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Krueger Cheftrainer in Edmonton – Simpson weiterhin Naticoach

Ralph Krueger wird neuer Cheftrainer des NHL-Clubs Edmonton Oilers. Zudem hat der Schweizer Eishockey-Verband bekannt gegeben, dass Sean Simpson weiterhin die Nationalmannschaft coachen wird.

Der eine geht nach Kanada und der andere bleibt in der Schweiz: Ralph Krueger (l.) und Sean Simpson.
Der eine geht nach Kanada und der andere bleibt in der Schweiz: Ralph Krueger (l.) und Sean Simpson.
Keystone

Die Ernennung von Ralph Krueger zum Headcoach des fünffachen Stanley-Cup-Siegers Edmonton hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Bei den Oilers arbeitete Krueger in den vergangenen beiden Jahren als Assistenzcoach von Tom Renney. Dessen Vertrag als Cheftrainer wurde am Ende der abgelaufenen Saison nicht verlängert. Edmonton beendete die Regular Season in der Western Conference lediglich im vorletzten Rang und verpasste die diesjährigen Playoffs deutlich.

Von 1997 bis zu den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver trainierte Krueger die Schweizer Landesauswahl.

Simpson bleibt Headcoach der A-Nati

Was vor zwei Wochen bereits durchsickerte, ist nun auch offiziell: Sean Simpson bleibt Nationaltrainer und wird die Schweiz an die A-WM 2013 in Stockholm führen. Zwei festangestellte Nachwuchs-Trainer werden dem Kanadier an Weltmeisterschaften künftig assistieren.

Der Verwaltungsrat rund um Präsident Philippe Gaydoul fällte den (wenig überraschenden) Entscheid zu Gunsten Simpsons nach der Analyse der missglückten WM 2012 in Helsinki (11. Rang). «Sean Simpson war sowohl für den Verwaltungsrat als auch für das Leistungssport-Komitee aber grundsätzlich nie ein Thema», hielt Pius-David Kuonen, der im Verband für den Leistungssport zuständige Verwaltungsrat, fest. «Für uns war immer klar, dass wir mit Sean weiter arbeiten wollen und werden.»

Der Vertrag mit Simpson, der das Amt im Frühjahr 2010 von Ralph Krueger übernahm, läuft bis zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi (Russ). Nach einem erfolgreichen Auftakt (5. an der WM 2010) hat Simpson mit der Schweiz zuletzt zweimal die WM-Viertelfinals verpasst. In der Folge war der britisch-kanadische Doppelbürger teilweise arg in die öffentliche Kritik geraten.

Professionalisierung im Nachwuchs

Die Saisonanalyse der SIHF beinhaltete auch die Junioren-Auswahlen. Der Verband kam zum Schluss, künftig bei den Aushängeschildern des Nachwuchses (U20 und U18) im Sinne einer Professionalisierung auf fest engagierte Nationaltrainer zu setzen. Die U20 und die U18 verhinderten den Abstieg in die Zweitklassigkeit letzte Saison nur knapp.

Die beiden namentlich noch nicht bekannten Junioren-Headcoaches werden zudem Simpson im A-Nationalteam künftig als fixe Assistenztrainer zur Seite stehen. Zuletzt gehörte jeweils bereits ein Nachwuchs-Trainer (Richard Jost, Manuele Celio) zum Betreuerstab des Schweizer WM-Teams. Simpson wird weiterhin auch als Berater für die U20-Auswahl tätig sein.

Neues Komitee für Nationalteams

Der Verwaltungsrat der SIHF fällte nicht nur personelle, sondern auch strukturelle Entscheide. Für die Belange aller Nationalteams ist künftig nicht mehr das gesamte Leistungssport-Komitee verantwortlich, sondern das neu geschaffene «Nationalteams Committee». Das neue Gremium ist faktisch ein Ausschuss des Leistungssport-Komitees. Das von der Generalversammlung gewählte Leistungssport-Komitee ist das primär in strategisch-beratender Funktion tätige Organ des Verbandes für den Spitzensport.

Im neuen «Nationalteams Committee» nehmen nebst den drei Verbandsvertretern Pius-David Kuonen (Delegierter VR), Ueli Schwarz (Direktor Leistungssport) und Peter Lüthi (operativer Leiter Nationalteams) mit Peter Zahner (CEO ZSC Lions) und Sven Leuenberger (Sportchef SC Bern) zwei Klubvertreter (und Mitglieder des Leistungssport-Komitees) Einsitz.

Im Sinne der Klubs

Das neue Gremium ist in erster Linie zuständig für die Tätigkeitsprogramme der Nationalteams und die Ernennung der Staff-Mitglieder. Jedoch bestimmt der Verwaltungsrat (auf Empfehlung des neuen Komitees) neu die Nationaltrainer sämtlicher Stufen und nicht mehr «nur» den Headcoach der A-Nati. Die Ernennung der Juniorentrainer fiel bisher in die Kompetenz von Peter Lüthi.

Die grundsätzlich immer stärkere Einbindung der Klubs in Sachen Nationalteams entspricht der Strategie der SIHF, die mit der vor drei Jahren eingeleiteten Umstrukturierung und der Zusammenlegung von Verband und National League begonnen hat.

fal/si

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