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Noch nicht in Playoff-Form

Der bereits als Qualifikationssieger der NLB feststehende SC Langenthal unterliegt im Heimspiel dem EHC Visp gleich mit 1:5.

Langenthal-Goalie Marco Mathis musste sich gleich fünfmal bezwingen lassen.
Langenthal-Goalie Marco Mathis musste sich gleich fünfmal bezwingen lassen.
Marcel Bieri

Der SC Langenthal verliert zum zweiten Mal in Folge. Gegen den EHC Visp setzt es für den Qualifikationssieger zu Hause sogar eine 1:5-Niederlage ab. Gestern Abend trat die erste Linie für einmal nicht in der Offensive in Erscheinung, sondern vermehrt in der Defensive. Sie liess sich bereits im zweiten Drittel mehrfach zurückdrängen, konnte sich mehrmals nicht lösen und wurde von den Vispern teilweise dominiert.

Ein Umstand, den sich die SCL-Fans von ihrer «Atomlinie» nicht gewohnt sind, gelingt es dieser doch meistens die Gegner in die Schranken zu weisen. Im Schlussabschnitt kam es aber gleich zwei Mal soweit, dass Visps William Rapuzzi einen Treffer für die Walliser erzielte, während die «KCT»-Formation auf dem Eis stand.

Insbesondere Brent Kelly fiel beim Zuschauen auf, weil er Rapuzzi beide Male völlig passiv gewähren liess. Beim ersten Mal kam Claudio Cadonau ebenfalls noch etwas zu spät dazu, beim zweiten Mal hatte Rapuzzi in der Drittelsmitte schlicht zu viel Freiraum vorgefunden.

Der Doppelschlag von Rapuzzi innerhalb von drei Minuten führte zum 4:1 nach 44 Minuten und weckte Erinnerungen an ähnliche Zustände im Vorjahr. «Irgendetwas hat gefehlt», kommentierte Hans Pienitz nach der Partie. Es sei wieder nötig mehr zu tun, eine bessere Einstellung zu zeigen. Woran genau es lag, konnte aber auch der Verteidiger nicht beantworten.

Wende im zweiten Abschnitt

Eingeleitet wurde der Kaltstart des Schlussabschnittes schon im Mitteldrittel. Nach dem ersten Drittel hatten die Langenthaler dank einem Powerplay-Tor von Jeff Campbell mit 1:0 geführt. Er profitierte von einem Abpraller von Visp-Torhüter Joel Aebi. Es war einer von wenigen, denn danach avancierte Aebi mit mehreren starken Paraden zum defensiv besten Visp-Akteur.

In der 25. Minute konnte sich schliesslich auch Marco Mathis im SCL-Tor auszeichnen, als er zuerst ein Buebetrickli parierte und danach auch noch den Nachschuss abwehrte. In der 27. Minute kam er in Unterzahl aber erstmals zu spät, nach mehreren weiteren Chancen folgte auch noch das 1:2, wobei Lars Neher vor dem SCL-Tor vergessen ging, als Rapuzzi gleich zwei Langenthaler an der Bande beschäftigte und Neher mittels Backhand anspielte.

Erfolglos bei fünf gegen drei

Die gestrige Vorstellung des SC Langenthal war wahrlich kein Highlight. Drei Gegentore bei je fünf Feldspielern, und offensiv liessen die Oberaargauer im Schlussabschnitt auch noch eine 79 Sekunden dauernde doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen. Zudem liess die Chancenverwertung wie schon im letzten Spiel gegen Thurgau zu wünschen übrig.

Viereinhalb Minuten vor Schluss zeigte sich dann auch noch der Frust. Philipp Rytz langte in Unterzahl bei seinem Gegenspieler einmal zu viel zu und verursachte eine zweite Strafe. Bei fünf gegen drei reüssierte Visp zwar nicht, just nach dem Ende der zweiten Strafe folgte das 5:1 der Walliser dennoch.

«Das Scheitern im letzten Jahr ist für uns aktuell kein Thema. Wir werden alle unsere Einsätze anschauen und analysieren und danach weitergehen», erklärte Pienitz nach der Partie weiter. Der SCL sei während langer Zeit hervorragend aufgetreten, wegen zwei Niederlagen gäbe es deshalb keinen Grund unsicher zu sein. Allfällige Zweifel könnten sowieso bereits am Freitag gegen Olten zerschlagen werden. Deshalb sagt auch Pienitz: «Wir wollen den Derbysieg!»

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