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Randegger: «Der Trainer mag mich nicht»

Flurin Randegger wird Langnau trotz Vertrag bis 2020 verlassen – der Verteidiger ist frustriert.

Philipp Rindlisbacher
Trotz Vertrag bis 2020, wird Flurin Randegger die SCL Tiger verlassen.
Trotz Vertrag bis 2020, wird Flurin Randegger die SCL Tiger verlassen.

Er ist noch da. Vorerst zumindest. Denn so viel ist sicher: Im Frühling wird sich Flurin Randegger (30) auf und davon machen müssen. Was erstaunt, weil sein Vertrag mit den SCL Tigers bis 2020 läuft. Und es sich um einen dreifachen Meister und Cupsieger handelt, der einst vom SCB nach Langnau stiess, als Transfercoup bezeichnet wurde. In dieser Saison kommt er auf achteinhalb Minuten Eiszeit pro Partie, teamintern entspricht das Platz 20.

Gestern, am letzten Tag, an dem Schweizer Transfers in dieser Saison erlaubt waren, wurde über einen Wechsel Randeggers diskutiert; es gab Gespräche mit Rapperswil. Er spricht von einer frustrierenden Situation. «Es ist nicht schön, Tag für Tag zur Arbeit zu gehen, obwohl der Chef eigentlich möchte, dass man nicht kommt. Der Trainer mag mich nicht, spricht nicht mit mir. Das muss ich akzeptieren.»

Heinz Ehlers mag sich zum Fall nicht äussern. Dass der Spieler in der Gunst des Coachs nicht weit oben steht, ist kein Geheimnis. Sportchef Marco Bayer meint, es werde eine Lösung gesucht, die für beide Parteien stimme. Randegger, für den die Saison mit der Entfernung eines bösartigen ­Tumors im Oberschenkel schlecht begonnen hat, lässt sich nicht ­hängen, das betont er. Am Dienstag in ­Lugano schoss der wegen Personalmangels zum Center umfunktionierte Bündner gar das 1:0.

Schilt als Ersatz?

Neben Randegger wird ­Simon Kindschi den Verein im Sommer verlassen, in Kloten hat er einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Gestern vermeldeten die Tigers die Zuzüge von Alain Bircher (21, von Kloten) und Tim Grossniklaus (23, von Olten), womit das Kader für die kommende Spielzeit neun Verteidiger umfasst. Bayer plant mit deren zehn. Verhandlungen laufen mit Sebastian Schilt, einem 31-jährigen Emmentaler, der von 2010 bis 2012 bei den Tigers tätig war. Nach sieben Saisons in Freiburg muss er weiterziehen, auch Biel soll ihm eine Offerte unterbreitet haben. Langnau scheint die besseren Karten zu besitzen.

Denkbar überdies ist, dass die Tigers für den letzten Meisterschaftsabschnitt einen ausländischen Goalie verpflichten werden, zur Absicherung, sollte Damiano Ciaccio etwas zustossen. In dieser Sache besteht keine Eile – internationale Transfers sind bis Mitte Februar erlaubt.

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