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Ist das noch schwächeln – oder schon eine Krise?

Die Seeländer taumeln nach der sechsten Niederlage in Folge Weihnachten entgegen.

Headcoach Antti Törmänen (Archivbild).
Headcoach Antti Törmänen (Archivbild).
Raphael Moser

Toni Rajala also. Dieser Spieler, der mit seinen Schüssen und Kunststücken schon so manchen Torhüter in die Bredouille brachte, steht exemplarisch für das Tief des EHC Biel. Gegen die SCL Tigers vergibt der Finne beim Stand von 2:2 gleich mehrfach und aus bester Position im Powerplay.

Kurz danach gelingt Langnau das 3:2, es ist die Wende in diesem Derby. Seit fünf Meisterschaftsspielen wartet Rajala nun schon auf einen Torerfolg. Solche Durststrecken sind bei ihm zwar keine Seltenheit. Doch gerade jetzt wären die Bieler auf seine Treffer angewiesen. Am Samstag kassieren sie die vierte Meisterschaftsniederlage in Folge. Hinzu kommt das Out in Champions Hockey League und Cup.

Damien Brunner also. Der Edeltechniker absolvierte erst Anfang Dezember seine erste Partie, nachdem er sich Anfang September in der CHL einen Handbruch zugezogen hatte. Er steht damit exemplarisch für das Verletzungspech, das die Bieler beklagen. Fabian Lüthi (Hüftoperation) wird in dieser Saison nicht mehr spielen, wann Michael Hügli (Knie) und Damien Riat (Gehirnerschütterung) zurückkehren, ist offen.

Und mit Marc-Antoine Pouliot hat sich am Dienstag der beste Ausländer am Knie verletzt. «Es ist nicht einfach, wenn du jeden Abend einen anderen Center oder Linienkollegen hast. Sicher spielen alle dasselbe System, aber gewisse Tendenzen sind anders», sagt Brunner und verweist auf letzte Saison, als die Bieler konsequent mit vier Linien Druck machten. «Diese Stärke können wir noch nicht ausspielen.»

Nur: Das Tief alleine auf die Absenzen zurückzuführen, wäre zu einfach. Zumal Biel trotz diesen lange an der Tabellenspitze mitspielte. Mental zugesetzt hat dem Team das bittere Out gegen Frölunda, als es die CHL-Halbfinalqualifikation im Rückspiel wenige Minuten vor Schluss verspielte. «Wenn du so am Limit läufst, alles reinwirfst in zwei Spielen und dann auf solch dumme Art und Weise verlierst, ist das nicht einfach. Mit dem Sieg vor Augen flogen wir zu hoch und fielen dann zu tief», sagt Brunner.

Antti Törmänen also. Der Headcoach mag von einer Krise nichts wissen. Er sagt: «Da müssen wir nun durch.» Er versuche, seine Spieler zu pushen und dafür zu sorgen, dass alle das Richtige tun. Was zuletzt nicht der Fall war, weil die Bieler wegen diverser Blackouts auffielen. Ein solcher Moment könne das Team noch näher zusammenrücken lassen, sagt Törmänen. Auch wenn sie die Weihnachtspause kaum erwarten können, zuvor wollen die Bieler noch ein Erfolgserlebnis feiern. Dafür muss heute (19.45) Leader ZSC besiegt werden. Es gibt leichtere Aufgaben.

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