Nachlässiger ZSC ermöglicht Davos späten Sieg

Die ZSC Lions führten gegen Davos während mehr als 40 Minuten, verloren im ausverkauften Hallenstadion am Ende aber mit 1:2 nach Verlängerung.

Geschlagen: Die ZSC Lions müssen zusehen, wie der HC Davos jubelt.

Geschlagen: Die ZSC Lions müssen zusehen, wie der HC Davos jubelt.

(Bild: Keystone Melanie Duchene)

Nach den beiden soliden und überzeugenden Auftritten gegen Lugano fielen die ZSC Lions gleich wieder in den ungenügenden Herbst-Trott. Die Zürcher gingen nach fünf Minuten durch ein Tor der vierten Sturmlinie (erzielt von Mattia Hinterkircher) in Führung, verpassten es danach aber, aus der klaren optischen Überlegenheit (32:13 Torschüsse in den ersten zwei Abschnitten) mehr herauszuholen.

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Schon vor der zweiten Pause zeichnete sich das Zürcher Ungemach ab. Die Lions dominierten zwar, ermöglichten dem nach fünf Niederlagen angeschlagenen Gegner aber immer wieder mit Unkonzentriertheiten beste Torchancen. Davyd Barandun, Anton Rödin (2x), Marc Aeschlimann und Enzo Corvi hätten schon vor der zweiten Pause ausgleichen können. Verteidiger Sven Jung glich für den HCD die Partie aus, als bei den Bündnern ebenfalls die vierte Sturmlinie auf dem Eis stand.

Den entscheidenden Fehler leistete sich in der ersten Minute der Verlängerung auf Seite der ZSC Lions der Schwede Fredrik Pettersson, der den Puck verlor und so den Davoser Konter ermöglichte, den Andres Ambühl mit dem Siegtor zum 2:1 abschloss. Die ZSC Lions verloren nach vier Siegen erstmals wieder und verpassten den Sprung unter die ersten vier. Davos siegte erstmals im neuen Jahr; der Rückstand auf Platz 10 beträgt aber immer noch 19 Punkte.

Ambris verpasste Chance

Der HC Ambri-Piotta hätte sich im zweiten Sonntags-Spiel der National League mit einem Sieg über Freiburg ein Acht-Punkte-Polster am Strich verschaffen können. Stattdessen verlor Ambri gegen Gottéron mit 2:5 und bangt nach einem Wochenende mit null Punkten wieder um die Playoffs.

Fünf Heimspiele hintereinander hatte Ambri gewonnen. Gegen Freiburg lief in der fast ausverkauften Valascia-Eishalle (nur der Gästesektor war nicht ganz voll) aber fast alles schief. Nach 106 Sekunden geriet Ambri-Piotta erstmals in Rückstand. Zwar gelang dem Team von Luca Cereda nur 70 Sekunden später die umgehende Reaktion, in den Griff bekam das Heimteam die Partie aber nie mehr. Die Paradelinie um Dominic Zwerger und Dominik Kubalik verliess das Eis mit einer Minus-4-Bilanz.

National League. ZSC Lions - Davos 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) n.V. Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 2:5 (1:1, 0:1, 1:3).
Rangliste: 1. Zug 32/67 (104:66). 2. Bern 32/65 (87:54). 3. Biel 33/56 (102:89). 4. SCL Tigers 32/54 (89:73). 5. Lausanne 35/54 (100:89). 6. ZSC Lions 33/53 (83:83). 7. Genève-Servette 34/53 (93:102). 8. Ambri-Piotta 33/52 (91:98). 9. Fribourg-Gottéron 33/50 (88:85). 10. Lugano 33/46 (102:96). 11. Davos 33/27 (72:116). 12. Rapperswil-Jona Lakers 33/17 (48:108).

ZSC Lions - Davos 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.
11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mollard/Stricker, Castelli/Cattaneo.–Tore: 6. Hinterkircher (Miranda, Schäppi) 1:0. 46. Jung (Kessler, Egli) 1:1. 61. (60:52) Ambühl (Kundratek, Lindgren) 1:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Davos.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Noreau, Marti; Sutter, Geering; Karrer, Blindenbacher; Pettersson, Suter, Herzog; Bodenmann, Moore, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Bachofner; Hinterkircher, Schäppi, Miranda.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Payr; Kundratek, Barandun; Heldner, Jung; Heinen; Pestoni, Corvi, Ambühl; Meyer, Lindgren, Rödin; Bader, Baumgartner, Frehner; Kessler, Aeschlimann, Egli; Riatsch.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Cervenka, Nilsson, Wick (alle verletzt) und Backman (überzähliger Ausländer), Davos ohne Hischier, Nygren, Paschoud, Sandell, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt) und Marc Wieser (gesperrt). - Timeout ZSC Lions (53.).

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 2:5 (1:1, 0:1, 1:3) 6359 Zuschauer. - SR Eichmann/Müller, Duarte/Kaderli.–Tore: 2. Miller (Sprunger) 0:1. 3. Guerra (Kostner, Novotny/Ausschluss Weisskopf) 1:1. 27. Bertrand (Mottet) 1:2. 47. Miller (Walser, Sprunger) 1:3. 50. Rossi (Lhotak) 1:4. 53. Kostner (Bianchi) 2:4. 58. Marchon (Mottet) 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Dotti; D'Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Kostner, Bianchi; Lauper, Goi, Mazzolini; Kneubuehler.
Fribourg-Gottéron: Waeber; Holös, Chavaillaz; Schneeberger, Furrer; Abplanalp, Stalder; Weisskopf; Bertrand, Slater, Mottet; Sprunger, Walser, Miller; Rossi, Schmutz, Lhotak; Vauclair, Meunier, Marchon.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Incir, Lerg, Moor, Pinana und Trisconi, Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Forrer, Schilt (alle verletzt) und Micflikier (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Ngoy (36.). - Timeouts: Ambri-Piotta (50.); Fribourg-Gottéron (58.).

sda

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