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Langenthal holt nach dramatischem Spiel den Titel

Der SC Langenthal ist zum zweiten Mal nach 2012 NLB-Meister. In der siebten Finalpartie gegen die Rapperswil-Jona Lakers gewannen die Oberaargauer 5:4. Den entscheidenden Treffer erzielte Pierrick Pivron in der 59. Minute.

Da ist das Ding: Langenthals Stefan Tschannen bekommt den NLB Meisterkübel überreicht und...
Da ist das Ding: Langenthals Stefan Tschannen bekommt den NLB Meisterkübel überreicht und...
Marcel Bieri, Keystone
... stemmt ihn in die Höhe.
... stemmt ihn in die Höhe.
Marcel Bieri, Keystone
Spiel gedreht: Jeffrey Flüglister jubelt über das 2:1 für Langenthal.
Spiel gedreht: Jeffrey Flüglister jubelt über das 2:1 für Langenthal.
Marcel Bieri, Keystone
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Und dann war sie plötzlich wieder da, die Dominanz des SC Langenthal. Minutenlang schnürten die Oberaargauer die Rapperswil-Jona Lakers ein. Der Lohn folgte; Stefan Tschannen glich zum 1:1 aus. Dann versetzten sich die Gäste auch noch in Unterzahl, der SCL hielt den Druck aufrecht. Jeffrey Füglister erwischte den starken Lakers-Torwart Melvin Nyffeler und erzielte das 2:1.

Das hochdramatische siebten Finalspiel nahm Schwung auf. Zweimal kam in der Schorenhalle bereits Feierstimmung auf. Nico Dünner traf zum 3:1, Philipp Rytz zum 4:2. Die Lakers antworteten jedoch umgehend mit Anschlusstoren, ihr Topskorer Dion Knelsen glich gar aus.

Aller guten Dinge sind jedoch drei. Pierrick Pivron erzielte 1 Minute und 19 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 5:4. Um 22.18 Uhr flogen die Helme und Stöcke, der SC Langenthal hatte sein grosse Ziel erreicht. Die Oberaargauer sind zum zweiten Mal nach 2012 NLB-Meister.

Heimauftritt des Bundesrats

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat von Berufs wegen neutral zu sein. Er dürfte sich jedoch innerlich gefreut haben, als er den SCL-Spielern Medaillen und Pokal überreicht hat. Schneider-Ammann ist Langenthaler; er absolvierte einen Heimauftritt. Er sah eine Partie, die alle Attribute einer Finalissima in sich hatte und schliesslich mit den Oberaargauern einen würdigen, wenn auch leicht glücklichen Sieger fand.

Langenthal war in der Qualifikation das beste Team gewesen und konnte den Lohn für eine ausgezeichnete Saison ernten. Den vorläufigen Lohn, denn noch ist das Eishockeyjahr nicht zu Ende. Bereits am Donnerstag tritt der SCL in Ambri-Piotta zum ersten Spiel der Ligaqualifikation an.

Am Dienstagabend stand das Feiern im Vordergrund. Konfetti in den gelb-blauen Klubfarben flogen aus einer Kanone, das obligatorische «We are the champions» ertönte aus den Lautsprechern. Nach Hause zu gehen, wäre keinem SCL-Anhänger in diesen Minuten in den Sinn gekommen. Ein Spieler nach dem anderen hob die golden glänzende Trophäe vor der eigenen Fankurve hoch.

Josh Primeau schwang eine SCL-Fahne und fuhr damit euphorisch auf dem Eis herum. «Die Freude ist unheimlich gross und auch die Erleichterung», meinte Stephan Anliker, der Verwaltungsratspräsident des SC Langenthal. «Es braucht viel Beharrlichkeit, Glück und eine optimale Zusammenstellung des Teams. Es ist ein grosser Verdienst von allen.»

«Es ist unglaublich. Es war ein Auf und Ab. Doch wir glaubten daran und gaben nie auf», sagte Stürmer Marc Kämpf. «Wir schauen, was jetzt gegen Ambri auf uns zukommt. Es sind Details, die für uns entschieden haben.»

«Der Erfolg ist absolut verdient. Wir zeigten das ganze Jahr über eine hervorragende Leistung. Wir haben immer daran geglaubt und sind unseren Weg immer gegangen», meinte Noël Guyaz, der Assistenztrainer und Sportchef der Langenthaler. «Heute wird noch etwas gefeiert, das haben wir mehr als nur verdient. Doch am Donnerstag sind wir bereit.»

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