Einen Punkt aus Olten entführt

Neue Linien, mehr Power und Wille: Der SC Langenthal hat seine Leistung gesteigert und in Olten erst nach Penalty 1:2 verloren.

Langenthals Goalie Philip Wüthrich behält auch in dieser Szene die Oberhand.

Langenthals Goalie Philip Wüthrich behält auch in dieser Szene die Oberhand.

(Bild: Leroy Ryser)

Die Änderungen im Langenthaler Spiel vermochten am Sonntagabend nach den zuletzt schwachen Leistungen nur die Wenigsten zu überraschen. Dario Kummer ersetzte Kim Karlsson auf der Mittelstürmerposition in der ersten Linie, und die vierte Linie erhielt erstmals in dieser Saison über fast 50 Minuten hinweg ständig Einsätze.

Die Folge daraus? Der SC Langenthal powerte zu Beginn unablässig, schnürte Olten ein und konnte sich dank Dario Kummers erfolgreichem Bullyspiel auch mehrmals im offensiven Drittel halten, selbst nachdem EHCO-Torhüter Simon Rytz die Scheibe blockierte.

Ein bisschen überraschend war nach den zahlreichen Schwierigkeiten in den letzten Spielen der SCL-Auftritt dennoch. Gerade in den ersten Minuten herrschte vor dem Tor des EHC Olten ständig viel Verkehr, ja der SCL war sogar oftmals gefährlich. Olten war auf der Gegenseite bis ganz kurz vor der ersten Pause beinahe inexistent.

Zwei Fehler, zwei Tore

Abgesehen von einem Durchhänger im Mitteldrittel war der SCL besser als das harmlose Olten. Dass die Oberaargauer nach 51 Minuten dann in Führung gingen, war durchaus vertretbar, für den neutralen Hockeyromantiker hatte die Entstehung aber einen bitteren Nachgeschmack. In Überzahl verliess die Scheibe das gegnerische Drittel deutlich, ehe Flurin Randegger sie unter Kontrolle brachte. Flavio Ambrosetti liess den Angriff aber weiterlaufen, so dass Flurin Randegger wenig später schiessen und Dario Kummer zum 1:0 ablenken konnte.

Dass Olten daraufhin in einer Überzahlsituation ausglich, dessen Strafe gegen Aurélien Marti ebenso ein Fehlentscheid war, sollte immerhin den Hockeyromantiker zufriedenstellen. «Dieses Spiel müssen wir über die Runde bringen», sagte ein verärgerter Flurin Randegger aber. Die ganze Partie habe wahrlich ein komisches Image gehabt, «wie ein liebes Miteinander an einem Sonntagnachmittag und nicht wie ein Derby.»

Herzerwärmend war es in der Verlängerung weniger. Langenthal konnte zwischenzeitlich noch in Überzahl agieren und hatte dort gute Chancen, danach konnte aber auch Olten einzelne Grosschancen für sich herausspielen. Abermals war es aber Philip Wüthrich im SCL-Tor, der Herr der Lage blieb und seine herausragende Performance an diesem Abend zum x-ten Mal unter Beweis stellte.

«Dass ich nun zwei Spiele in Folge auflaufen konnte, hat mir Selbstvertrauen gegeben», kommentierte der junge Keeper nach der Partie. Nur zu gerne hätte man ihm den Sieg auch geschenkt, meinte Randegger zudem, weil der SCL aber auch im Penaltyschiessen sündigte, ging der Sieg dann doch an den EHCO. «Wir haben gut gespielt, wurden aber schlecht belohnt», kommentierte Wühtrich.

Olten - Langenthal 2:1 n.P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0) 3926 Zuschauer. – Tore: 51. Randegger (Tschannen) 0:1. 59. Mäder (Hohmann/Ausschluss Marti) 1:1. – Penaltyschiessen: Randegger -, Hohmann -; Tschannen -, Mäder -; Kelly -, Schirjajew -; Sterchi -, Ulmer -; Andersons 0:1, Truttmann 1:1; Truttmann 2:1, Andersons -. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten, 6-mal 2 plus 10 Minuten (Marti) gegen Langenthal.

Langenthaler Tagblatt

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