Langenthal macht Boden gut

In einem wenig spektakulären Spiel gewinnt der SC Langenthal gegen ein ­limitiertes Thurgau 5:2. Weil Leader Winterthur verloren hat, kommt der SCL dem ­Spitzenrang näher.

Dreifach-Torschütze Stefan Tschannen jubelt mit seinen Teamkollegen.

Dreifach-Torschütze Stefan Tschannen jubelt mit seinen Teamkollegen.

(Bild: Leroy Ryser)

Nach sechzig Minuten hatte Thurgau in dieser Saison erst einmal gewonnen, gleich zum Auftakt auswärts gegen den EHC Winterthur. Dazu kommen ein Sieg nach Penaltys bei den Ticino Rockets, jenem Team, das in der NLB noch immer ohne Sieg dasteht. Mit Ruhm bekleckert haben sich die Ostschweizer in der laufenden Saison also noch nicht.

Mit ein Grund ist der Sparkurs, der dazu geführt hatte, dass namhafte Spieler den in Weinfelden angesiedelten Club verlassen mussten. Zudem sind die «Löwen» bisher ohne Ausländer angetreten. Dies wird nun geändert, Eric Himelfarb (33) wurde per sofort bis Ende Saison verpflichtet.

In der gestrigen Partie gegen den SC Langenthal war der Kanadier, der letzte Saison in Schweden für die Malmö Redhawks eingelaufen war, noch nicht spielberechtigt. In Langenthal ist Himelfarb übrigens kein Unbekannter, in der Saison 2009/2010 absolvierte er 30 Partien für die Oberaargauer, in denen ihm 14 Tore und 18 Assists gelangen.

Sieg war Chefsache

Auch wegen dem Sparkurs brachte Hockey Thurgau gestern nur 16 Spieler auf das Feld. Mehrere Athleten mit B-Lizenz aus Davos, die sonst beim Team aus Frauenfeld spielen würden, sind zurück bei den Bündnern, weil diese mehrere Verletzte zu beklagen haben. Das Team von SCL-Coach Jason O’Leary war deshalb in überschaubarer Weise gefordert.

Mit dabei war Dario Kummer, der wegen einem Check gegen den Kopf von Martin Ulmer im Spiel gegen den EHC Olten für letztlich ein Spiel gesperrt worden war (welches somit bereits gegen Ajoie abgesessen war); dazu kommt eine Busse von 1510 Franken.

Mit zwei Toren zur Mitte des Startdrittels lenkte Captain Stefan Tschannen den SCL auf die Siegstrasse; der Erfolg war sozusagen Chefsache, später sollte Tschannen seinen Auftritt mit einem weiteren Treffer ins leere Tor krönen. Die Ostschweizer hatten deutlich zu wenig entgegenzusetzen. Erst als Langenthal mit 4:0 vorne lag und etwas zurückschaltete, gelangen Thurgau zwei Tore.

«Es ist nie einfach in Thurgau zu gewinnen», sagte Tschannen nach dem Spiel. «Es war gut, dass wir am Anfang in Führung gehen konnten.» Im Hinblick auf die Tabellenspitze seien diese drei Punkte «extrem wichtig.» Weil der EHC Winterthur gegen die Rapperswil-Jona Lakers verlor, macht der SC Langenthal trotz dem Sparflammen-Sieg in der Tabelle Boden gut.

Nun wartet am kommenden Samstag das Kräftemessen mit dem überraschenden Winterthur. Deren Trainer Michel Zeiter sagte noch vor dem Saisonstart, das Ziel des EHCW sei, möglichst lange mitzuhalten und – wenn möglich – um die Playoffs mitzureden.

Im Team nicht mehr dabei ist der Slowake Radovan Pulis, den die Zürcher während eines Monats verpflichteten, um damit auf mehrere verletzungsbedingte Ausfälle zu reagieren; Pulis steuerte in seinen acht Matches sechs Tore und drei Assists zum offensiven Gelingen bei.

Berner Zeitung

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