Zum Hauptinhalt springen

In der Region verankert und kompetent geführt

Sportredaktor Reto Pfister zum NLB-Meistertitel des SC Langenthal.

Der zweite NLB-Meistertitel des SC Langenthal ist das Resultat hervor­ragender Aufbauarbeit in allen Belangen. Der Klub ist in der Region Oberaargau breit verankert. Er wird geführt von Leuten, die schon länger im Verein sind und wissen, wie ein Team aufgebaut wird und das Umfeld weiter entwickelt sowie professionalisiert werden soll.

Die aktuelle Equipe weist die gleichen Grundzüge auf wie jene des Meisterteams von 2012, die erste Sturmlinie mit Stefan Tschannen, dem derzeit verletzten Jeff Campbell und Brent Kelly ist sogar identisch.

Mit der Ernennung des damals erst 36-jährigen Jason O’Leary zum Chefcoach fällten die Verantwortlichen 2014 einen weitsichtigen Entscheid. Der junge Kanadier zeigte rasch auf, dass er die Fähigkeiten für diesen Posten besitzt. Sein Vertrag läuft aus. Es wäre wünschenswert, würde der Kontrakt verlängert.

Zufällig kommt der Titelgewinn nicht. Bereits die Qualifikation schloss Langenthal auf dem ersten Platz ab, Viertel- und Halb­final gewannen die Oberaargauer souverän, in der Finalserie gegen Rapperswil-Jona überwanden sie die einzige heikle Situation und holten einen 0:2-Rückstand auf.

Das Team konnte sich auf eine starke Defensive verlassen und brachte das Kunststück fertig, mit nur einem Ausländer den Playoff-Final zu gewinnen. Der SCL ist als beste NLB-Mannschaft der Saison 2016/2017 verdient Meister geworden.

Die Ligaqualifikation ist für die Langenthaler eine schöne Zugabe. Spieler und Team sind dabei gut beraten, die im Hintergrund laufenden Diskussionen rund um die Voraussetzungen für einen möglichen Aufstieg in die NLA auszublenden. Und nicht weiter beschäftigen sollten sie sich auch mit der Tatsache, dass ihnen in der Ligaqualifikation ausserhalb des Oberaargaus eher nicht die Sympathien zufliegen werden.

Dies nicht, weil der SC Langenthal unbeliebt wäre, sondern weil sich viele Eishockeyinteressierte wünschen, dass der Traditionsklub Ambri-Piotta in der NLA bleibt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch