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Kloten in den Halbfinals – ZSC droht das Aus

Die Kloten Flyers gewinnen mit dem 2:0 in Davos ihre Viertelfinalserie gegen den HC Davos 4:2. Die ZSC Lions verlieren in Lausanne 1:2 und müssen in die Belle.

Jubelnde Flyers: Kloten ist nach dem 2:0-Sieg in Davos im sechsten Duell durch.
Jubelnde Flyers: Kloten ist nach dem 2:0-Sieg in Davos im sechsten Duell durch.
Keystone
Eine dummer Fehler: Nach dem Führungstreffer von Eric Blum schiesst Tommi Santala acht Sekunden vor Schluss per Penalty das 2:0. Sekunden zuvor sind zu viele Davoser Spieler auf dem Eis gewesen.
Eine dummer Fehler: Nach dem Führungstreffer von Eric Blum schiesst Tommi Santala acht Sekunden vor Schluss per Penalty das 2:0. Sekunden zuvor sind zu viele Davoser Spieler auf dem Eis gewesen.
Keystone
Enttäuscht: Während sich die Flyers nun auf Halbfinal-Gegner Fribourg konzentrieren kann, ist die Saison für die Davoser zu Ende.
Enttäuscht: Während sich die Flyers nun auf Halbfinal-Gegner Fribourg konzentrieren kann, ist die Saison für die Davoser zu Ende.
Keystone
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Den ZSC Lions droht gegen Aufsteiger Lausanne das Horrorszenario. Die Zürcher verwerten auch den zweiten Matchpuck nicht und müssen nach dem 1:2 in eine Belle. Der bessere Torhüter erwies sich im sechsten Spiel als entscheidend. Denn die Zürcher Gäste dominierten das Geschehen. Aber lediglich fünf Torschüsse resultierten aus der optischen Überlegenheit bis zur ersten Pause; acht waren es in der ersten Spielhälfte. Das Team von Heinz Ehlers erwies sich mit seinen Tempogegenstössen als eher gefährlicher. Aber einen Treffer brachte auch das Heimteam nicht zustande – bis Lukas Flüeler nach 27 Minuten daneben griff.

Flüeler vertat sich mit dem Fanghandschuh. Flüeler wirkte bei der Aktion so sicher, dass selbst Mitspieler glaubten, der Keeper hätte den Schuss von Daniel Bang gefangen. Dem war aber nicht so. Juha-Pekka Hytönen realisierte die Situation am schnellsten, spielte die Scheibe vors Tor auf den Stock von Benjamin Antonietti, der die offene Ecke traf. Dieses Goal krönte Lausannes beste Phase im gesamten Spiel. Kurz vorher war ein Schuss von Joel Genazzi von Flüeler an die Latte abgewehrt worden.

Die grosse Reaktion des Qualifikationssiegers blieb aus

Die ZSC Lions, die ohne den (offiziell) erkrankten Captain Mathias Seger antreten mussten, vermochten nicht richtig zu reagieren. Während der zwölf Minuten, in denen die Partie 1:0 für Lausanne stand, kamen die Gäste bloss in Überzahl zu einer halbpatzigen Ausgleichschance. In der 39. Minute erhöhte Lausanne mit viel Glück auf 2:0. Zuerst profitierten die Waadtländer von einer strengen Fünfminutenstrafe gegen Marc-André Bergeron, während des Powerplays wurde ein Schuss Hytönens von Severin Blindenbacher und Ryan Shannon gleich zweimal und am Ende ins eigene Netz abgelenkt.

Was tat der Gast? Natürlich erhöhten die Lions den Druck nochmals. Aber selbst nach dem Anschlusstreffer durch Patrik Bärtschi geriet Lausanne nicht ins Schwimmen. Die Verzweiflung der Zürcher dokumentierte gut, dass Marc Crawford in der zweiten Spielhälfte die Sturmlinie mit Roman Wick, Luca Cunti und Robert Nilsson, welche die gesamte Saison dominiert hatte, auseinanderriss. Wick stürmte fortan mit Ryan Keller und Ryan Shannon, vermochte aber auch mit diesen Nebenleuten nur wenig Akzente zu setzen.

Trotz Ambühl kein Davoser Tor

Während sich in Davos der Winter nochmals zurückmeldet, verabschiedet sich der HCD nach dem 0:2 gegen Kloten in die Sommerpause. Die Bündner agieren vor dem Tor zu wenig energisch und ohne Glück.

Wenigstens Andres Ambühl kehrte von der langen Verletztenliste des HCD zurück. Und der Aggressivleader machte sich sogleich bemerkbar. Nach genau 55 Sekunden setzte sich der auf diese Saison heimgekehrte Ur-Davoser durch, lief allein auf das Klotener Tor – und scheiterte an Martin Gerber. Es war bereits in der ersten Minute die Geschichte dieses sechsten Spiels. Tore schossen nämlich wie meist in den letzten vier Partien dieser Serie nur die Kloten Flyers.

