Overtime stellt den Finalspielplan auf den Kopf

Die ZSC Lions müssen im Playoff-Final zwei Heimspiele neu ansetzen. Grund sind mögliche Terminkollisionen, falls es zu Verlängerungen kommt.

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Am Sonntag teilten sowohl die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) als auch die beiden Finalteilnehmer ZSC Lions und Lugano mit, dass der Spielplan für die Playoff-Serie angepasst werden musste. «Wegen externer Grossanlässe im Hallenstadion», lautete die Begründung. Da liegen zwei Vermutungen nahe: Entweder haben die Lions nicht mit der Finalqualifikation gerechnet, oder ein Grossveranstalter hat sich kurzfristig eingemietet. Beide sind jedoch falsch.

«Hauptgrund sind die möglichen Verlängerungen bis zum bitteren Ende», erklärt Hallenstadion-CEO Felix Frei. Die im Herbst durch die SIHF beschlossene Modusänderung kann die «sonst schon extrem engen logistischen Abläufe» (Frei) über den Haufen werfen. In den kommenden drei Wochen finden im Hallenstadion die Generalversammlungen der Swiss Re, der Swiss Life und der Credit Suisse statt. Alle drei Grosskonzerne haben ihren Hauptsitz in Zürich. «Jedes Jahr haben wir während des Playoff ein übliches GV-Zeitfenster», erklärt Frei. Heuer gilt für die Partien allerdings neu der sogenannte Sudden-Death-Modus, sofern nach 60 Spielminuten kein Sieger feststeht. Sprich: Es wird gekämpft, bis der Siegtreffer fällt.

GV und Playoff-Spiele beissen sich

«Die ZSC Lions haben alle Playoff-Termine frühzeitig reserviert», versichert der Hallenstadiondirektor. Nur habe der Verband erst nachher entschieden, dass es keine Penaltyschiessen mehr gebe. Zu jenem Zeitpunkt hatten die Unternehmen das Hallenstadion offenbar bereits für ihre GVs gebucht. «Und bei einer GV eines Weltkonzerns kann der Termin schlichtweg nicht verschoben werden», hält Frei fest.

Weil nicht absehbar ist, ob eine Verlängerung nötig ist und vor allem wie lange diese dann dauert, können am Tag vor einer GV keine Playoff-Partien mehr im Hallenstadion stattfinden. «In den vergangenen Jahren wurden die Termine so eingeplant, dass zwischen den Generalversammlungen noch Playoff-Spiele ausgetragen werden konnten», sagt Frei. Die Modusänderung lässt dies nicht mehr zu.

Eigenes Stadion drängt sich auf

Die Anspielzeiten (jeweils 20.15 Uhr) bleiben gleich, ebenso wie die Termine der ersten beiden Begegnungen der Best-of-7-Serie um den Meistertitel. Lugano empfängt die Zürcher am Donnerstag (12. April) zum Auftaktmatch in der Resega. Das zweite Spiel ist am Samstag im Hallenstadion angesetzt. Für die Spiele 3 und 4 sowie die allfälligen Spiele 6 und 7 mussten neue Termine festgelegt werden. Erstere zwei wurden um je einen Tag vorverlegt, die eventuellen Duelle 6 und 7 nach hinten verschoben.

Die SIHF weist auf ihrer Website darauf hin, dass «die meisten Eventualitäten bereits vorgängig erkannt und anlässlich der Ligaversammlung im vergangenen Juni verabschiedet wurden». In Absprache mit den beiden im Final stehenden Clubs sowie den TV-Partnern und dem Hallenstadion wurden nun einvernehmliche Terminlösungen gefunden. In ferner Zukunft dürften sich die Verantwortlichen der ZSC Lions nicht mehr mit Spielverschiebungen herumschlagen müssen, denn ihr Eishockeyarena-Projekt in Zürich-Altstetten (www.eishockeyarena.ch) nimmt Formen an. Kann der Zeitplan wie vorgesehen eingehalten werden, können die Löwen ab Sommer 2022 ihren eigenen Käfig beziehen.

Neue Spieltermine Playoff-Final 2018:
1. Spiel: Lugano – ZSC Lions, Donnerstag, 12. April
2. Spiel: ZSC Lions – Lugano, Samstag, 14 April
3. Spiel: Lugano – ZSC Lions, Montag, 16. April
4. Spiel: ZSC Lions – Lugano, Mittwoch, 18. April
evt. 5. Spiel: Lugano – ZSC Lions, Samstag, 21. April
evt. 6. Spiel: ZSC Lions – Lugano, Mittwoch, 25. April
evt. 7. Spiel: Lugano – ZSC Lions, Freitag, 27. April

Beginn jeweils um 20.15 Uhr.

ddu

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