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Mit Frische und Effizienz zu drei Finalpucks

Mit dem 2:0 in Lausanne schafft der EV Zug das Break – Lausanne wirkt komplett ideenlos.

Starker Zuger Rückhalt: Tobias Stephan. Bild: Keystone.
Starker Zuger Rückhalt: Tobias Stephan. Bild: Keystone.

Plötzlich war sie doch noch da, eine der raren Lausanner Chancen, und sie wurde auf dem Präsentierteller serviert. 39 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als Zugs Johann Morant wegen einer unkorrekten Charge auf die Strafbank musste. Die ideale Chance zum 1:1 also, aber ausser zwei mässig gefährlichen Schüssen brachten die Gastgeber auch in dieser Situation nichts zustande. Eine halbe Minute nach Ablauf der Strafe erteilte Lino Martschini mit einem trockenen Handgelenkschuss eine Lektion in Sachen Effizienz.

Es war die Entscheidung. Die Entscheidung? Es waren ja noch 17 Minuten zu spielen, theoretisch genügend Zeit, das Blatt zu wenden. Aber weil die noch im Viertelfinal gegen Langnau so überragenden Akteure ihr Pulver offensichtlich verschossen hatten, blieb es beim Konjunktiv, die Zuger Abwehr geriet kaum mehr in echte Gefahr.

Die Lausanner Baisse

Joel Vermin bringt es bisher auf einen mageren Assist und mit Minus 3 eine der schlechtesten Bilanzen, Christophe Bertschy auf ein Tor und –1, und Jonas Junland, der die Nachwehen seiner langwierigen Verletzung offensichtlich noch nicht überstanden hat, ist mit einem Assist und –2 auch weit von seiner Bestform entfernt. Topskorer Dustin Jeffrey fehlt an allen Ecken und Enden. Ganz anders die Situation bei Zug, wo man es sich leisten kann, Dennis Everberg gesunden zu lassen.

Sinnbildlich für die Baisse, die Lausanne urplötzlich ereilt hat, ist Vermin. Der Lausanner, gegen Langnau mit neun Punkten aus sieben Partien massgeblich am grössten Erfolg der Clubgeschichte beteiligt, konnte offensiv noch keine Akzente setzen. Und nun agierte er auch noch defensiv unglücklich. Sein Stock landete unbeabsichtigt im Gesicht von Zug-Verteidiger Miro Zryd, und weil dieser blutete, gab es zwei kleine Strafen. Nur 23 Sekunden waren im ersten Überzahlspiel vergangen, als Garrett Roe aus seiner bevorzugten Position halbrechts traf.

Zuger Überlegenheit

Zum vierten Mal im vierten Spiel hatten damit die Zentralschweizer das erste Erfolgserlebnis, und es sollte letztlich zu knapper Lohn nach zwei Dritteln sein. Nach vierzig Minuten notierten die Statistiker ein Schussverhältnis von 30:10.

Nun spricht kaum mehr etwas für den LHC. Zweimal müsste er nun das Break schaffen, in der Bossard-Arena, in der die Waadtländer in den letzten beiden Partien ein leistungsgerechtes Skore von 1:8 totalisierten. Und dies, nachdem sie ihren zukünftigen Goalie Tobias Stephan seit 120 Minuten nicht mehr bezwingen konnten. Zudem ist es für sie das 12. Spiel in 26 Tagen, währenddessen die Zuger so frisch wirken wie zu Beginn einer Serie.

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