwander (Nummer 24) schoss die Tore zum 2:1-Sieg der Berner.
Die SCB-Matchwinner gegen die ZSC Lions: Etienne Froidevaux lieferte die Zuspiele, Caryl Neuenschwander (Nummer 24) schoss die Tore zum 2:1-Sieg der Berner.
Keystone

Mit einem «Sechser» hat das Team von Chefcoach Larry Huras punktemässig wieder mit Leader Servette gleichgezogen. Für beide Erfolge musste der SCB sehr viel arbeiten. Und die Berner taten dies ganz im Sinne ihres Trainers: «Das waren zwei gute Leistungen, wobei wir gegen die ZSC Lions eine vorzeitige Entscheidung im zweiten Drittel wegen fehlender Cleverness im Abschluss verpasst haben. Aber wir haben im Boxplay überzeugend verteidigt, es war ein gutes Wochenende», freute sich Huras über die beiden Vorstellungen.

Heikle Momente

Sowohl in Freiburg am Samstag, wie auch gegen die ZSC Lions gestern Sonntag hatten die Berner ein paar heikle Momente zu überstehen, bis die drei Punkte im Trockenen waren. Gegen Gottéron wurde es nach dem 1:2-Anschlusstor (55.Minute) der Gastgeber noch heiss, gegen die Zürcher musste der 2:1-Vorsprung bis in die letzten Sekunden hart verteidigt werden. Auf Marco Bührer, der das einzige Tor der Lions nach einer unglücklichen Aktion mit dem Beinschoner selber ins eigene Tor schob, war sonst in beiden Partien absoluter Verlass. Dass Roche, Scherwey und Vigier im zweiten Drittel hochkarätige Chancen nicht zu verwerten vermochten, verlieh den Zürchern den nötigen Mut, bis zum Schlusspfiff alles zu versuchen, um die Partie noch zu wenden. «Die letzten zehn Minuten waren aus unserer Sicht zu hektisch, da fehlte es auch an der nötigen Coolness», übte Larry Huras nochmals in Selbstkritik.

Topskorer Plüss geschont

Bei aller Kritik darf indes nicht unerwähnt bleiben, dass der SCB mit dem verletzungsbedingten Ausfall des leicht angeschlagenen Topskorers Martin Plüss auch an diesem Wochenende ohne einen weiteren Leistungsträger auskommen musste. Plüss soll heute Montag wieder trainieren, sein Einsatz im Derby gegen die SCL Tigers (morgen Dienstag) ist aber noch offen.

Erfolgreiches SCB-Duo

Beim SCB bekleideten an diesem Wochenende die Stürmer Etienne Froidevaux (1 Tor, 2 Assists) und Caryl Neuenschwander (Doppeltorschütze gegen die ZSC Lions) eine Hauptrolle. Froidevaux luchste Gottérons Nationalspieler Sandy Jeannin die Scheibe am Samstag vor dem Freiburger Tor gekonnt ab und verwandelte zum matchentscheidenden 3:1. Am Sonntag leistete er bei beiden SCB-Treffern von Neuenschwander die Vorarbeit. «Es war ein gutes Wochenende», lachte Neuenschwander, der sich sonst in der Linie mit Ivo Rüthemann und Martin Plüss vorwiegend um defensive Belange kümmern muss. «Meine Rolle war in diesen zwei Spielen nicht anders als sonst. Erst kommt die defensive Arbeit, wenn es Raum und Torgelegenheiten in der Offensive gibt, dann sollte man die konsequenter ausnützen, als dies gegen die ZSC Lions geschehen ist», blieb Neuenschwander auch im Erfolg selbstkritisch.

Insgesamt dürfte man bei den SCB-Verantwortlichen mit Genugtuung festgestellt haben, dass ihr Team trotz Fehlen zahlreicher Leistungsträger in den vergangenen Wochen dem Ende der Qualifikation entspannt entgegenblicken kann. Spieler wie Pascal Berger, Etienne Froidevaux, aber auch Tristan Scherwey haben mit guten Leistungen immer wieder gezeigt, dass auf sie Verlass ist. «Diese Leute sind nicht bloss Mitläufer, sondern sie sind inzwischen auch in der Lage, Spiele zu entscheiden», freut sich auch Larry Huras über die Entwicklung der Jungen.

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