Hockey Huttwil: Umzug und ein verjüngtes Team

Aus der ersten Mannschaft des EHC Brandis ist Hockey Huttwil ­geworden, gespielt wird dort statt in Hasle. Und es hat ein Umbruch in der Swiss-Regio-League-Mannschaft ­stattgefunden.

Es kann losgehen: Huttwils Sportchef Christian Baumgartner (rechts) und Trainer Andreas Beutler wünschen sich viel Glück.

Es kann losgehen: Huttwils Sportchef Christian Baumgartner (rechts) und Trainer Andreas Beutler wünschen sich viel Glück.

(Bild: Marcel Bieri)

Reto Pfister

Als im Herbst 2016 die Eishalle im Huttwiler Campus Perspektiven wieder eröffnet wurde, kamen schon bald Mutmassungen auf, dass die erste Mannschaft des EHC Brandis dorthin umziehen könnte. CEO Heinz Krähenbühl ist mit seinem Unternehmen in Huttwil domiziliert, die Anlage bietet eine bessere Infrastruktur als die Brünnli-Halle in Hasle. Im Februar 2018 fiel der Entscheid zum Standortwechsel, im Sommer wurde das Team in Hockey Huttwil umbenannt.

Die Mannschaft spielt allerdings weiter unter der Vereinsnummer von Brandis; bei einer vollständigen Loslösung hätte man in der 4. Liga neu beginnen müssen. «Langsam interessieren sich die Leute in Huttwil für uns», sagt Sportchef Christian Baumgartner. Im Gegensatz zum vorherigen Domizil verfügt die Mannschaft über eine Garderobe, die das ganze Jahr benutzt werden kann, das Sommertraining konnte vor Ort durchgeführt werden.

Notwendiger Schritt

Die Huttwiler Equipe der Saison 2018/2019 besteht fast zur Hälfte aus neuen Spielern. Im letzten Jahr waren viele Akteure zwischen 25 und 30 Jahre alt. Einige sind beruflich stark engagiert, andere haben eine Familie gegründet, oder es war ihnen nach dem Umzug des Teams der Weg nach Huttwil zu weit. Ersetzt wurden sie vorwiegend durch junge Spieler. «Dieser Schritt war notwendig, wir mussten die Mannschaft verjüngen», sagt Baumgartner. Unter den Neuen sticht ein Name hervor.

Yannick Lerch (20) war U-18-Nationalspieler und wollte vom Nachwuchs des SC Bern aus den Sprung in den Profibereich schaffen. In der letzten Saison spielte er für die GCK Lions in der Swiss League; erhielt dort jedoch keinen Vertrag mehr. Lerch entschloss sich danach zum Wechsel in den Amateurbereich, er arbeitet als Autoverkäufer. dem Angreifer darf zugetraut werden, eine Leaderrolle zu übernehmen.

«Das ist super»

Auch im Schweizer Cup ist Huttwil wieder vertreten. Im letzten Jahr zog man das grosse Los und durfte, damals noch als EHC Brandis, den SC Bern empfangen. Aus Kapazitätsgründen trug man diese Partie bereits im Campus Perspektiven aus; vor über 2000 Zuschauern gewann der SCB 9:2.

Auch in diesem Jahr ist mit Lugano ein NLA-Team zu Gast. «Das ist super», sagt Baumgartner. «Es freut jeden im Verein, dass wir gegen einen solchen Kontrahenten antreten können.» So viele Besucher wie 2017 der Hauptstadtklub dürfte Lugano am nächsten Mittwoch nicht anlocken; Baumgartner rechnet mit etwa 1000 Zuschauern.

Angesichts des Umbaus im Kader sind in der Meisterschaft die Ziele des Finalisten vom Frühling vorerst weniger ambitioniert. «Wir wollen das Playoff erreichen», sagt der Sportchef.

Berner Zeitung

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