Viele waren es zwar auch nicht, doch der Führungstreffer von Eric Blum nach schöner Vorarbeit Simon Bodenmanns erwies sich bereits als genug. Die Davoser entwickelten zwar deutlich mehr Druck als in den vergangenen Partien, doch sie scheiterten immer wieder am überragenden Klotener Goalie Gerber, der mit 34 Paraden seinen vierten Saison-Shutout feierte, oder an der fehlenden Kaltblütigkeit. War das Geschehen im ersten Drittel noch ziemlich ausgeglichen, bestürmten die Bündner nach dem Rückstand das Gehäuse der Flyers fast ununterbrochen.

Und wieder ein Penalty in den letzten Minuten

Der Grund für das dritte Aus hintereinander in den Playoff-Viertelfinals (nach zweimal gegen den ZSC) ist denn auch schnell gefunden: Nach seiner 2:0-Führung in der Serie schoss der HC Davos in vier Spielen nur noch zwei Treffer, bei fünf gegen fünf Feldspielern sogar 265 Minuten lang keinen einzigen. Dass mit Reto von Arx, teilweise Peter Guggisberg und Andres Ambühl sowie dem gesperrten Petr Taticek gleich vier Flügelstürmer ausfielen, konnten die Spieler von Trainer Arno del Curto nicht kompensieren. Dazu fiel im sechsten Duell auch noch Verteidiger Beat Forster mit Verdacht auf Kreuzbandriss verletzt aus (13.).

Schliesslich lautete das Schussverhältnis 34:21 zugunsten der Davoser, doch es waren die Klotener, die noch ein zweites Tor schossen. Acht Sekunden vor Schluss standen bei den Bündnern in einem Überzahlspiel plötzlich sieben Spieler auf dem Eis. Den fälligen Penalty verwertete Tommi Santala sicher zu seinem ersten Treffer in diesen Playoffs.

NLA, Playoff-Viertelfinals:Lausanne - ZSC Lions 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) Malley. - 8000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kämpfer/Kurmann, Arm/Küng. - Tore: 27. Benjamin Antonietti (Hytönen, Bang) 1:0. 39. Hytönen (Ausschluss Bergeron) 2:0 (Eigentor Shannon). 46. Patrik Bärtschi 2:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 1mal 2 plus 5 Minuten (Bergeron) plus Spieldauer (Bergeron) gegen ZSC Lions. - Postfinance-Topskorer: Hytönen; Wick. Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Lardi; Genazzi, Stalder; Seydoux, Reist; Benjamin Antonietti, Hytönen, Bang; Simon Fischer, Genoway, Setzinger; Neuenschwander, Froidevaux, Augsburger; Florian Conz, Paul Savary, Déruns. ZSC Lions: Flüeler; Bergeron, Stoffel; Blindenbacher, Geering; Daniel Schnyder, McCarthy; Hächler; Ryan Keller, Shannon, Schäppi; Nilsson, Cunti, Wick; Patrik Bärtschi, Trachsler, Kenins; Chris Baltisberger, Dan Fritsche, Bastl; Künzle. Bemerkungen: Lausanne ohne Morant (verletzt) und Damien Fleury, ZSC Lions ohne Tabacek (beide überzählige Ausländer) und Seger (krank). - Lattenschuss Genazzi (27.). - Timeout ZSC Lions (59:32).

Davos - Kloten Flyers 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) Vaillant Arena. - 6410 Zuschauer (Saisonrekord). - SR Reiber/Wiegand, Kaderli/Wüst. - Tore: 31. Blum (Bodenmann) 0:1. 60. (59:52) Santala (Ausschluss Stoop!) 0:2 (Penalty). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Paulsson; Santala. Davos: Genoni; Schneeberger, Forster; Back, Koistinen; Jan von Arx, Kutlak; Guerra, Grossmann; Bürgler, Corvi, Wieser; Ambühl, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Walser, Aeschlimann; Ryser, Rizzi, Ranov. Kloten Flyers: Gerber; DuPont, von Gunten; Blum, Schelling; Stoop, Vandermeer; Frick, Randegger; Stancescu, Santala, Bieber; Bodenmann, Steinmann, Herren; Bühler, Romano Lemm, Hennessy; Aurelio Lemm, Jenni, Hoffmann. Bemerkungen: Kloten ohne Mueller, Liniger und Du Bois, Davos ohne Guggisberg, Reto von Arx, Schommer, Hofmann (alle verletzt) und Taticek (gesperrt). Forster verletzt ausgeschieden (13.). Davos von 59:20 bis 59:52 ohne Torhüter.

Resultate: Lausanne (8.) - ZSC Lions (1.) 2:1 (0:0, 2:0, 0:1); Stand 3:3. Davos (6.) - Kloten (3.) 0:2 (0:0, 0:1, 0:1); Schlussstand 2:4.

Halbfinals (ab Donnerstag): Mit ZSC Lions: ZSC - Servette. Fribourg - Kloten. Mit Lausanne: Fribourg - Lausanne, Kloten - Servette.

si/fal

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