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Erster Sieg gegen Russland seit elf Jahren

Fünf Tage nach der peinlichen Niederlage gegen Dänemark trumpfte das Eishockey-Nationalteam gross auf. Vor 6000 Zuschauern in Freiburg gewann die Schweiz gegen Russland 4:2.

Frühe Schweizer Führung: Benjamin Plüss trifft zum 1:0 gegen die Russen.
Frühe Schweizer Führung: Benjamin Plüss trifft zum 1:0 gegen die Russen.
Keystone

Drei Wochen vor dem ersten Spiel an der WM in der Slowakei demonstrierten die Schweizer, dass sie für das Turnier in Kosice schon gut gerüstet sind. Seit dem historischen Sieg von St. Petersburg (3:2 am 3. Mai 2000) setzte es gegen Russland elf Jahre lang keinen Sieg mehr ab. Zuletzt verloren die Schweizer neun Mal hintereinander gegen das Team von Trainer Slawa Bykow, der in Fribourg wegen des russischen Playofffinals aber (noch) nicht an der Bande stand.

Obwohl das propagierte Duell zwischen Vater Slawa und Sohn Andrej Bykow (fehlte dem Schweizer Team verletzungshalber) nicht stattfand, bot das erste Länderspiel in der St-Léonard-Halle seit sieben Jahren ausgezeichnete Unterhaltung. Die Schweizer gestalteten die ersten 41 Spielminuten überlegen und führten deshalb zu diesem Zeitpunkt verdientermassen mit 3:1.

Russen bäumten sich auf

Erst im Finish bäumten sich die Russen, die über weite Strecken der Partie enttäuschten, noch kurz auf. Dank Goalie Tobias Stephan (23 Paraden) und einer sehr konzentrierten Abwehrleistung rettete das Team von Sean Simpson die Führung aber über die Zeit. Der Schweizer Torhüter wurde als beste Spieler der Partie ausgezeichnet. Morris Trachsler stellte mit dem 4:2 in der 53. Minute den Schweizer Sieg sicher.

Die Vorentscheidung gegen den WM-Favoriten (zuletzt Weltmeister 2008 und 2009) gelang den Schweizern unmittelbar vor und nach der zweiten Pause. Ryan Gardner brachte die «Eisgenossen» 14 Sekunden vor der Sirene zum zweiten Mal in Führung (2:1). Und nach 58 Sekunden des Schlussabschnitts gelang Thibaut Monnet mit dem nächsten Schuss auf das russische Goal das 3:1. Beide Tore entsprangen rassigen Spielzügen.

Schweizer Doppelschlag

Dieser Schweizer Doppelschlag hatte sich abgezeichnet. Paul Savary (29./36.), Ryan Gardner (31.), Julien Sprunger (35.) und Andres Ambühl (38.) waren vorher im Zweiminutentakt zu ausgezeichneten Chancen gekommen. Die Schweizer verdienten sich die «standing ovation» der 6000 Fans.

Zu kritisieren gab es nicht viel an diesem Abend. Negativ fiel einzig auf, dass die Schweizer in den ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts vier Strafen hintereinander kassierten, was den Russen in der 32. Minute auch den Ausgleich ermöglichte. Etwas Glück bekundeten die Schweizer im ersten Abschnitt, als zuerst Panarin (7.) und dann Tarasenko (13.) bloss den Pfosten trafen. Ein Tempogegenstoss, bei dem Martin Plüss zuerst Verteidiger Maxim Chudinow überlief und dann Torhüter Wassili Koschetschkin ausspielte, führte aber zur Schweizer Führung (18.). Den Russen bietet sich am Sonntagnachmittag in Rapperswil die Chance zur Revanche.

si/pbe

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