Zum Hauptinhalt springen

Langenthal-Captain Tschannen schiesst Olten ab

Der SC Langenthal schlägt Olten auch dank seinem überragenden Captain Stefan Tschannen.

Langenthal-Captain Stefan Tschannen traf im Derby gleich dreimal.
Langenthal-Captain Stefan Tschannen traf im Derby gleich dreimal.
Leroy Ryser

Nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen hätte man es eigentlich nicht erwarten dürfen und dennoch forderten die SCL-Fans in Olten «Drü Pünkt für üs, keni fürd Müüs.» Und tatsächlich wurde ihre Forderung erhört – und dies vor allem von ihrem Captain. Stefan Tschannen hatte am Montagabend den EHC Olten zu Beginn im Alleingang zerlegt.

In der 5. Minute traf Tschannen gleich doppelt: Zuerst entschied er sich bei einer drei-gegen-eins-Situation mit viel Selbstvertrauen zurecht für den Schuss, dann wurde er von Andrew Clark im Slot alleinstehend bedient, ehe er EHCO-Hüter Simon Rytz austanzte. Innert 29 Sekunden zwang er damit den EHCO-Trainer zum Nehmen des Time-Outs.

Nachdem sich das Spiel etwas beruhigt hatte, sorgte Tschannen dann für das 3:0, als er in der 25. Minute in der Mitte angespielt wurde und via Pfosten die Scheibe im Tor versenkte. «Wir waren in der Underdog-Rolle und deshalb weniger unter Druck. Das hat uns in die Hände gespielt», meinte Tschannen nach der Partie. Zudem sei ihm alles gelungen, drei Tore in einem Derby seien eine Besonderheit, meinte er, auch für Langenthals Rekordtorschützen.

Nyffelers Wiedergutmachung

Ebenso entscheidend war dann aber der nächste Treffer für Langenthal, nachdem mit Dion Knelsen ein Oltner versucht hatte, die Partie zu wenden. In einem Powerplayspiel lenkte der EHCO-Topscorer einen Schuss von Anthony Rouiller ab und sorgte nach 30 Minuten für neue Hoffnung. Diese starb aber schon 53 Sekunden später, als Robin Nyffeler für das 4:1 sorgte.

Alleine vor Simon Rytz scheiterte der junge Stürmer zwar noch, von hinter dem Tor schoss er aber die Scheibe via Schoner des Goalies ins Tor. «Beim Gegentor stand ich nicht in der Schusslinie, das hat mich geärgert. Daher war ich froh, dass ich für die sofortige Wiedergutmachung sorgen konnte», sagte Nyffeler.

Obwohl das Schlussdrittel hektisch war, blieben die Langenthaler standhaft. In der 48. Minute rettete der Pfosten für Philip Wüthrich, und Olten liess danach auch eine doppelte Überzahl (52.) ungenutzt. Und damit waren die Unterschiede zu den vorherigen Partien eindeutig: Weniger als drei Tore kassiert, dafür mehr geschossen.

Vor Weihnachten macht sich Langenthal nach einem argen Durchhänger ein zuckersüsses Geschenk mit einem 4:1-Derbysieg. «Das tut mehr als gut», sagte Nyffeler, «das kann Aufschwung bringen», hängte Stefan Tschannen an. Immerhin die Weihnachtszeit ist für Langenthal damit um einiges erträglicher geworden.

EHC Olten – SC Langenthal 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)

Kleinholz. – 5587 Zuschauer. – SR: Borga/Staudenmann, Gurtner/Pitton. – Tore: 5. (4:11) Tschannen (Sterchi, Clark) 0:1. 5. (4:40) Tschannen (Clark, Sterchi) 0:2. 25. Tschannen (Maret) 0:3. 31. (30:01) Knelsen (Rouiller, Rytz/Ausschluss Kläy) 1:3. 31. (30:54) Nyffeler (Sterchi) 1:4.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch