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Macenauer: «Ich erhielt keine richtige Chance»

Am Sonntag spielen die SCL Tigers bei den ZSC Lions, am Samstag empfangen sie den SCB. Von Bern nach Langnau gewechselt hat Maxime Macenauer. Beim Meister sei es für ihn schwierig gewesen, sagt der kanadische Stürmer.

Maxime Macenauer hat das «Kapitel SCB» abgeschlossen.
Maxime Macenauer hat das «Kapitel SCB» abgeschlossen.
Keystone

Nordamerikaner sind es sich gewohnt, Knall auf Fall den Klub zu wechseln. In der NHL und in den «Minor Leagues», wo die Farmteams vertreten sind, werden Akteure der zweiten und dritten Garde zuweilen munter hin- und hergeschoben.

Auch Maxime Macenauer (29 NHL-Einsätze) hat dies erlebt. «Es kann brutal sein, wenn du plötzlich erfährst, dass du Hunderte Kilometer weit wegziehen musst. Vor allem für die Familie», erzählt Macenauer.

Nun hat der Kanadier wieder einen Umzug hinter sich, einen der gemütlichen Sorte. Der SCB hatte am 2. Januar seinen Vertrag nicht verlängert, tags darauf wurde sein neuer Arbeitgeber bekannt: die SCL Tigers. Von Bern nach Langnau also, rund 30 Kilometer Distanz.

«Kleider, Babyschnuller und der Hund – alles ist am neuen Ort», sagt ­Macenauer lachend. Wegen seiner Frau und der kleinen Tochter sei er sehr froh, habe er in der Schweiz bleiben dürfen.

Wohl Debüt am Wochenende

Macenauer ist ein Angreifer mit Stärken in der Defensive, gilt als harter Arbeiter. Wegen der Verletzung Andrew Ebbets wurde er in Bern gleich nach Saisonbeginn engagiert. Die Zeit beim Meister (14 Spiele, 3 Punkte) fasst er kurz und knapp als «schwierig» zusammen. «Das Timing passte nicht.»

Schulter- und Rückenbeschwerden behinderten Macenauer, nach Ebbets Rückkehr ist es dem Wiedergenesenen sowie der ganzen Equipe ausgezeichnet gelaufen. «Da war kein Platz für mich frei. Ich war nie im Rhythmus, erhielt keine richtige Chance. In mentaler Hinsicht war das sehr hart.»

Schmutzige Wäsche will Macenauer keine waschen, im Gegenteil. «Der SCB ist eine Topadresse. Ich bin traurig, hat es nicht funktioniert.» In Langnau will er der ausländischen Konkurrenz Dampf machen. «Aber jeder ist gesund, ich werde kämpfen müssen.» Gespräche mit der Tigers-Führung habe es bereits vor einigen Wochen gegeben, gesteht der 28-Jährige. Sein Kontrakt ist auf Ende Saison befristet.

«Ich will mich aufdrängen, mein Ziel ist es, in der Schweiz zu bleiben. Das Leben hier ist sensationell.» In der Doppelrunde vom Wochenende dürfte Macenauer einmal zum Einsatz gelangen. Was das heutige Derby betrifft – Bern ist komplett, bei den Tigers fehlen Yannick Blaser, Lukas Haas und allenfalls der zuletzt kranke Thomas Nüssli –, rechnet er nicht mit einer Nomination. Doch ohnehin sagt der Center: «Das Kapitel Bern ist abgeschlossen.»

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