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Partyklänge nach dem Rock’n’Roll

Der SC Langenthal gewinnt den Spitzenkampf gegen den EHC Olten 3:2. Damit schliessen die Oberaargauer zum zweiten Platz auf.

Doppeltorschütze Brent Kelly (Mitte) wird von seinen Teamkameraden gefeiert.
Doppeltorschütze Brent Kelly (Mitte) wird von seinen Teamkameraden gefeiert.
Marcel Bieri

Wenige Momente nach dem Kräftemessen zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten wird die Eishalle Schoren am Dienstagabend zum Schauplatz einer Eisdisco. Nun erklingen Partytöne, nachdem das Heimteam zuvor rockte und den amtierenden Swiss-League-Meister aus dem Nachbarkanton niederrang.

Bereits nach 55 Sekunden hatte der Puck hinter EHCO-Keeper Simon Rytz in den Maschen eingeschlagen. Der entscheidende Pass kam von dessen Bruder und SCL-Verteidiger Philipp Rytz. Torschütze Brent Kelly meinte: «Wir hatten gegen den EHC Visp einen schweren Beginn erwischt, das wollten wir diesmal verhindern. Deshalb starteten wir mit einem einfachen Spiel und harter Arbeit.»

Olten tat sich im Startabschnitt in der Offensive schwer, selbst in den beiden Überzahlsituationen kreierten die Solothurner kaum nennenswerte Szenen vor dem Gehäuse des Heimteams (nur fünf Schüsse im gesamten ersten Drittel). Zudem versetzte Brent Kelly in der zehnten Minute mit dem Treffer zum 2:0 den Gästen einen weiteren Tiefschlag.

McClement weckt Olten

Gefährlicher wurde Olten erst, nachdem Langenthal um drei Längen vorne lag. Dario Kummer hatte gemeinsam mit Jeffrey Füglister und Hans Pienitz die Oltner Abwehr ausgetanzt und zum 3:0 eingeschoben.

Ein Zwischenstand, den der frühere NHL-Akteur Jay McClement offenbar nicht auf sich sitzen lassen wollte. Der Kanadier, der in der Altjahreswoche mit dem Team Canada den Spengler-Cup gewonnen hatte, wurde von Ex-SCL-Verteidiger Joel Fröhlicher lanciert. Ansatzlos und präzis sorgte er aus mittlerer Distanz für den Anschlusstreffer.

Selbstbewusste Langenthaler

Es war ein Treffer, der die Gäste beflügelte: Kurz vor der zweiten Pausensirene musste sich SCL-Goalie Marco Mathis zweimal gut in Szene setzen, damit er seinem Team den Zweitorevorsprung wahren konnte. Der Anschlusstreffer fiel zwar doch noch, aber erst im Schlussdrittel. So kam die Aufholjagd der von Bengt-Ake Gustafsson trainierten Oltner zu spät.

Mit dem Sieg schliesst der SC Langenthal zum 2. Rang auf. Das Team von Trainer Per Hanberg ist nun punktgleich mit dem EHC Olten, hat allerdings eine Begegnung mehr ausgetragen – die Direktbegegnung ist mittlerweile jedoch besser (3:2 Siege für den SCL). «Wir haben Olten und Rapperswil geschlagen, wir sind auf Augenhöhe mit diesen Teams», sagte SCL-Verteidiger Yves Müller. «Über das ganze Spiel gesehen waren wir die bessere Mannschaft und wollten den Sieg mehr.»

Olten-Abwehrspieler Joel Fröhlicher sprach derweil von einem gradlinigen, einfachen Langenthaler-Spiel. «Der SCL brachte die Scheibe vor das Tor und sorgte für viel Bewegung – das machte es schwierig für uns.»

Nach dem Kräftemessen mit den ambitionierten Oltnern folgt für die Langenthaler nun der Vergleich mit den Ticino Rockets. «Bei ihnen spielen die Resultate keine Rolle. Sie spielen befreit auf, das macht sie gefährlich», sagte Brent Kelly.

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