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Kloten droht Pleite – Fetscherin fühlt sich verschaukelt

Knall in Kloten: Adrian Fetscherin steigt einen halben Monat vor Amtsantritt als Geschäftsführer der Flyers aus. Der TV-Journalist fühlt sich getäuscht.

Da schien alles noch in Ordnung: Flyers-Präsident Bircher und Fetscherin bei der Bekanntgabe ihrer Vereinbarung. (10. Februar 2012)
Da schien alles noch in Ordnung: Flyers-Präsident Bircher und Fetscherin bei der Bekanntgabe ihrer Vereinbarung. (10. Februar 2012)
Keystone

Am 10. Februar war Fetscherin in Kloten als neuer Geschäftsführer und als Delegierter des Verwaltungsrates per 1. Mai präsentiert worden. In einer zweiten Phase – so das Vorhaben – sollte der 37-jährige Zürcher vom aktuellen Präsidenten Jürg Bircher per Mitte 2013 die Aktienmehrheit und das Präsidium übernehmen. Daraus wird jedoch nichts. Fetscherin fühlt sich von Bircher getäuscht und erhebt schwere Vorwürfe. «Ich fühle mich über den Tisch gezogen, das ist eine himmeltraurige Situation», sagte Fetscherin am Dienstagmorgen gegenüber Redaktion Tamedia.

Fetscherin ist auf unterschiedliche Lohnlisten gestossen. Zudem sollen private Darlehen von zwei Verwaltungsratsmitgliedern in Höhe von mehreren Millionen Franken nicht einmal in den Büchern stehen. Fetscherin kündigte daraufhin den Vertrag mit Birchers Jube Holding AG auf und forderte den Präsidenten gleichzeitig auf, ihm die getätigte Investition zurückzuzahlen. Dabei soll es sich Gerüchten zufolge um rund eine Million Franken handeln. Fetscherin wollte diese Zahl auf Anfrage von Redaktion Tamedia nicht bestätigen, räumte aber ein, dass es sich um «mehrere Hunderttausend Franken» handle.

«Ich befürchte, dass ich mein Geld nicht mehr zurückbekomme»

Bei der Präsentation Fetscherins Anfang Februar hatte es den Anschein, die Zukunft in Kloten sei langfristig gesichert. Bircher erklärte damals, Fetscherin werde einen nahezu schuldenfreien Klub übernehmen können. Die Gegenwart sieht jedoch anders aus: Die Löhne für den Monat März wurden mit knapp zweiwöchiger Verspätung überwiesen. Anfang April wurde überdies bekannt, dass die EHC Kloten Sport AG die Spielberechtigung für die kommende Saison als einziger NLA-Club nur mit Auflagen erhielt.

Bircher wollte zu den Vorwürfen Fetscherins und zur finanziellen Lage des Zürcher Unterländer Traditionsclubs keine Stellung nehmen. Zuletzt wurden allerdings Gerüchte laut, wonach der Immobilienunternehmer mit seiner Jube Holding in Schwierigkeiten geraten sei. Die Kloten Flyers sind rechtlich an Birchers Holding angegliedert. «Ich befürchte, dass ich mein Geld nicht mehr zurückbekomme», konstatierte Fetscherin. «Ich hoffe aber, dass der Verein nicht ganz untergeht.» Wenn Bircher weg sei, wolle er wieder bei Kloten einsteigen.

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