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Wenn es läuft, dann läuft es

In Freiburg gewinnen die SCL Tigers 3:1, es handelt sich um den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen für die Emmentaler. Zum Matchwinner avancierte Andreas Thuresson.

Die Langnauer bejubeln das Siegestor von Andreas Thuresson.
Die Langnauer bejubeln das Siegestor von Andreas Thuresson.
Keystone
Die Langnauer Ivars Punnenvos (Torhüter), Antti Erkinjuntti und Anthony Huguenin, von links, und der Fribourger Christopher Rivera, rechts, kämpfen um den Puck.
Die Langnauer Ivars Punnenvos (Torhüter), Antti Erkinjuntti und Anthony Huguenin, von links, und der Fribourger Christopher Rivera, rechts, kämpfen um den Puck.
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Die Langnauer Eero Elo, Samuel Erni, Torhüter Ivars Punnenovs und Anthony Huguenin, von links, und die Fribourger Flavio Schmutz und Laurent Menuier.
Die Langnauer Eero Elo, Samuel Erni, Torhüter Ivars Punnenovs und Anthony Huguenin, von links, und die Fribourger Flavio Schmutz und Laurent Menuier.
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Eishockey ist eine schnelle Sportart, und entsprechend rasch können sich die Dinge entwickeln. Nehmen wir zum Beispiel Gottéron. Sechs der ersten sieben Spiele hatten die Freiburger für sich entschieden, mischten lange an der Tabellenspitze mit. Zuletzt allerdings erreichte die Auswahl Mark Frenchs nicht mehr ihr Rendement vom Saisonstart, aus den letzten sieben Partien resultierten gerade noch zwei Siege.

Konträr präsentierte sich die Situation der SCL Tigers. Sechs der ersten sieben Spiele hatten die Emmentaler verloren, fielen entsprechend rasch in den Tabellenkeller. In den letzten Wochen allerdings steigerte sich die Auswahl Heinz Ehlers‘ merklich, aus den letzten sieben Partien resultierten fünf Siege. Und nach gestern Abend lässt sich festhalten: Der Langnauer Lauf hält an.

In der BCF-Arena entscheiden die Gäste ein enges, spannendes Spiel 3:1 für sich. 25 Sekunden vor dem regulären Ende hatte Andreas Thuresson dem Freiburger Flavio Schmutz die Scheibe abgeluchst, zog alleine davon und traf sehenswert in die obere Torecke. Für die Entscheidung sorgte Pascal Berger, der ins leere Tor traf.

Thuresson im Glück

Heinz Ehlers freilich würde sich untreu werden, verfiele er nun in Euphorie. «Von den letzten Spielen war dieses ganz klar das schlechteste», meint er. «Schliesslich standen wir fast 60 Minuten unter Druck, sind mit der Scheibe wenig gelaufen.» Ehlers Fazit fällt vielleicht etwas streng aus. Gewiss lassen sich die Langnauer Chancen an einer Hand abzählen. Aber letztlich zählt – so abgedroschen das sein mag – einzig und allein das Resultat.

Fakt ist: Die Langnauer haben Fortschritte gemacht, sie spielen weit konstanter als noch vor wenigen Wochen, lassen sich nicht mehr so rasch verunsichern. Es gebe einige Spieler, die nun deutlich besser arbeiten würden als zuvor, meint Ehlers.

Im Prinzip machten die SCL Tigers in Freiburg dort weiter, wo sie am Sonntag in Kloten aufgehört hatten. Sie spielten defensiv solid, liessen Gottéron zwar laufen, aber nicht gewähren. Bei den Gastgebern machten sich die Ausfälle von Julien Sprunger und Roman Cervenka bemerkbar; ohne die Kreativköpfe ist Gottéron weitaus ungefährlicher – das zeigte sich nicht zuletzt im Powerplay.

Die Emmentaler ihrerseits machten ihre Sache in Überzahl besser, als Gottérons Topskorer Michal Birner zur Spielhälfte in der Kühlbox sass, ebnete sein Langnauer Pendant Antti Erkinjuntti quasi den Weg für Anton Gustafsson, der die Scheibe nur noch ins leere Freiburger Tor einschieben konnte. Doch wie das so ist in einer schnellen Sportart, können sich die Dinge entsprechend rasch entwickeln. Gottéron brauchte gerade einmal 98 Sekunden, um das Skore auszugleichen - mehr allerdings lag für die Hausherren nicht drin.

Thuresson lächelt, als er nach der Partie vor die Medien tritt. «Es fühlt sich gut an, ein so enges Spiel zu gewinnen.» Der 30-Jährige kam erst vor zwei Wochen in der Schweiz an, nach einer kräfteraubenden Reise aus China. Doch scheint er kaum Angewöhnungszeit zu brauchen. «Ich spiele mit guten Spielern, erhalte gute Pässe, die Chemie stimmt im Team», sagt er. Und im beschaulichen Langnau hat er nun weit mehr Zeit für die Familie, was äusserst wertvoll sei.

Am Samstag gastieren die ZSC Lions in der Ilfishalle (19.45 Uhr). Gemäss den Stärkeverhältnissen handelt es sich dabei um eine klare Angelegenheit zu Gunsten der Zürcher. Doch Eishockey ist eine schnelle Sportart, und entsprechend rasch können sich die Dinge entwickeln.

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