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Samuelssons Kunstschuss und die Schandnacht von Lugano

Viermal hat es im Schweizer Eishockey ein siebtes NLA-Finalduell gegeben. Ein Rückblick auf besondere Spiele, die in die Playoff-Geschichte eingegangen sind.

Ein Tor mit wüsten Folgen: Morgan Samuelsson erzielt das 2:1 im siebten Finalspiel in Lugano und schiesst die ZSC Lions zum Titel. Kurz darauf tobt der Mob in der Resega und es kommt zu den schlimmsten Ausschreitungen in der Geschichte des Schweizer Eishockeys. (Bild: 7. April 2001)
Ein Tor mit wüsten Folgen: Morgan Samuelsson erzielt das 2:1 im siebten Finalspiel in Lugano und schiesst die ZSC Lions zum Titel. Kurz darauf tobt der Mob in der Resega und es kommt zu den schlimmsten Ausschreitungen in der Geschichte des Schweizer Eishockeys. (Bild: 7. April 2001)
Keystone
Unmittelbar nach dem entscheidenden Treffer ist den Gästen bewusst, dass sie die Finalserie von 1:3 noch haben drehen können. Die Fans in der Resega sind geschockt, Gegenstände fliegen auf das Eis, eine geordnete Pokalübergabe ist nicht möglich.
Unmittelbar nach dem entscheidenden Treffer ist den Gästen bewusst, dass sie die Finalserie von 1:3 noch haben drehen können. Die Fans in der Resega sind geschockt, Gegenstände fliegen auf das Eis, eine geordnete Pokalübergabe ist nicht möglich.
Keystone
Die Champions mit Pokal und Trainer: Larry Huras (mit dem Pott) coacht den SCB doch noch zum Titel. Er ist nach Kent Ruhnke (Biel, ZSC, SCB) der dritte Trainer in der Schweiz, der mit drei verschiedenen Klubs Champion wird (ZSC, Lugano, SCB). Im Herbst 2011 wird Huras vom Berner CEO auf unwürdige Weise entlassen. Seither arbeitet Huras wieder für Lugano.
Die Champions mit Pokal und Trainer: Larry Huras (mit dem Pott) coacht den SCB doch noch zum Titel. Er ist nach Kent Ruhnke (Biel, ZSC, SCB) der dritte Trainer in der Schweiz, der mit drei verschiedenen Klubs Champion wird (ZSC, Lugano, SCB). Im Herbst 2011 wird Huras vom Berner CEO auf unwürdige Weise entlassen. Seither arbeitet Huras wieder für Lugano.
Keystone
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Wir schreiben das Jahr 2001. Es ist die erste Finalissima im Best-of-7-Modus, und sie bleibt aus diversen Gründen die wohl berühmteste. In der Revanche für den Final des Jahres 2000 machen die ZSC Lions ein Jahr später gegen den HC Lugano einen 1:3-Rückstand wett und treffen sich zu Spiel Nummer 7 in der Resega. Es war schliesslich der schwedische Stürmer Morgan Samuelsson, der mit seinem Prachtstreffer in der 71. Minute das entscheidende 2:1 für die Gäste erzielte – und einen Tumult auslöste. Die Pokalübergabe für die Lions konnte wegen den Krawallen nicht mehr ordnungsgemäss durchgeführt werden; Spieler, Trainer und Schiedsrichter mussten in der Kabine Zuflucht nehmen. Nicht nur Hooligans wüteten, auch der brave Fan des HCL war nach der Enttäuschung und der verpassten Meisterparty so frustriert, dass er Gegenstände aufs Eis oder in Richtung Zürcher Spieler warf.

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