Zum Hauptinhalt springen

Kloten trennt sich von Stars – die Hoffnung bleibt

Prominente Spieler müssen aus finanziellen Gründen die Flyers verlassen. Mit dem möglichen Einstieg von Philippe Gaydoul und Thomas Matter sind die Chancen auf eine Rettung gestiegen.

Die Kloten Flyers müssen sparen. Deshalb planen die Zürcher die kommende Zeit ohne prominente Spieler, die auf der Lohnliste ganz oben stehen. Zu diesen gehört der Internationale Roman Wick. Er soll angeblich zum ungeliebten Nachbarn ZSC wechseln.
Die Kloten Flyers müssen sparen. Deshalb planen die Zürcher die kommende Zeit ohne prominente Spieler, die auf der Lohnliste ganz oben stehen. Zu diesen gehört der Internationale Roman Wick. Er soll angeblich zum ungeliebten Nachbarn ZSC wechseln.
Keystone
Auch der schwedische Stürmer Niklas Nordgren muss gemäss Informationen von 20minuten.ch die Zürcher Unterländer verlassen.
Auch der schwedische Stürmer Niklas Nordgren muss gemäss Informationen von 20minuten.ch die Zürcher Unterländer verlassen.
Keystone
Sie sind Klotens Schlüsselspieler in diesen Tagen und Wochen: Peter Bossert (l.) Leiter Task Force zur Rettung der Kloten Flyers, sowie Sanierungsexperte Daniel Hunkeler, Vertreter von der EHC Kloten Sport AG.
Sie sind Klotens Schlüsselspieler in diesen Tagen und Wochen: Peter Bossert (l.) Leiter Task Force zur Rettung der Kloten Flyers, sowie Sanierungsexperte Daniel Hunkeler, Vertreter von der EHC Kloten Sport AG.
Keystone
1 / 7

Gemäss «20 Minuten online» sind die Stars Roman Wick, Patrick von Gunten und der Schwede Niklas Nordgren informiert worden, dass sie den Zürcher Traditionsverein verlassen müssen. Bei der gestrigen Teamsitzung wurde unter den Spielern darüber abgestimmt, ob die generelle Lohnkürzung von 15 Prozent akzeptiert werden soll. Bis auf Verteidiger Félicien Du Bois und Stürmer Samuel Walser sollen alle Profis ihre Zustimmung abgegeben haben. Das Duo bat um eine Bedenkzeit. Unsicher sei auch die Situation um den finnischen Leistungsträger Tommi Santala, schreibt 20minuten.ch.

Überdies soll Nationalstürmer Wick zum Kantonsrivalen und Schweizer Meister ZSC Lions wechseln. Für den Internationalen von Gunten sind die News besonders bitter: Er ist am Saisonende aus der schwedischen Elitserien zu den Flyers zurückgekehrt.

Zufriedenheit und vorsichtiger Optimismus

Trotz dem möglichen Einstieg von Philippe Gaydoul und Thomas Matter ist der Weg zur Rettung der Kloten Flyers noch weit. So lautete das Credo an der heutigen Medienkonferenz. «Wir haben mehr erreicht als gedacht», sagte Peter Bossert, der Leiter der Taskforce. Jan Schibli, der Vizepräsident der Flyers, fügte an: «Ich freue mich sehr über einen ersten grossen Schritt.» Die Voraussetzungen für eine Rettung seien nun gegeben. Captain Victor Stancescu ergänzte: «Die Situation hat sich insofern verbessert, als sie sich nicht verschlechtert hat.» Diese Statements verdeutlichen, dass Optimismus bezüglich einer Zukunft der Klotener in der NLA angebracht ist, es allerdings noch sehr viel zu tun gibt.

Gaydoul und Matter haben zwar ein rechtlich bindendes Versprechen abgegeben, mit maximal sechs Millionen Franken einzusteigen. Der am Dienstag um 16 Uhr unterschriebene Vertrag tritt allerdings nur dann in Kraft, wenn die gestellten Bedingungen erfüllt sind. Die grösste Knacknuss ist, dass das Fremdkapital von 10,9 auf 3 Millionen Franken reduziert werden muss. Da sich Schibli (2,75 Millionen) und Willi Huber (250'000) bereit erklärt haben, auf ihre Forderungen zu verzichten, bleiben 4,9 Millionen übrig. Daher sollen weitere Gläubiger zu einem Verzicht bewegt werden. «Wir werden mit allen reden», sagte Task-Force-Mitglied Michael Kloter. Es wird auch ein formales Steuererlassgesuch gestellt. Dass diese Schulden erlassen werden, sei nicht ausgeschlossen, man könne jedoch nicht davon ausgehen, dass dies der Fall sei, so Sanierungsexperte Daniel Hunkeler, der Vertreter der EHC Kloten Sport AG.

Es werden weitere Geldgeber gesucht

Kloter ergänzte: «Forderungsverzichte alleine reichen jedoch nicht aus.» Deshalb müssen weitere Gelder akquiriert werden. Bislang sind Spenden von rund 720'000 Franken zusammengekommen. Zudem gab das Gewerbe Zusagen in der Höhe von etwa 250'000 Franken. Im Weiteren haben die Priora Group und der Flughafen Zürich je 500'000 in Aussicht gestellt. Damit dieses Geld fliesst, müssten sich jedoch theoretisch acht weitere Unternehmen bereit erklären, diesen Betrag einzuschiessen. Dieses Loch zu stopfen, ist in den nächsten Tagen die Aufgabe – die Sanierung muss bis am 30. Juni feststehen.

Ein weitere Forderung der möglichen Investoren ist, mindestens 67 Prozent der Stimmrechte der Aktien zu erhalten. Damit dies gelingt, muss noch einige Einigung mit dem Grossaktionär Adrian Fetscherin (30 Prozent) gefunden werden . Die Gespräche laufen. Der ehemalige Präsident Jürg Bircher und Bossert haben ihre Pakete zur Verfügung gestellt. «Wir haben bis jetzt keine definitive Lösung gefunden. Wir müssen noch sehr hart arbeiten», fasste Bossert die Situation zusammen. Es gebe jedoch berechtige Hoffnungen auf eine Rettung.

Über das Schicksal des Traditionsclubs entscheidet zunächst die ordentliche NL-Versammlung in Lugano, die in den nächsten Tagen durchgeführt wird.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch