Zum Hauptinhalt springen

Getrübtes Weihnachtsfest für die SCL Tigers

Die SCL Tigers rennen lange Zeit erfolglos gegen Servettes Defensivmauer an und müssen sich trotz Ausgleich und Chancenplus mit dem 1:2 nach Penaltys begnügen. Immerhin bleiben sie über dem Strich.

Wieder nichts: Chris DiDomenico bringt den Puck nicht an Robert Mayer vorbei.
Wieder nichts: Chris DiDomenico bringt den Puck nicht an Robert Mayer vorbei.
Freshfocus

Am Ende, nach den Shakehands, und als die Genfer sich von ihrem Anhang verabschiedet hatten, gingen die Scheinwerfer aus. Nein, es war kein Stromausfall in der Ilfishalle, sondern eine geplante Aktion der Emmentaler, deren Spieler sich bereits im Mittelkreis versammelt hatten.

Weihnächtliche Klänge ertönten aus den Lautsprechern, farbenfrohe Punkte sorgten im Dunkel für Festtags-Beleuchtung, Captain Pascal Berger erhielt ein Mikrofon und bedankte sich für die Unterstützung der Fans. Jahresende gut, alles gut?

Nicht ganz. Denn in der Kabine angekommen, dürften sich die Langnauer nach der 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen über einen, wenn nicht gar zwei vergebene Punkte geärgert haben. Der eine gewonnene Zähler war zwar ein Trost, aber ein kleiner.

Denn zuvor hatte die Langnauer vor allem eine Frage beschäftigt: Was tun, wenn der Gegner kommt und sich entscheidet, nicht wirklich an der Partie teilzunehmen, dafür die eigene Verteidigungszone in ein komplett unwegsames Gelände zu verwandeln? Und was, wenn er das so konsequent und humorlos tut, dass auch nach 40 Minuten eine Null auf der Habenseite steht?

15:4 Schüsse im Startdrittel

Die Langnauer rannten gegen Servette immer wieder in eine menschliche Mauer – nein, die Genfer waren nicht zum Spielen gekommen. Patrick Emond, Servettes Coach, wollte vielleicht den Spiess umdrehen, wie oft verzweifelten schliesslich auch schon die Gegner Langnaus, wenn Heinz Ehlers' Team diszipliniert den Gameplan durchzog? Zu lachen hatten die Tigers 40 Minuten lang nichts, zu feiern schon gar nicht, sie gingen mit einem 0:1-Rückstand in den Schlussabschnitt.

Dies nach einem Startdrittel, in dem SCL-Goalie Ivars Punnenovs nur vier Pucks halten musste. Und in dem die Genfer erst in den Schlusssekunden zur ersten Torchance kamen, als Verteidiger Karrer sich nach vorne in den Slot gewagt hatte – das war ganz und gar nicht typisch Servette in den ersten 20 Minuten.

Langnau investierte mehr, riskierte mehr, traf auch den Pfosten. Und wenn die Genfer Mauer einmal durchbrochen war, selten genug war das der Fall, dann machte Robert Mayer keine Fehler. Servettes Goalie hinterliess einen ganz starken Eindruck.

Das Gegentor zu Beginn des Mitteldrittels war aus Langnauer Sicht ärgerlich, weil am Ursprung ein schlechter fliegender Wechsel stand. Tanner Richard erkannte die Chance sofort, sein Pass brachte Tim Bozon alleine vor Punnenovs.

Ein erkämpfter Ausgleich

Doch da war ja noch das Schlussdrittel. Und wie die Tigers doch noch zum Tor, zum Ausgleich und damit auch zum Punktgewinn kamen, war dann eben auch typisch Langnau. Ben Maxwells zehnter Saisontreffer war ein «hässliches», ein erkämpftes Tor: Der Kanadier schob den Puck über die Linie, nachdem Topskorer Harri Pesonen, am Samstag noch überzählig, per «Bubentrickli» an Mayer gescheitert war.

Nun schien die Wende möglich, es kamen die Momente Chris DiDomenicos, dem bei den Gegnern so unbeliebten, von den Tigers-Fans dafür umso verehrteren Stürmer. Zunächst holte er jenen Penalty heraus, den Defensiv-Verteidiger Claudio Cadonau verschoss.

Danach folgte sein Solo übers halbe Feld, zuletzt liess er Henrik Tömmernes aussteigen, nach dem Schuss legte er sich mit dem Schweden auch noch an, ein Cross-Check hier, einer da, die Halle tobte, weiter gings: in die Verlängerung, ins Penaltyschiessen, in die Niederlage. Es half auch nichts, dass die Tigers die Overtime mit einem Powerplay beenden konnten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch